Die Kantone Basel-Stadt und Aargau haben gemeinsam das neue Innovationsförderprogramm FoodHealth ins Leben gerufen. Dieses bikantonale Programm zielt darauf ab, Innovationen im Bereich Agri- und Foodtech zu stärken und das Innovationsökosystem in der Nordwestschweiz weiterzuentwickeln. FoodHealth unterstützt konkrete Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Landwirtschaft bis zur Verdauung.
Wichtige Punkte
- Basel-Stadt und Aargau lancieren FoodHealth-Programm.
- Fokus auf Agri- und Foodtech-Innovationen.
- Stärkung des regionalen Innovationsökosystems.
- Unterstützung für Unternehmen und Start-ups.
- Gesamtbudget von 2.12 Millionen Franken für die Pilotphase.
Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit
Das FoodHealth-Programm fördert technologische Innovationen unter dem Leitsatz «From Soil to Gut». Es konzentriert sich auf Lösungen, die die Widerstandsfähigkeit von Agrar- und Ernährungssystemen verbessern. Gleichzeitig sollen Ressourcen effizienter genutzt werden. Positive Effekte für Umwelt, Klima und Gesundheit stehen im Vordergrund.
Die Initiative verbindet wirtschaftliche Standortentwicklung mit gesellschaftlicher Verantwortung. Sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region im internationalen Innovationsumfeld. Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der nachhaltige Ernährungssysteme global an Bedeutung gewinnen.
Faktencheck
- Leitsatz: «From Soil to Gut» (Vom Boden bis zum Darm).
- Ziele: Resilienz von Agrar- und Ernährungssystemen, Ressourceneffizienz, positive Effekte für Umwelt, Klima und Gesundheit.
- Fokus: Technologische Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Drei Säulen der Innovationsförderung
Die Innovationsförderung von FoodHealth ruht auf drei zentralen Säulen. Jede Säule hat spezifische Ziele und Massnahmen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Diese strukturierte Herangehensweise soll sicherstellen, dass die Fördermittel effektiv eingesetzt werden.
1. Stärkung des Innovationsökosystems
FoodHealth baut eine Plattform auf, um Akteure aus Wissenschaft, Unternehmen und Start-ups systematisch zu vernetzen. Dies geschieht durch Netzwerkformate, thematische Events und industriegetriebene Initiativen. Ziel ist es, das Ökosystem zusammenzubringen und die Entwicklung neuer innovativer Lösungen zu fördern. Bestehende Forschungsprojekte und Unternehmen im FoodHealth-Bereich erhalten so mehr Sichtbarkeit.
Es geht darum, wissenschaftliche Erkenntnisse und technologische Innovationen wirksam in die Praxis zu überführen. Ihre Wirkung soll entlang der gesamten Wertschöpfungskette vergrössert werden. Dies trägt dazu bei, dass Forschungsergebnisse nicht nur in Laboren bleiben, sondern tatsächlich zur Anwendung kommen.
«Wir wollen die Lücke zwischen Forschung und Anwendung schliessen und die Nordwestschweiz als führenden Innovationsstandort im Food- und Health-Bereich etablieren.»
2. Förderung von Innovationen in Unternehmen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung etablierter Unternehmen. Das Programm hilft ihnen, neue Technologien und Geschäftsmodelle im Agri- und Foodtech-Bereich zu entwickeln und umzusetzen. Innovationsprojekte mit Wirkung auf planetare und menschliche Gesundheit werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette begleitet.
Dies umfasst Machbarkeitsstudien, Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit lokalen Hochschulen oder industriegetriebene Hackathons. Durch diese Massnahmen werden Innovationsrisiken reduziert. Die Umsetzung neuer Lösungen im Unternehmenskontext wird erleichtert. Dies sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in einem sich schnell entwickelnden Markt.
Hintergrund: Agri- und Foodtech
Agri- und Foodtech umfasst Technologien, die in der Landwirtschaft (Agri-), der Lebensmittelproduktion (Food-) und der gesamten Ernährungswertschöpfungskette eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Präzisionslandwirtschaft, alternative Proteine, intelligente Verpackungen und Lösungen zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Ziel ist es, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Sicherheit der Lebensmittelversorgung zu verbessern.
3. Gezielte Unterstützung von Start-ups
FoodHealth fördert gezielt junge Unternehmen, frühphasige Start-ups und Projekte mit hohem Innovationspotenzial. Über das VentureConnect-Programm erhalten sie Zugang zu Fachwissen, Coaching und zur Vernetzung mit Investorinnen und Investoren. Dies ist entscheidend für den Erfolg junger Unternehmen, die oft mit Finanzierungs- und Wissensdefiziten zu kämpfen haben.
Ergänzend unterstützt der FoodHealth Accelerator die Finanzierung ausgewählter Start-ups. Dies hilft ihnen, ihre Technologien weiterzuentwickeln, zu skalieren und erfolgreich im Markt zu positionieren. Diese umfassende Unterstützung soll sicherstellen, dass vielversprechende Ideen das Potenzial haben, zu erfolgreichen Produkten und Dienstleistungen zu werden.
Trägerschaft und Finanzierung
Das FoodHealth-Programm wird von den Kantonen Basel-Stadt und Aargau getragen. Die operative Umsetzung liegt in den Händen des Innovation Office der Universität Basel, BaselArea Business & Innovation sowie des Hightech Zentrums Aargau. Der Verein Regio Basiliensis koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den Trägerkantonen und den Umsetzungspartnern. Externe Fachpersonen unterstützen die strategische Steuerung des Programms.
Die Finanzierung des Programms ist klar geregelt. Basel-Stadt steuert 1.7 Millionen Franken aus dem Standortförderungsfonds bei. Der Kanton Aargau beteiligt sich mit 0.42 Millionen Franken. Das Gesamtbudget für die Pilotphase, die die Jahre 2026 bis 2028 umfasst, beträgt somit 2.12 Millionen Franken. Diese Investition unterstreicht das Engagement beider Kantone für die Innovationsförderung in der Region.
Die Pilotphase von drei Jahren ermöglicht es, die Wirksamkeit des Programms zu testen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um langfristig erfolgreich zu sein und die Nordwestschweiz als attraktiven Standort für Agri- und Foodtech-Innovationen zu etablieren.
Finanzielle Details
- Beitrag Basel-Stadt: 1.7 Millionen CHF
- Beitrag Kanton Aargau: 0.42 Millionen CHF
- Gesamtbudget Pilotphase (2026-2028): 2.12 Millionen CHF
Bedeutung für die Nordwestschweiz
Die Nordwestschweiz ist eine Region mit starker Forschung und Entwicklung im Life Sciences Bereich. Das FoodHealth-Programm nutzt diese Stärke und erweitert sie auf die Bereiche Agri- und Foodtech. Es schafft neue Möglichkeiten für Unternehmen und Start-ups, sich zu entwickeln und zu wachsen.
Durch die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups entsteht ein dynamisches Umfeld. Dieses Umfeld fördert nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung, sondern trägt auch zur Lösung globaler Herausforderungen bei. Dazu gehören die nachhaltige Lebensmittelproduktion und die Verbesserung der menschlichen Gesundheit. Das Programm ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Region.




