Der FC Thun feierte am Dienstagabend in Winterthur einen überzeugenden 4:1-Sieg und setzte seine beeindruckende Serie auf Naturrasen fort. Dies war der siebte Sieg im siebten Spiel auf dieser Art von Untergrund in der laufenden Super-League-Saison. Mit diesem Erfolg rückt der Berner Oberländer Club dem inoffiziellen Titel des Wintermeisters einen grossen Schritt näher.
Wichtigste Erkenntnisse
- Der FC Thun gewann sein siebtes Spiel auf Naturrasen in Folge.
- Die Mannschaft besiegte den FC Winterthur deutlich mit 4:1.
- Trainer Mauro Lustrinelli lobte die zurückgewonnene Energie seines Teams.
- Der FC Thun hat nun beste Chancen, den Wintermeistertitel zu gewinnen.
- Das breite Kader des Clubs zeigte sich trotz wichtiger Absenzen als stabil und stark.
Beeindruckende Naturrasen-Bilanz des FC Thun
Die Statistik des FC Thun auf Naturrasen ist in dieser Saison höchst bemerkenswert. Im Stadion Schützenwiese in Winterthur trat das Team zum siebten Mal auf diesem Untergrund an und verliess den Platz erneut als Sieger. Dies steht im krassen Gegensatz zu den Leistungen auf Kunstrasen, wo der Leader ausschliesslich Niederlagen einstecken musste.
Zu Hause verlor der FC Thun gegen Basel, Lugano und St. Gallen. Auswärts gab es Niederlagen gegen die ebenfalls auf Kunstrasen spielenden Young Boys und Lausanne. Diese Diskrepanz zwischen den beiden Spielunterlagen ist ein wiederkehrendes Thema im Schweizer Clubfussball. Oft wird der FC Thun für seinen Kunstrasen im Heimstadion kritisiert.
Faktencheck
- 7 von 7: Der FC Thun hat alle seine Spiele auf Naturrasen in dieser Saison gewonnen.
- 0 von 5: Alle Niederlagen des FC Thun ereigneten sich auf Kunstrasen.
- 4:1: Das Ergebnis des jüngsten Sieges gegen den FC Winterthur.
Das Spiel in Winterthur: Eine klare Angelegenheit
Vor 7500 Zuschauern zeigte sich der FC Thun in Winterthur von seiner besten Seite. Das Team von Trainer Mauro Lustrinelli dominierte das Schlusslicht der Tabelle von Anfang an. Schon nach 19 Minuten brachte Ethan Meichtry die Gäste mit einer schönen Einzelleistung in Führung. Elmin Rastoder erhöhte nach einer Flanke von Michael Heule auf 2:0.
Der FC Winterthur wirkte in dieser Phase überfordert. Ein Notbremse-Foul von Remo Arnold führte zu einem Platzverweis, was die Aufgabe für die Gastgeber zusätzlich erschwerte. Obwohl der FC Thun kurzzeitig nachlässig wurde und durch einen Konter von Andrin Hunziker den Anschlusstreffer kassierte, stellte Justin Roth noch vor der Pause den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her.
"Wir brachten wieder jene Energie aufs Feld, die gegen St. Gallen gefehlt hatte", sagte Trainer Mauro Lustrinelli nach der Begegnung und zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
Stärke des Kaders und entscheidende Einwechslungen
Besonders auffällig war die Breite des Thuner Kaders. Trotz Absenzen wichtiger Spieler wie dem verletzten Mattias Käit und dem grippegeplagten Jan Bamert zeigte sich das Team stabil. Nach 71 Minuten wurden Ethan Meichtry, Valmir Matoshi und Brighton Labeau ausgewechselt.
Für sie kamen Topskorer Christopher Ibayi sowie Nils Reichmuth und Kastriot Imeri ins Spiel. Diese Einwechslungen unterstrichen die Tiefe des Kaders und die Qualität der Ersatzspieler. Imeri und Ibayi sorgten in der Nachspielzeit für den letzten Treffer, wobei Imeri den Stürmer mit einem traumhaften Hackenpass lancierte und Ibayi sein achtes Saisontor erzielte.
Hintergrund: Der Rasen als Diskussionsthema
Die Qualität des Rasens ist im Schweizer Fussball immer wieder ein heisses Thema. Das Spielfeld im Stadion Schützenwiese in Winterthur wurde früher oft als 'Acker' bezeichnet, hat sich aber inzwischen verbessert. Dennoch wies Trainer Patrick Rahmen vor der Partie darauf hin, dass das Terrain vor einem Jahr noch deutlich tiefer gewesen sei. Die unterschiedlichen Unterlagen – Naturrasen und Kunstrasen – stellen für viele Teams eine Herausforderung dar, besonders für Mannschaften wie den FC Thun, die auf Kunstrasen trainieren, aber häufig auf Naturrasen auswärts spielen.
Auf dem Weg zum Wintermeistertitel
Der Sieg in Winterthur war eine eindrückliche Reaktion auf eine Phase, in der der FC Thun in vier Partien nur einen Sieg verbuchen konnte. Das Team hat sich nun ein hohes Mass an Selbstvertrauen erarbeitet, wie Spieler Justin Roth nach dem Spiel betonte. Mit dieser Leistung hat der FC Thun beste Chancen, zum ersten Mal in seiner 127-jährigen Geschichte den inoffiziellen Titel des Wintermeisters zu gewinnen.
Das letzte Spiel des Jahres 2025 bestreitet der FC Thun zu Hause gegen Zürich. Obwohl dies auf Kunstrasen stattfindet, was dem Team vermeintlich entgegenkommen könnte, bleibt die Naturrasen-Bilanz des Clubs die beeindruckendste Statistik der Saison.
Die Bedeutung des Sieges
- Der Sieg festigt die Tabellenführung des FC Thun.
- Er demonstriert die mentale Stärke und die Kaderbreite des Teams.
- Der Erfolg ist ein wichtiger Schritt in Richtung Wintermeisterschaft.
- Die Mannschaft hat eine starke Reaktion auf eine schwierigere Phase gezeigt.
Der FC Thun bewies in Winterthur, dass die jahrelange Arbeit Früchte trägt. Zwischen dem Aufsteiger und dem Tabellenletzten war ein deutlicher Klassenunterschied erkennbar. Die Mannschaft von Mauro Lustrinelli wirkt deutlich stabiler, auch innerhalb einer Partie, was für die kommenden Herausforderungen entscheidend sein wird.





