Der SC Küsnacht hat sich in einem spannenden Derby gegen den EHC Bassersdorf mit einem klaren 4:1-Sieg durchgesetzt und damit die Tabellenspitze der Gruppe 2 in der 2. Liga erobert. Dieser Erfolg ist besonders bemerkenswert, da die Seebuben im Oktober noch eine deutliche 1:4-Niederlage gegen denselben Gegner hinnehmen mussten. Die Mannschaft zeigte eine beeindruckende Leistungssteigerung über die gesamte Saison.
Wichtige Erkenntnisse
- SC Küsnacht gewinnt 4:1 gegen EHC Bassersdorf.
- Küsnacht übernimmt die Tabellenführung in der Gruppe 2 der 2. Liga.
- Die Bischof-Brüder drehten das Spiel im ersten Drittel.
- Noel Gander erzielte sein elftes Saisontor.
- Spannendes Finale der Qualifikationsrunde erwartet.
Saisonverlauf und Revanche gegen Bassersdorf
Der SC Küsnacht zeigte im Verlauf der Saison eine bemerkenswerte Entwicklung. Nach der klaren Niederlage gegen Bassersdorf im Oktober, als man auf eigenem Eis mit 1:4 unterlag, arbeitete sich das Team kontinuierlich in der Tabelle nach oben. Der EHC Bassersdorf hingegen stagnierte eher, was Küsnacht die Möglichkeit gab, Boden gutzumachen.
Die Partie in Kloten war von Beginn an intensiv. Bassersdorf, als Gastgeber, startete selbstbewusst. Bereits in der sechsten Spielminute erhielten sie einen Penalty zugesprochen, den sie jedoch nicht verwerten konnten. Die Stimmung in der Halle war geladen, da beide Teams wussten, wie wichtig dieses Spiel für die Tabellenposition war.
Faktencheck
- Ergebnis: SC Küsnacht 4:1 EHC Bassersdorf
- Tore Küsnacht: Matthias Bischof, Lorenz Bischof, Noel Gander, Morris Bernardi
- Ganders Saisontore: 11
- Tabellenführung: Punktgleich mit EV Dielsdorf-Niederhasli und HC Ascona Rivers
Die Wende durch die Bischof-Brüder
In der 13. Spielminute gelang Simon Figi, dem Sohn des bekannten TV-Sportreporters Stefan Figi, das Führungstor zum 1:0 für Bassersdorf. Dieser Treffer schien die Heimmannschaft zu beflügeln. Doch die Freude währte nicht lange. Kurz vor der ersten Drittelpause drehten die Gebrüder Matthias und Lorenz Bischof das Spiel.
"Die Bischof-Brüder zeigten eine beeindruckende Leistung und brachten unser Team mit ihrem Doppelschlag zurück ins Spiel."
Mit einem schnellen Doppelschlag stellten sie den Spielstand auf 2:1 zugunsten des SC Küsnacht. Dieser Moment war ein entscheidender Wendepunkt. Die Seebuben gingen mit einem knappen Vorsprung in die erste Pause, was ihnen moralischen Auftrieb gab und die Strategie für das Mitteldrittel festigte.
Dominanz im Mitteldrittel
Das zweite Drittel begann mit einem Powerplay für Küsnacht, das jedoch ungenutzt blieb. Trotzdem liess sich das Team nicht beirren. Zur Spielhälfte war es Noel Gander, der mit seinem elften Saisontor das 3:1 erzielte. Gander bewies einmal mehr seine Qualitäten als Torschütze und festigte die Führung seiner Mannschaft.
Kurz vor dem Ende des zweiten Drittels setzte Morris Bernardi einen weiteren Treffer zum 4:1. Dieser Treffer sorgte für eine komfortable Führung und signalisierte, dass Küsnacht auf dem besten Weg zu einem weiteren positiven Ergebnis war. Die Defensive stand stabil, und die Angriffe waren präzise.
Verpasste Chancen und souveräner Sieg
Im Schlussabschnitt versuchte der EHC Bassersdorf, das Spiel noch zu drehen. Sie hatten eine Überzahlsituation, konnten diese aber nicht in einen Treffer ummünzen. Auch Küsnacht vergab im letzten Drittel gleich drei Powerplaymöglichkeiten. Trotz dieser verpassten Chancen hielten die Seebuben das Ergebnis fest.
Die defensive Leistung des SC Küsnacht war während des gesamten Spiels abgeklärt und engagiert. Sie liessen Bassersdorf kaum gefährliche Torchancen zu und brachten den Sieg souverän nach Hause. Die Mannschaft zeigte nicht nur offensive Stärke, sondern auch eine solide Teamleistung in der Verteidigung.
Hintergrundinformationen
Die 2. Liga im Schweizer Eishockey ist eine wichtige Amateurliga. Sie dient oft als Sprungbrett für junge Talente und bietet spannende regionale Derbys. Der Kampf um die Tabellenspitze ist in dieser Liga oft sehr eng, da viele Teams ein ähnliches Leistungsniveau aufweisen.
Die Playoffs, die im Februar beginnen, sind der Höhepunkt der Saison. Der Gruppensieg ist entscheidend für eine gute Ausgangsposition in den Play-offs und kann den Weg zum Aufstieg ebnen.
Hochspannung vor dem Qualifikationsschluss
Der Sieg des SC Küsnacht ist umso wichtiger, da der bisherige Leader EV Dielsdorf-Niederhasli überraschend beim Tabellenletzten Chiasso mit 2:3 verlor. Dies bedeutet, dass der SCK nun punktgleich mit Dielsdorf-Niederhasli und dem HC Ascona Rivers an der Spitze steht. Die letzte Qualifikationsrunde verspricht daher höchste Spannung.
Am kommenden Samstag empfängt der SC Küsnacht zu Hause den EHC Urdorf. Urdorf befindet sich auf dem zweitletzten Tabellenrang und kann sich nicht mehr aus der Abstiegsrunde retten. Das Spiel findet auf der KEK um 20 Uhr statt. Dielsdorf muss derweil auf eigenem Eis gegen den Tabellendritten Ascona antreten.
Der Kampf um den Gruppensieg vor den im Februar beginnenden Playoffs ist somit völlig offen. Jedes Tor und jeder Punkt werden in der letzten Runde entscheidend sein. Fans können sich auf einen spannenden Eishockeyabend freuen, der über die finale Rangierung entscheidet.





