Der FC Winterthur und der FC Lugano haben sich in der 23. Runde der Super League 1:1 unentschieden getrennt. Lugano erkämpfte sich den Ausgleich in Unterzahl, nachdem Anto Grgic in der 80. Minute einen Penalty verwandelte. Das Spiel bot Dramatik bis in die Nachspielzeit und hielt die Fans bis zum Schluss in Atem.
Wichtige Punkte
- Winterthur und Lugano spielen 1:1 unentschieden in der Super League.
- Lugano erzielt den Ausgleich in der 80. Minute durch Anto Grgic per Penalty, obwohl sie in Unterzahl spielen.
- Uran Bislimi (Lugano) erhielt in der 57. Minute eine Gelb-Rote Karte.
- Ein früherer Führungstreffer für Winterthur wurde nach VAR-Konsultation wegen Handspiels annulliert.
- Winterthur verpasste es, wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.
Spannender Spielverlauf im Schützenwiesen
Die Partie zwischen dem FC Winterthur und dem FC Lugano begann mit einem abtastenden Spiel beider Mannschaften. Lugano zeigte sich in der ersten Halbzeit spielbestimmender, konnte jedoch keine zwingenden Chancen kreieren. Die Winterthurer Abwehr stand solide und liess kaum Torgefahr zu. Es war ein Kampf um die Mittelfeldhoheit, geprägt von vielen Zweikämpfen.
Kurz vor der Pause hätte Winterthur in Führung gehen können. Ein Treffer von Pajtim Kasami wurde jedoch nach einer längeren VAR-Konsultation zurückgenommen. Der Linienrichter hatte zuvor ein Handspiel von Verteidiger Silvan Siedler festgestellt. Diese Entscheidung verhinderte einen frühen Führungstreffer für die Eulachstädter und sorgte für Diskussionsstoff auf den Rängen.
Faktencheck
- Spieltag: 23. Runde der Super League
- Endergebnis: FC Winterthur 1 - 1 FC Lugano
- Besonderheit: Lugano erzielt Ausgleich in Unterzahl
- Nächste Spiele: Winterthur trifft auf FC Zürich, Lugano empfängt Servette
Platzverweis und Winterthurer Führung
Die zweite Halbzeit nahm an Fahrt auf. In der 57. Minute änderte sich das Spielgeschehen entscheidend: Uran Bislimi vom FC Lugano erhielt die Gelb-Rote Karte und musste das Feld verlassen. Die Tessiner spielten fortan mit einem Mann weniger. Dieser Platzverweis schien Winterthur Auftrieb zu geben, und sie nutzten die Überzahl nur wenige Minuten später.
In der 60. Minute brach Andrin Hunziker nach einem schnellen Gegenstoss durch und brachte Winterthur mit 1:0 in Führung. Der Treffer fiel, nachdem Lars Lukas Mai von Lugano den Ball verloren hatte. Die Freude bei den Winterthurer Fans war gross, da dieser Führungstreffer wichtige Punkte im Abstiegskampf versprach.
"Man kann diskutieren, ob das ein Foul ist. Aber wir mussten reagieren, und das haben wir getan." – Patrick Rahmen, Trainer FC Winterthur
Luganos Comeback in Unterzahl
Trotz der numerischen Überzahl gelang es Winterthur nicht, den Vorsprung auszubauen. Die Hausherren agierten nach dem Führungstreffer nicht zwingend genug, was Lugano die Möglichkeit gab, ins Spiel zurückzufinden. Die Tessiner zeigten grosse Moral und kämpften sich trotz des Rückstands und der Unterzahl zurück.
In der 80. Minute wurde Luganos Einsatz belohnt. Nach einem Foulpfiff verwandelte Anto Grgic einen Elfmeter souverän zum 1:1-Ausgleich. Dieser Treffer war ein Schock für die Winterthurer und ein Zeichen der Stärke für die Gäste, die mit nur zehn Mann spielten. Die Schlussphase versprach nun noch mehr Spannung.
Hintergrund zum Spiel
Für den FC Winterthur war es wichtig, im Kampf gegen den Abstieg Punkte zu sammeln. Ein Sieg hätte sie weiter von der Abstiegszone entfernt. Der FC Lugano hingegen wollte mit einem Sieg Druck auf Leader Thun ausüben und sich oben festsetzen. Das Unentschieden bedeutet für beide Teams, dass sie ihre jeweiligen Ziele nicht vollständig erreichen konnten.
Dramatische Schlussminuten und die Latte
Nach dem Ausgleich drängte Lugano sogar noch auf den Sieg. Tief in der Nachspielzeit, in der 93. Minute, hatten die Tessiner die wohl beste Chance des Spiels, das Blatt komplett zu wenden. Ein Kopfball von Damian Kelvin zappelte nicht im Netz, sondern prallte nur an die Latte. Die Winterthurer hatten Glück, dass dieser Ball nicht den Weg ins Tor fand.
Das Spiel endete schliesslich 1:1, ein Ergebnis, das für beide Seiten gemischte Gefühle hinterlässt. Winterthur verpasste es, den ersten Sieg in dieser Saison aneinanderzureihen, während Lugano zum zweiten Mal in Folge 1:1 spielte und den Anschluss an die Tabellenspitze nicht ganz halten konnte.
Stimmen nach dem Spiel
Nach dem Schlusspfiff zeigten sich die Trainer und Spieler unterschiedlich zufrieden mit dem Ergebnis. Luganos Trainer Fabio Steffen lobte die Reaktion seiner Mannschaft nach dem Platzverweis:
"Nach dem Platzverweis konnten wir reagieren und haben Charakter gezeigt."Bei Winterthur herrschte eher Enttäuschung über die verpasste Chance. Spieler wie Adrian Buess äusserten sich bitter:
"Es ist bitter, dass wir nur einen Punkt holen, wir hätten den Sieg verdient gehabt."
Ausblick auf die nächsten Begegnungen
Für den FC Winterthur geht es bereits am kommenden Mittwoch weiter. Sie treten um 20:30 Uhr zum Kantonsderby gegen den FC Zürich an. Eine wichtige Partie, um im Abstiegskampf weiter Boden gutzumachen. Die Fans erwarten ein spannendes Duell.
Der FC Lugano empfängt zur gleichen Zeit zu Hause Servette. Auch für die Tessiner ist dies eine entscheidende Begegnung, um in der oberen Tabellenhälfte zu bleiben und weiterhin Druck auf die Spitzenplätze auszuüben. Beide Mannschaften müssen schnell die Lehren aus diesem Unentschieden ziehen und sich auf die nächsten Herausforderungen konzentrieren.





