In Glattbrugg ZH kam es am Samstag zu einer spektakulären Festnahme, die live auf TikTok übertragen wurde. Nadir R., in der Öffentlichkeit besser bekannt als «Fettli-Nadir», wurde von rund zehn Polizisten in Gewahrsam genommen. Der Vorfall sorgte in sozialen Medien für Aufsehen.
Wichtige Punkte
- Nadir R. wurde am Samstag in Glattbrugg ZH festgenommen.
- Die Festnahme erfolgte live während eines TikTok-Streams.
- Etwa zehn Polizisten waren am Einsatz beteiligt.
- Der Einsatz galt primär einem Begleiter von Nadir R., der mit einem Messer gedroht haben soll.
- Nadir R. wurde wenige Stunden nach dem Vorfall wieder freigelassen.
Spektakulärer Polizeieinsatz live im Internet
Der Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag. Nadir R., der unter dem Namen «Fettli-Nadir» in der Schweiz Bekanntheit erlangte, streamte gerade live auf TikTok. Plötzlich stürmten mehrere Polizeibeamte das Zimmer. Der Stream zeigte, wie Nadir R. und ein Begleiter von den Beamten fixiert wurden. Die Aktion löste bei den Zuschauern des Livestreams grosse Überraschung aus.
Der Einsatz der Kantonspolizei Zürich umfasste nach Angaben von Nadir R. selbst etwa zehn Beamte. Er zeigte sich nach seiner Freilassung schockiert über die Intensität des Vorgehens. «Ich habe nicht erwartet, dass es einen solchen krassen Einsatz gibt», erklärte er gegenüber einem lokalen Sender.
Faktencheck: Wer ist «Fettli-Nadir»?
Nadir R. trat 2001 in der Talkshow «Fohrler Live» auf und wurde durch den Satz «Wotsch du min Fettli ha?» zu einer nationalen Memefigur. Seitdem ist er in den sozialen Medien aktiv und betreibt mehrere Accounts, über die er regelmässig Inhalte teilt.
Hintergrund der Festnahme: Drohungen mit Stichwaffe
Die Kantonspolizei Zürich bestätigte auf Anfrage den Einsatz in Glattbrugg. Der Hauptgrund für die Intervention war jedoch nicht Nadir R. selbst, sondern sein Begleiter. Dieser soll zuvor in den sozialen Medien Streit mit mehreren Personen gehabt und dabei mit einem Messer gedroht haben. Die Polizei reagierte auf diese Drohungen, um potenzielle Gefahren abzuwenden.
«Bei der anschliessenden Kontrolle der Person haben wir eine Stichwaffe festgestellt», erklärte Florian Frei, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich.
Die Festnahme des Begleiters war somit eine direkte Reaktion auf die gemeldeten Drohungen und den Besitz einer gefährlichen Waffe. Solche Situationen erfordern oft ein schnelles und entschlossenes Handeln der Behörden, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.
Nadir R.s rechtliche Vergangenheit
Nadir R., der Anfang 40 ist und ursprünglich aus Afghanistan stammt, ist bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Er wurde in der Vergangenheit wegen verschiedener Delikte verurteilt, darunter Drogenhandel, illegaler Aufenthalt und Besitz verbotener Waffen. Diese Verurteilungen führten bereits zu Haftstrafen.
Warten auf Haftantritt
Derzeit wartet Nadir R. auf den Antritt einer weiteren Haftstrafe, die aus einer früheren Verurteilung resultiert. Die aktuelle Festnahme am Samstag hatte jedoch keinen direkten Bezug zu dieser ausstehenden Haftstrafe. Dies wurde von der Kantonspolizei Zürich explizit bestätigt.
Die mehrfachen Verurteilungen zeigen eine wiederkehrende Problematik in Nadir R.s Leben. Trotz seiner öffentlichen Präsenz und Bekanntheit scheint er immer wieder in rechtliche Schwierigkeiten zu geraten, was seine Situation komplex macht.
Freilassung und weitere Konsequenzen
Nach einigen Stunden in Gewahrsam wurde Nadir R. wieder auf freien Fuss gesetzt. Sein Begleiter hingegen verbleibt weiterhin in Haft. Dies unterstreicht, dass der Fokus des Polizeieinsatzes tatsächlich auf dem Begleiter und den von ihm ausgehenden Drohungen lag.
Die schnelle Freilassung von Nadir R. deutet darauf hin, dass gegen ihn im Zusammenhang mit dem Vorfall vom Samstag keine unmittelbaren strafrechtlichen Schritte eingeleitet wurden. Die Ermittlungen gegen seinen Begleiter wegen der Drohungen und des Waffenbesitzes dauern jedoch an.
- Nadir R. war wenige Stunden in Gewahrsam.
- Sein Begleiter bleibt in Haft.
- Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit polizeilichen Handelns bei Bedrohungen.
Die Ereignisse des Samstags zeigen einmal mehr die unvorhersehbaren Aspekte von Live-Streams in sozialen Medien, wo private Momente und öffentliche Ereignisse oft verschwimmen. Die Konfrontation mit der Polizei, live übertragen, bot den Zuschauern einen ungewöhnlichen Einblick in die Realität der Strafverfolgung.





