Der HC Rychenberg Winterthur hat am 20. Spieltag der Unihockey-NLA einen souveränen Heimsieg gefeiert. Vor heimischer Kulisse in der AXA Arena setzte sich das Team deutlich mit 10:3 gegen Unihockey Basel Regio durch und festigte damit seine Position in der Tabelle. Für die Gäste aus Basel bedeutet die Niederlage das wahrscheinliche Ende aller Playoff-Hoffnungen.
Das Wichtigste in Kürze
- Der HC Rychenberg Winterthur gewinnt klar mit 10:3 gegen Unihockey Basel Regio.
- Für Basel Regio war es die sechste Niederlage in Folge, die Playoff-Teilnahme ist so gut wie ausgeschlossen.
- Winterthur dominierte das Spiel, insbesondere im letzten Drittel mit sechs Toren in Folge.
- Basel kämpft nun in den verbleibenden Runden um eine gute Ausgangslage für die Playouts.
Ein einseitiges Spiel in der AXA Arena
Vor 1523 Zuschauern in der Winterthurer AXA Arena liess der HCR von Beginn an wenig Zweifel am späteren Sieger aufkommen. Die Gastgeber agierten druckvoll und zielstrebig, während die Gäste aus Basel sichtlich mit den Folgen ihrer anhaltenden Negativserie zu kämpfen hatten. Zur Spielhälfte führte Winterthur bereits komfortabel mit 4:1.
Zwar zeigten die Basler im mittleren Spielabschnitt eine kurze Phase des Aufbäumens, als sie durch Tore von Degen (33. Minute) und Lamminen (35. Minute) auf 3:4 verkürzen konnten. Diese Hoffnung auf eine Wende war jedoch nur von kurzer Dauer. Die Reaktion der Winterthurer fiel umso deutlicher aus.
Statistik des Spiels
Endstand: 10:3
Zuschauer: 1523 in der AXA Arena, Winterthur
Besonderheit: Sechs unbeantwortete Tore des HC Rychenberg im Schlussdrittel besiegelten den Sieg.
Winterthur dreht im Schlussdrittel auf
Nach der kurzen Aufholjagd der Basler übernahm der HC Rychenberg wieder vollständig die Kontrolle über das Spielgeschehen. Die Angriffe rollten nun fast ohne Unterbrechung auf das Tor der Gäste. Die Defensive von Basel Regio fand keine Mittel mehr, um den Offensivdrang der Winterthurer zu stoppen.
Mit einer beeindruckenden Serie von sechs Toren in Folge schraubte der HCR das Ergebnis in die Höhe und sorgte für klare Verhältnisse. Die Mannschaft zeigte sich spielfreudig und effizient im Abschluss, was den deutlichen 10:3-Heimsieg am Ende perfekt widerspiegelte.
Basels Krise spitzt sich zu
Für Unihockey Basel Regio ist die Niederlage in Winterthur ein weiterer schwerer Rückschlag. Es ist die sechste Pleite in Serie, und das Team bleibt im neuen Kalenderjahr weiterhin ohne Sieg. Die Mannschaft, die vor der Winterpause noch auf dem achten Tabellenrang und damit auf einem Playoff-Platz lag, ist nun auf den neunten Platz abgerutscht.
Vom Playoff-Traum zum Abstiegskampf
Die aktuelle Niederlagenserie hat die Saisonziele von Basel Regio drastisch verändert. Statt um die Meisterschafts-Playoffs zu kämpfen, muss sich das Team nun auf die Playouts konzentrieren, um den Ligaerhalt zu sichern. Das Verpassen der Playoffs wäre das vierte Mal in Folge.
Die Verunsicherung war dem Team von Trainer Ilkka Kittilä deutlich anzumerken. Das Selbstvertrauen scheint nach den jüngsten Misserfolgen aufgebraucht. Es fehlte an Aggressivität in der Defensive und an Präzision im Passspiel. Viele Angriffsversuche scheiterten bereits im Aufbau, was einen konstruktiven Spielaufbau kaum zuliess.
Taktische Umstellungen ohne Wirkung
Trainer Kittilä, dessen Vertrag erst kürzlich um zwei Jahre verlängert wurde, versuchte mit personellen Umstellungen, die Negativserie zu durchbrechen. So agierte der gelernte Verteidiger Palvaila als Center in der zweiten Linie, während Stürmer Amstutz erstmals als Verteidiger auflief. Diese Experimente zeigten jedoch nicht die erhoffte Wirkung und konnten die defensive Instabilität nicht beheben.
"Die Passqualität reicht bei den wenigen Leistungsträgern für NLA-Niveau, in der Breite des Kaders ist sie zurzeit ungenügend", so eine Beobachtung zum Zustand des Basler Teams.
Blick nach vorn: Fokus auf die Playouts
Mit der Niederlage in Winterthur und dem gleichzeitigen Sieg der Grasshoppers gegen Malans ist die Playoff-Teilnahme für Basel Regio praktisch unerreichbar geworden. In den verbleibenden zwei Runden der regulären Saison droht nun sogar ein Abrutschen auf den elften Tabellenplatz.
Der Fokus richtet sich nun voll auf den Abstiegskampf. Um sich eine möglichst gute Ausgangslage für die Playouts zu sichern, ist das nächste Spiel von entscheidender Bedeutung. Basel Regio trifft auf den Tabellenletzten UHC Wasa St. Gallen. Ein Sieg in dieser Partie ist Pflicht, um mit einem mentalen Vorteil in die entscheidende Phase der Saison zu gehen. Angesichts der aktuellen Form dürfte dies jedoch keine einfache Aufgabe werden.





