Der FC Winterthur ist im Achtelfinal des Schweizer Cups ausgeschieden. Das Team unterlag Stade Lausanne-Ouchy mit 0:1. Die Niederlage gegen den Zweitligisten ist eine erneute Enttäuschung für den Super-League-Club, der seine jüngsten Erfolge nicht fortsetzen konnte. Die Grasshoppers hingegen zogen ins Viertelfinale ein.
Wichtige Erkenntnisse
- Der FC Winterthur verlor im Cup-Achtelfinal 0:1 gegen Stade Lausanne-Ouchy.
- Warren Caddy erzielte das einzige Tor für Lausanne-Ouchy in der 60. Minute.
- Der FCW konnte den Schwung des Liga-Sieges in Luzern nicht nutzen.
- Die Grasshoppers besiegten Cham mit 2:1 und erreichen erstmals seit fünf Jahren das Viertelfinale.
- Neuchâtel Xamax setzte sich im Penaltyschiessen gegen Nyon durch.
Winterthur kann Erfolge nicht bestätigen
Nach dem wichtigen Liga-Sieg am Wochenende in Luzern hoffte der FC Winterthur auf einen weiteren Erfolg im Schweizer Cup. Trainer Patrick Rahmen konnte jedoch nicht erleben, wie sein Team die Leistung bestätigte. Gegen Stade Lausanne-Ouchy, einen soliden Gegner aus der Challenge League, zeigte der FCW keine dominante Vorstellung.
Die Waadtländer, die auf dem fünften Platz der Challenge League liegen, präsentierten sich als ebenbürtiger Gegner. Ein Klassenunterschied war während der Partie kaum erkennbar. Der FC Winterthur, Tabellenletzter der Super League, fand selten zu seinen gewohnten Druckphasen.
Faktencheck
- Endergebnis: Stade Lausanne-Ouchy 1:0 FC Winterthur
- Torschütze: Warren Caddy (60. Minute)
- Wichtige Chancen FCW: Francis Momoh (72. Minute, Pfostenschuss), Andrin Hunziker (Nachspielzeit, freistehend)
Entscheidendes Tor und verpasste Chancen
Das entscheidende Tor fiel in der 60. Minute. Warren Caddy, der Topscorer von Stade Lausanne-Ouchy, traf zum 1:0. Dieser Treffer besiegelte das Schicksal der Winterthurer im Cup. Der Erfolg der Waadtländer war verdient, da sie über weite Strecken die bessere Mannschaft waren.
Der FC Winterthur versuchte, eine Reaktion zu zeigen, kam dem Ausgleich aber nicht nahe genug. Francis Momoh traf in der 72. Minute lediglich den Pfosten. In der Nachspielzeit hatte Andrin Hunziker eine weitere Grosschance. Er stand freistehend vor dem fast leeren Tor, konnte den Ball aber nicht verwerten.
«Wir haben in der zweiten Hälfte nicht mehr unser Niveau erreicht, um mitzuhalten. Deswegen, glaube ich, war es ein verdienter Sieg auch in dieser Höhe.»
Grasshoppers ziehen ins Viertelfinale ein
Anders verlief der Abend für die Grasshoppers. Sie traten auswärts gegen Cham an, ein Überraschungsteam aus der Promotion League, das zuvor Lugano bezwungen hatte. Vor über 3700 Zuschauern zeigten die Zürcher ein starkes erstes Viertel und sicherten sich einen 2:1-Sieg.
Die Tore für GC fielen innerhalb von drei Minuten. In der 18. Minute traf Maximilian Ullmann aus einem fast unmöglichen Winkel zum 0:1. Nur drei Minuten später erhöhte Dirk Abels mit einem Volley von der Strafraumgrenze auf 0:2. Diese frühe Führung gab den Grasshoppers die nötige Sicherheit.
Hintergrund zum Schweizer Cup
Der Schweizer Cup ist der wichtigste nationale Pokalwettbewerb im Schweizer Fussball. Er wird jährlich vom Schweizerischen Fussballverband (SFV) organisiert und steht allen Vereinen des Landes offen. Das Turnier bietet auch kleineren Clubs die Möglichkeit, sich mit Teams aus höheren Ligen zu messen und für Überraschungen zu sorgen.
Spannung bis zum Schluss in Cham
Der Anschlusstreffer für Cham fiel erst in der Nachspielzeit. Joël Ris verwandelte einen Penalty zum 1:2. Dieser Treffer kam jedoch zu spät, um die Grasshoppers noch ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. GC steht damit zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder im Cup-Viertelfinale, ein wichtiger Erfolg für den Rekordsieger.
Die Zuschauer in Cham erlebten eine spannende Partie, in der die Grasshoppers ihre Klasse in der Anfangsphase zeigten. Trotz des späten Gegentreffers kontrollierten sie das Spiel weitestgehend und verdienten sich den Einzug in die nächste Runde.
Weitere Cup-Ergebnisse: Xamax im Viertelfinale
Auch Neuchâtel Xamax konnte sich einen Platz im Viertelfinale sichern. Sie trafen auf den Challenge-League-Konkurrenten Nyon, der zuvor den FCZ ausgeschaltet hatte. Nach 90 und 120 Minuten stand es 1:1, sodass die Entscheidung im Penaltyschiessen fallen musste.
Die Neuenburger behielten die Nerven und gewannen das Penaltyschiessen mit 4:2. Damit erreicht Neuchâtel Xamax zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder das Viertelfinale des Schweizer Cups. Diese Ergebnisse zeigen die Unberechenbarkeit und Spannung, die der Cup jedes Jahr bietet.
Für den FC Winterthur bedeutet das Ausscheiden aus dem Cup eine weitere Enttäuschung in einer bereits schwierigen Saison. Der Fokus muss nun vollständig auf der Super League liegen, um dort den Klassenerhalt zu sichern.





