Ein Airbus A320 der Fluggesellschaft Edelweiss, Flug WK399 aus Catania, musste am Donnerstagmittag beim Anflug auf den Flughafen Zürich ein Durchstartmanöver durchführen. Grund war ein Privatjet, der die Landebahn noch blockierte. Erst nach einer zusätzlichen Schleife konnte die Maschine sicher landen.
Wichtige Erkenntnisse
- Edelweiss-Flug WK399 musste in Zürich durchstarten.
- Ein Privatjet blockierte die Piste 14.
- Die Crew wurde im Tower vorgewarnt.
- Der Airbus landete nach einer Zusatzrunde sicher.
- Der Privatjet war nach Zürich umgeleitet worden.
Zwischenfall am Zürcher Flughafen
Der Vorfall ereignete sich gegen 11:30 Uhr. Der Edelweiss-Airbus befand sich im Endanflug auf die Piste 14. Im Cockpit der Ferienfluggesellschaft hatte die Crew bereits eine Warnung erhalten, dass sich die Landefreigabe verzögern könnte. Diese Vorsichtsmassnahme erwies sich als notwendig.
Rund 30 Sekunden später kam die klare Anweisung vom Tower: Das Flugzeug sollte durchstarten. Dies bedeutet, dass die Piloten den Landeanflug abbrachen und wieder in die Luft stiegen, um eine erneute Landung vorzubereiten. Ein solches Manöver wird aus Sicherheitsgründen durchgeführt, wenn die Landebahn nicht frei ist oder andere unvorhergesehene Ereignisse eintreten.
Faktencheck: Durchstarten
- Ein Durchstartmanöver ist ein Standardverfahren in der Luftfahrt.
- Es wird eingeleitet, wenn eine sichere Landung nicht gewährleistet ist.
- Häufige Gründe sind blockierte Pisten, Querwinde oder technische Probleme.
- Die Piloten erhöhen die Triebwerksleistung und steigen wieder auf.
Der blockierende Privatjet
Die Ursache für das Durchstarten war eine Cessna Citation CJ2. Dieser zweistrahlige Privatjet war kurz zuvor auf derselben Piste gelandet und hatte diese noch nicht vollständig geräumt. Die Cessna, welche der deutschen FSH Aviation mit Sitz in Schkeuditz bei Leipzig/Halle gehört, rollte mit etwa 50 km/h von der Piste.
Der Privatjet war ursprünglich aus Blackpool, Grossbritannien, gestartet und sollte den Flugplatz Buochs im Kanton Nidwalden anfliegen. Kurzfristig wurde der Flug jedoch nach Zürich umgeleitet. Die Gründe für diese Umleitung sind nicht bekannt. Solche Umleitungen können verschiedene Ursachen haben, darunter Wetterbedingungen, technische Probleme am Zielflughafen oder betriebliche Gründe.
„Sicherheit hat in der Luftfahrt immer oberste Priorität. Durchstartmanöver sind ein klares Zeichen dafür, dass das System funktioniert und Piloten sowie Fluglotsen im Ernstfall richtig reagieren.“
– Ein Sprecher des Zürcher Flughafens
Die Route nach dem Durchstarten
Nach dem Durchstartbefehl stieg der Edelweiss-Airbus auf eine Höhe von rund 1800 Metern. Die Maschine drehte daraufhin eine Schleife. Diese führte über Winterthur und weiter in den süddeutschen Raum, um genügend Abstand und Höhe für einen zweiten Anflug zu gewinnen.
Um 11:49 Uhr, etwa 19 Minuten nach dem ersten Anflugversuch, konnte der Edelweiss-Flug WK399 schliesslich sicher in Zürich landen. Die Passagiere an Bord erlebten zwar eine ungewöhnliche Situation, blieben aber unversehrt. Der Zwischenfall zeigt die Präzision und die hohen Sicherheitsstandards im Flugverkehr.
Hintergrundinformationen zum Flughafen Zürich
Der Flughafen Zürich ist der grösste internationale Flughafen der Schweiz. Er dient als Drehkreuz für Swiss International Air Lines und Edelweiss Air. Pro Jahr werden hier Millionen von Passagieren und Tonnen von Fracht abgefertigt. Die Sicherheit der Flugoperationen ist ein zentrales Anliegen und wird durch strenge Vorschriften und modernste Technologie gewährleistet.
Die Fluglotsen im Tower spielen eine entscheidende Rolle bei der Koordination des Flugverkehrs. Sie überwachen ständig die Pisten und den Luftraum, um Kollisionen zu verhindern und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Ihre Anweisungen müssen von den Piloten unverzüglich befolgt werden.
Daten von Flightradar24
Die Flugdaten des Zwischenfalls wurden von Trackingdiensten wie Flightradar24 erfasst und öffentlich zugänglich gemacht. Diese Dienste ermöglichen es, Flugbewegungen in Echtzeit zu verfolgen und bieten detaillierte Informationen zu einzelnen Flügen, einschliesslich Start- und Zielorten, Flughöhen und Geschwindigkeiten. Solche Daten sind wertvoll für die Analyse von Flugereignissen und tragen zur Transparenz im Luftverkehr bei.
Die genauen Standortdaten und Endgeräteeigenschaften sind für die Identifikation solcher Vorfälle entscheidend. Sie helfen dabei, den Verlauf eines Fluges präzise zu rekonstruieren und mögliche Ursachen zu analysieren. Dies ist ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitskultur in der Luftfahrt, die ständig darauf abzielt, Prozesse zu optimieren und Risiken zu minimieren.
Auswirkungen auf den Flugbetrieb
Obwohl ein Durchstartmanöver für Passagiere beunruhigend wirken kann, ist es ein routinemässiges Sicherheitsverfahren. Der Zwischenfall führte zu einer geringfügigen Verzögerung für die Passagiere des Edelweiss-Fluges. Grössere Auswirkungen auf den gesamten Flugbetrieb am Flughafen Zürich gab es jedoch nicht.
Die schnelle und professionelle Reaktion der Fluglotsen und der Edelweiss-Crew verhinderte eine potenziell gefährliche Situation. Dies unterstreicht die hohe Ausbildung und Koordination, die im modernen Luftverkehr erforderlich ist, um die Sicherheit von Millionen von Reisenden täglich zu gewährleisten.





