Volketswil hat mit einer klaren Mehrheit ein Verbot für lärmiges Feuerwerk beschlossen. Bei der Gemeindeversammlung am Freitagabend stimmten 323 Stimmberechtigte für die Initiative, während 77 dagegen votierten. Dies markiert einen wichtigen Schritt für die Gemeinde im Kanton Zürich.
Wichtige Punkte
- Volketswil verbietet lautes Feuerwerk.
- Die Gemeindeversammlung verzeichnete Rekordbeteiligung.
- Tierschutz und Umweltschutz waren zentrale Argumente.
- Das Inkrafttreten des Verbots steht noch nicht fest.
Emotional geführte Debatte
Die Entscheidung in Volketswil fiel nach einer intensiven und emotional geführten Debatte. Die Versammlung zog 419 Stimmberechtigte an, eine ungewöhnlich hohe Zahl. Normalerweise nehmen nur etwa 100 Personen an solchen Versammlungen teil. Das Thema Feuerwerk mobilisierte die Bevölkerung stark.
Auslöser war eine Initiative von Michael Grüebler von den Grünen. Er forderte ein generelles Verbot von lärmigem Feuerwerk. Seine Argumente zielten auf den Schutz von Menschen und Tieren ab, die unter dem Lärm leiden. Auch die Umweltbelastung durch Feuerwerkskörper spielte eine Rolle.
Zahlen und Fakten
- 419 Stimmberechtigte nahmen teil (über 300 mehr als üblich).
- 323 Stimmen für das Feuerwerksverbot.
- 77 Stimmen gegen das Feuerwerksverbot.
- Die Initiative stammt von Michael Grüebler (Grüne).
Argumente für und gegen das Verbot
Michael Grüebler betonte in seiner Argumentation die negativen Auswirkungen von Feuerwerk. Er wies auf den Stress hin, den laute Böller bei Haustieren, Wildtieren und auch bei empfindlichen Menschen verursachen. Zudem sprach er von der Freisetzung von Feinstaub und anderen Schadstoffen, die die Umwelt belasten.
Der Gemeinderat von Volketswil empfahl die Ablehnung der Initiative. Sicherheitsvorstand Thomas Brauch (SVP) äusserte Zweifel an der praktischen Umsetzbarkeit eines solchen Verbots. Er argumentierte auch, dass ein Verbot eine Einschränkung der persönlichen Freiheit darstelle. Viele Menschen sehen das Abbrennen von Feuerwerk als festen Bestandteil von Feierlichkeiten.
"Das laute Feuerwerk verursacht unnötigen Stress für Menschen und Tiere und belastet unsere Umwelt. Ein Verbot ist ein notwendiger Schritt für unsere Gemeinschaft."
Hintergrund der Debatte
In vielen Gemeinden der Schweiz wird die Frage nach Feuerwerksverboten diskutiert. Die Argumente sind oft ähnlich: Tierschutz, Umweltschutz und die Belästigung von Anwohnern stehen auf der einen Seite. Tradition, persönliche Freiheit und die Freude am Spektakel auf der anderen Seite. Volketswil reiht sich nun in die Gemeinden ein, die eine klare Position bezogen haben.
Deutlicher Entscheid der Stimmberechtigten
Während der Diskussion schilderten mehrere Votierende ihre persönlichen negativen Erfahrungen mit Feuerwerk. Es gab Berichte über panische Haustiere, schlaflose Nächte und die allgemeine Lärmbelästigung. Diese Erfahrungsberichte beeinflussten die Stimmung in der Versammlung sichtlich.
Nachdem die Debatte abgebrochen wurde, kam es zur Abstimmung. Das Ergebnis war eindeutig: Mit 323 zu 77 Stimmen wurde die Initiative angenommen. Dies zeigt eine klare Tendenz innerhalb der Volketswiler Bevölkerung, dem Schutz von Tieren und der Umwelt den Vorrang zu geben. Ein Antrag, die Entscheidung an der Urne zu treffen, wurde ebenfalls deutlich verworfen. Dies unterstreicht die Entschlossenheit der Anwesenden.
Auswirkungen und Zeitplan
Mit diesem Entscheid ist klar: Lärmiges Feuerwerk wird in Volketswil verboten. Der genaue Zeitpunkt des Inkrafttretens steht jedoch noch nicht fest. Der Gemeinderat wird nun die nötigen Schritte einleiten, um das Verbot in die Gemeindeverordnung aufzunehmen. Es wird erwartet, dass dies einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Das Verbot bedeutet, dass zukünftig nur noch leises oder geräuschloses Feuerwerk erlaubt sein könnte, falls die genaue Definition im Reglement dies zulässt. Die Gemeinde wird die Bevölkerung über die genauen Bestimmungen informieren, sobald diese feststehen. Für die Befürworter des Verbots ist dies ein grosser Erfolg.
- Das Verbot gilt für lärmiges Feuerwerk.
- Die Umsetzungsdetails werden vom Gemeinderat erarbeitet.
- Eine Urnenabstimmung wurde abgelehnt.
Die Entscheidung in Volketswil könnte auch Signalwirkung für andere Gemeinden haben, die ähnliche Debatten führen. Der Wunsch nach mehr Ruhe und Umweltschutz gewinnt in vielen Schweizer Gemeinden an Bedeutung. Der Erfolg der Initiative in Volketswil zeigt, dass bürgerschaftliches Engagement zu konkreten Veränderungen führen kann.





