Der FC Winterthur hat am 24. Spieltag der Super League eine schmerzhafte 0:3-Niederlage gegen den FC Zürich im Letzigrund erlitten. Trotz eines vielversprechenden Starts und zahlreicher Torchancen scheiterte die Mannschaft an ihrer mangelnden Effizienz vor dem Tor. Der FC Zürich nutzte seine Gelegenheiten konsequent und beendete damit eine Serie von sieben sieglosen Spielen.
Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Winterthur verlor das Auswärtsspiel gegen den FC Zürich klar mit 0:3.
- Winterthur vergab in der ersten Minute eine Grosschance zur Führung und scheiterte wiederholt an der Chancenverwertung.
- Nevio Di Giusto (7. Minute) und Philippe Kény (29. und 98. Minute) erzielten die Tore für den FCZ.
- Für den FC Zürich war es der erste Sieg nach sieben sieglosen Partien in der Meisterschaft.
- Winterthur bleibt durch die Niederlage am Tabellenende.
Ein Spiel der verpassten Gelegenheiten
Der FC Winterthur startete furios in die Partie und hätte bereits nach wenigen Sekunden in Führung gehen müssen. Unmittelbar nach dem Anpfiff erspielte sich das Team eine Dreifachchance, bei der zunächst Théo Golliard den Ball verfehlte und schliesslich Andrin Hunziker das leere Tor nicht traf. Diese Szene sollte sinnbildlich für den gesamten Spielverlauf der Eulachstädter stehen.
Während Winterthur seine Möglichkeiten ungenutzt liess, zeigte sich der FC Zürich von seiner kaltschnäuzigen Seite. Die Gastgeber, die zuvor eine lange Durststrecke durchlitten hatten, bestraften die Nachlässigkeiten der Winterthurer Defensive eiskalt.
Zürich schlägt früh zu
In der 7. Spielminute fiel bereits der erste Treffer für die Stadtzürcher. Nach einer Flanke von Philippe Kény konnte die Winterthurer Abwehr den Ball nicht entscheidend klären. Nevio Di Giusto nutzte die Unordnung und erzielte mit einem Volleyschuss sein erstes Tor in der Super League zum 1:0.
Winterthur liess sich davon zunächst nicht entmutigen und kam nur neun Minuten später zur nächsten grossen Ausgleichschance. Andrin Hunziker lief nach einem langen Ball allein auf FCZ-Torhüter Silas Huber zu, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Schlussmann. Es war eine weitere vergebene Gelegenheit, die sich rächen sollte.
Zahlen zum Spiel
- Tore: 3 (Di Giusto, Kény 2x)
- Siegesserie beendet: Für den FCZ war es der erste Sieg nach 7 Spielen.
- Torschütze: Philippe Kény erzielte seine Saisontore 9 und 10.
- Vergebener Elfmeter: Kény scheiterte in der 81. Minute vom Punkt an FCW-Goalie Stefanos Kapino.
Kénys Treffer sorgt für Vorentscheidung
Der FC Zürich agierte deutlich effizienter. In der 29. Minute erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Bledian Krasniqi setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente am kurzen Pfosten Philippe Kény, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Für den besten Torschützen des FCZ war es bereits der neunte Saisontreffer.
Dieser zweite Gegentreffer traf den FC Winterthur sichtlich. Die Mannschaft wirkte verunsichert und fand bis zur Halbzeitpause keine passende Antwort mehr. Die mangelnde Chancenverwertung in der Anfangsphase hatte dem Team den Wind aus den Segeln genommen.
Stimmen zum Spiel
Nach dem Spiel zeigten sich die Beteiligten selbstkritisch. Winterthurs Trainer Patrick Rahmen betonte die Notwendigkeit, auf diesem Niveau die sich bietenden Chancen zu nutzen. FCZ-Spieler Mirlind Kryeziu forderte trotz des Sieges mehr Effizienz von seinem Team, während Torschütze Nevio Di Giusto sich über sein erstes Super-League-Tor freute: "Das erste Tor bedeutet mir sehr viel."
Keine Wende in der zweiten Halbzeit
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es dem FC Winterthur nicht, das Spiel zu drehen. Zwar versuchte die Mannschaft, den Druck zu erhöhen, doch die Aktionen blieben oft zu unpräzise. Die Zürcher Defensive stand kompakt und liess nur wenige klare Möglichkeiten zu.
Andrin Hunziker hatte nach knapp einer Stunde erneut zwei Gelegenheiten, konnte aber auch diese nicht verwerten. Ein artistischer Fallrückzieher von Théo Golliard verfehlte das Tor knapp und war eine der wenigen gefährlichen Aktionen der Gäste in der zweiten Hälfte.
Kény setzt den Schlusspunkt
Die zunehmenden Offensivbemühungen von Winterthur eröffneten dem FCZ Konterräume. In der 81. Minute führte ein solcher Angriff zu einem Elfmeter, als Remo Arnold im Strafraum Kény foulte. Der Gefoulte trat selbst an, scheiterte jedoch am stark reagierenden Winterthurer Torhüter Stefanos Kapino.
"Ich sehe eine Truppe, die lebt und das Herz am richtigen Fleck hat", erklärte Winterthurs Dennis Hediger trotz der Niederlage und betonte den Kampfgeist der Mannschaft.
Eine Schlussoffensive der Winterthurer blieb nach dem gehaltenen Elfmeter jedoch aus. Stattdessen setzte der FC Zürich den Schlusspunkt. In der achten Minute der Nachspielzeit verwandelte Philippe Kény einen Freistoss direkt und unhaltbar in den Winkel zum 3:0-Endstand.
Ausblick auf die nächsten Spiele
Für beide Mannschaften geht es am kommenden Samstag in der Meisterschaft weiter. Der FC Winterthur steht vor einer schweren Aufgabe und gastiert bei den Berner Young Boys. Der FC Zürich empfängt zu Hause den FC Luzern und wird versuchen, den Schwung aus diesem wichtigen Sieg mitzunehmen.





