Nach seiner Freistellung beim FC Winterthur im vergangenen Dezember hat Ognjen Zaric eine neue Herausforderung gefunden. Der 36-jährige Trainer übernimmt den österreichischen Bundesligisten SCR Altach und kehrt damit in ein ihm vertrautes Umfeld zurück.
Für Zaric ist es die zweite Station als Cheftrainer im Profifussball. In Altach tritt er die Nachfolge von Fabio Ingolitsch an, der den Verein in Richtung des österreichischen Spitzenklubs Sturm Graz verlassen hat. Die Aufgabe bei dem Verein nahe der Schweizer Grenze wird anspruchsvoll, denn der Klub kämpft in der laufenden Saison um den Anschluss an das obere Mittelfeld.
Ein Neuanfang nach schwieriger Zeit in Winterthur
Die Verpflichtung durch den SCR Altach markiert für Ognjen Zaric einen wichtigen Karriereschritt. Seine erste Amtszeit als Cheftrainer beim FC Winterthur war von kurzer Dauer und endete nach nur wenigen Monaten. Im Sommer 2024 hatte er das Team übernommen, musste aber bereits im Dezember nach einer durchwachsenen Hinrunde wieder gehen.
Die Bilanz seiner Zeit auf der Schützenwiese war ernüchternd. In 18 Super-League-Spielen konnte der FCW unter seiner Leitung nur drei Siege und vier Unentschieden verbuchen. Mit elf Niederlagen fand sich der Verein am Tabellenende wieder, was die Klubführung zum Handeln zwang. Die Freistellung war die Konsequenz aus den ausbleibenden sportlichen Erfolgen.
Vom Assistenten zum Cheftrainer
Vor seiner Beförderung zum Cheftrainer beim FC Winterthur war Ognjen Zaric bereits als Assistenztrainer im Verein tätig. Er kam gemeinsam mit Patrick Rahmen nach Winterthur und galt als wichtiger Teil des Trainerteams, das den Klub in der Super League etablierte. Zuvor sammelte der serbisch-österreichische Doppelbürger bereits beim FC Basel wertvolle Erfahrungen als Co-Trainer an der Seite von Rahmen.
Trotz der schwierigen Phase in Winterthur geniesst Zaric in Fachkreisen weiterhin einen guten Ruf als taktisch versierter und engagierter Trainer. Seine Arbeit als Assistent, sowohl in Basel als auch in Winterthur, wurde weithin geschätzt. Die neue Aufgabe in Altach bietet ihm nun die Chance, seine Fähigkeiten als Hauptverantwortlicher unter Beweis zu stellen und die Erfahrungen aus der Schweiz gewinnbringend einzusetzen.
Die Herausforderung beim SCR Altach
Der SCR Altach ist ein etablierter Verein in der österreichischen Bundesliga, der jedoch regelmässig um den Klassenerhalt kämpft. Aktuell belegt der Klub aus Vorarlberg den neunten Platz in der Zwölferliga. Das Umfeld ist familiär, die Erwartungen sind jedoch klar definiert: Der Verein soll sich sportlich stabilisieren und weiterentwickeln.
Für Zaric bedeutet dies, schnellstmöglich eine funktionierende Einheit zu formen und eine klare Spielphilosophie zu implementieren. Seine Aufgabe wird es sein, das Potenzial der Mannschaft auszuschöpfen und konstante Ergebnisse zu liefern. Die geografische Nähe zur Schweiz könnte dabei ein Vorteil sein, da er den hiesigen Fussballmarkt bestens kennt.
Fakten zum SCR Altach
- Gründung: 1929
- Stadion: CASHPOINT Arena
- Liga: Österreichische Bundesliga
- Aktuelle Platzierung: 9. von 12 Teams
- Standort: Altach, Vorarlberg (nahe der Schweizer Grenze)
Der Wechsel von Fabio Ingolitsch zu Sturm Graz hinterliess eine Lücke, die Zaric nun füllen soll. Ingolitsch hatte das Team stabilisiert, weshalb die Erwartungen an seinen Nachfolger entsprechend hoch sind. Zaric muss beweisen, dass er aus den Lehren seiner Zeit in Winterthur die richtigen Schlüsse gezogen hat und in der Lage ist, ein Team langfristig zu formen und zum Erfolg zu führen.
Was der Wechsel für Zaric bedeutet
Die Rückkehr nach Österreich ist für den serbisch-österreichischen Doppelbürger auch eine Art Heimkehr. Er kennt die Liga und die Mentalität des österreichischen Fussballs. Diese Vertrautheit könnte ihm den Einstieg erleichtern und ihm helfen, sich schnell in seiner neuen Rolle zurechtzufinden.
Die Entscheidung für Altach ist strategisch klug. Der Verein bietet ein Umfeld, in dem er ohne den extremen Druck eines Spitzenklubs arbeiten kann. Hier hat er die Möglichkeit, seine Ideen umzusetzen und sich als Cheftrainer weiterzuentwickeln. Ein Erfolg in Altach würde seinen Ruf rehabilitieren und ihm die Türen für zukünftige Aufgaben bei grösseren Vereinen öffnen.
Sein Werdegang zeigt, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Nachdem er jahrelang als Assistent im Hintergrund agierte, wagte er den Schritt ins Rampenlicht. Auch wenn der erste Versuch in Winterthur nicht von Erfolg gekrönt war, erhält er nun eine zweite Chance, die er nutzen will. Für den FC Winterthur ist der Wechsel ihres ehemaligen Trainers ebenfalls eine abgeschlossene Geschichte, die es dem Verein erlaubt, den Blick endgültig nach vorne zu richten.





