Am Flughafen Zürich haben Einsatzkräfte des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) eine grosse Drogenlieferung sichergestellt. Bei der Kontrolle einer Frachtsendung aus den USA entdeckte ein Spürhund insgesamt 128 Kilogramm Haschisch, das in 30 Kartons versteckt war.
Wichtige Erkenntnisse
- 128 Kilogramm Haschisch wurden am Flughafen Zürich entdeckt.
- Die Drogen waren in 30 Kartons versteckt und als «wasserdichter Vinyl-Boden» deklariert.
- Ein spezialisierter Betäubungsmittelspürhund namens Iam führte die Einsatzkräfte zur Entdeckung.
- Die Lieferung stammte aus den USA und war auf vier Europapaletten verteilt.
- Die Kantonspolizei Zürich hat die Ermittlungen übernommen.
Betäubungsmittel in Fracht aus den USA
Die Frachtsendung, die aus den Vereinigten Staaten stammte, erregte die Aufmerksamkeit der Zollbeamten. Insgesamt handelte es sich um 144 Kartons, die auf vier Europapaletten verteilt waren. Diese Sendung war offiziell als «wasserdichter Vinyl-Boden» deklariert.
Solche Deklarationen sind bei Schmuggelversuchen häufig, um den wahren Inhalt zu verschleiern. Die erfahrenen Beamten des BAZG entschieden sich für eine genauere Überprüfung der verdächtigen Sendung.
Faktencheck
Die Menge von 128 Kilogramm Haschisch entspricht einem Strassenverkaufswert von mehreren Millionen Franken. Haschisch ist ein Cannabisprodukt, das aus dem Harz der Cannabispflanze hergestellt wird.
Spürhund Iam im Einsatz
Für die detaillierte Kontrolle zogen die Einsatzkräfte den spezialisierten Betäubungsmittelspürhund Iam hinzu. Hunde wie Iam spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung versteckter Substanzen, die menschlichen Sinnen oft entgehen.
Iam zeigte kurz nach Beginn seiner Arbeit an, dass sich in der Sendung verbotene Substanzen befanden. Dies bestätigte den Verdacht der Zollbeamten.
«Der Einsatz von speziell ausgebildeten Spürhunden ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Arbeit im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel. Ihre feine Nase ist oft unser bestes Werkzeug», erklärte ein Sprecher des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit.
Sicherstellung und Übergabe an Kantonspolizei
Nach der positiven Anzeige des Hundes Iam wurde die Fracht genauer untersucht. Dabei fanden die Beamten in 30 der Kartons die 128 Kilogramm Haschisch. Die Betäubungsmittel waren sorgfältig verpackt, um eine Entdeckung zu erschweren.
Die gesamte Drogenlieferung wurde umgehend sichergestellt. Anschliessend übergab das BAZG die Betäubungsmittel und die weiteren Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich. Diese wird nun die Herkunft, die genaue Zusammensetzung und die Empfänger der Drogen untersuchen.
Hintergrundinformationen
Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) ist verantwortlich für die Kontrolle des Warenverkehrs über die Schweizer Grenze. Dazu gehören auch Massnahmen zur Bekämpfung des Schmuggels von Drogen, Waffen und anderen illegalen Gütern. Der Flughafen Zürich ist ein wichtiger internationaler Umschlagplatz, der regelmässig für solche Kontrollen genutzt wird.
Häufigkeit von Drogenfunden am Flughafen
Drogenfunde am Flughafen Zürich sind keine Seltenheit. Die Zollbehörden melden regelmässig kleinere und grössere Mengen illegaler Substanzen, die versucht werden, ins Land zu bringen oder durchzuschleusen. Die Methoden der Schmuggler sind dabei vielfältig und reichen von Verstecken in Frachtsendungen über Körpertransport bis hin zu präparierten Gegenständen.
Die Zusammenarbeit zwischen BAZG und Kantonspolizei ist dabei entscheidend für den Erfolg der Ermittlungen. Jede Sicherstellung ist ein wichtiger Schlag gegen die organisierte Kriminalität und den Drogenhandel.
Die Rolle von Diensthunden im Zollwesen
- Geruchssinn: Diensthunde besitzen einen extrem feinen Geruchssinn, der es ihnen ermöglicht, kleinste Spuren von Drogen, Sprengstoffen oder anderen verbotenen Substanzen zu erkennen.
- Effizienz: Sie können grosse Mengen an Fracht oder Gepäck in kurzer Zeit überprüfen und so die Effizienz der Kontrollen erheblich steigern.
- Prävention: Die blosse Präsenz von Diensthunden wirkt oft abschreckend auf potenzielle Schmuggler.
- Spezialisierung: Hunde werden für spezifische Aufgaben ausgebildet, zum Beispiel als Betäubungsmittelspürhunde, Geldspürhunde oder Sprengstoffspürhunde.
Der aktuelle Fund unterstreicht die Bedeutung dieser spezialisierten Tiere im Kampf gegen die Kriminalität. Diensthund Iam hat durch seine Arbeit einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit geleistet.
Weitere Schritte der Ermittlungen
Die Kantonspolizei Zürich wird nun umfassende Ermittlungen durchführen. Dazu gehört die Analyse der Drogen, um ihre Herkunft und Reinheit festzustellen. Auch die Versandwege und die Identität der beteiligten Personen stehen im Fokus.
Internationale Zusammenarbeit ist bei solchen Fällen oft notwendig, da die Lieferketten des Drogenhandels global operieren. Die Behörden werden versuchen, die gesamte Kette von Produzenten bis zu den Endabnehmern aufzudecken.





