Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz hat pünktlich zu den Feiertagen eine umfangreiche Weihnachtsaktion durchgeführt. Insgesamt 83 ihrer 90 Schweizer Partnerorganisationen erhielten spezielle Futterlieferungen. Diese Unterstützung ist für viele Tierheime und Auffangstationen in der Schweiz von entscheidender Bedeutung, insbesondere angesichts steigender Tierzahlen und Futterkosten.
Wichtige Punkte
- Die Susy Utzinger Stiftung lieferte 72 Paletten Futter an 83 Schweizer Tierheime.
- Nina Burri unterstützte die Aktion, um auf den Tierschutz aufmerksam zu machen.
- Tierheime im Kanton Schwyz kämpfen mit einem hohen Aufkommen an Katzen.
- Die Kosten für Tierhaltung und Futter sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
Grosse Hilfsaktion vor Weihnachten
Die Hilfsbereitschaft war gross, als die Susy Utzinger Stiftung ihre Weihnachtsaktion startete. Susy Utzinger, die Leiterin der Stiftung, packte selbst mit an. Gemeinsam mit Nina Burri, der bekannten Schlangenfrau und Moderatorin, schleppte sie 15 Kilogramm schwere Futtersäcke. Ziel war das Tierheim Burg in Seewen im Kanton Schwyz. Diese Lieferungen sind Teil einer grösseren Initiative, die landesweit 83 Partnerorganisationen erreicht.
Die Stiftung verteilte insgesamt 72 Paletten Futter. Die Partnerorganisationen durften im Vorfeld Wünsche äussern. Oft standen teure Spezialfutter wie Nierendiäten auf den Wunschlisten. Solche Futter sind für Tiere mit besonderen Bedürfnissen unerlässlich und belasten die Budgets der Heime stark.
Faktencheck
- 83 von 90 Schweizer Partnerorganisationen erhielten Weihnachtslieferungen.
- Insgesamt wurden 72 Paletten Futter verteilt.
- Ein Futtersack wiegt durchschnittlich 15 Kilogramm.
Das Katzenproblem im Kanton Schwyz
Im Tierheim Burg in Seewen ist die Situation besonders herausfordernd. Sheryl Helbling, die 22-jährige Leiterin des Heims, bestätigt die Dringlichkeit der Futterlieferungen. Sie sagt: «Solche Futterlieferungen sind für uns unglaublich wichtig. Wir haben viele Tiere, die Hunger haben.» Das Tierheim beherbergt momentan 17 Katzen und drei Hunde, die ein neues Zuhause suchen.
Roger Widmer, Präsident des Tierschutzes Schwyz, spricht von einem «Katzenproblem» im Kanton. Er erklärt, dass sich Bauernhofkatzen oft unkontrolliert vermehren. Dies führt zu einer hohen Anzahl herrenloser Tiere. Besonders im Herbst und Winter werden viele Findelkatzen abgegeben. «Dann haben die Menschen Mitleid mit ihnen, weil es so kalt ist», erklärt Sheryl Helbling.
«Der Kanton Schwyz hat ein Katzenproblem.»
Steigende Kosten im Tierschutz
Die Tierschutzarbeit wird zunehmend kostspieliger. Die Susy Utzinger Stiftung führt ein spezielles Futterkonto, dessen Erlöse direkt in Futter investiert werden. Die Stiftung berichtet, dass die Zahl der heimatlosen Tiere sowie die Futter- und Unterhaltskosten in den letzten Jahren gestiegen sind. Diese Teuerungen sind für alle Tierheime und Tierschutzorganisationen spürbar.
Die finanzielle Belastung ist ein grosses Thema. Tierfreunde können helfen, indem sie spenden. Zeit, Geld oder Futter sind immer willkommen. Tierschutz soll ein Teil des Alltags sein, betont Susy Utzinger.
Hintergrund: Die Susy Utzinger Stiftung
Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) wurde 1993 gegründet. Sie setzt sich für nachhaltigen Tierschutz ein und unterstützt Tierheime sowie Auffangstationen in der Schweiz und im Ausland. Die Stiftung organisiert regelmässig Arbeitstage und stellt Hilfskräfte zur Verfügung, damit Tierheime auch grössere Projekte umsetzen können. Ein wichtiger Grundsatz ist, nur Organisationen zu unterstützen, die nachhaltig arbeiten und Mindeststandards im Tierschutz einhalten.
Prominente Unterstützung für den Tierschutz
Um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, begleitete Nina Burri die Aktion. Die Schlangenfrau und angehende Ergotherapeutin gibt dem Tierschutz ein Gesicht. Sie engagiert sich aus Überzeugung.
«Tiere liegen mir am Herzen, und als Susy Utzinger mich gefragt hat, habe ich sofort zugesagt.»
Susy Utzinger ist überzeugt, dass Prominente eine wichtige Rolle spielen. Sie ermöglichen den Menschen, sich mit dem Tierschutz zu identifizieren. Nina Burri ergänzt, dass die unterstützten Organisationen «Hand und Fuss haben» müssen. Nur dann könne sie voll dahinterstehen. Bei der Arbeit der Susy Utzinger Stiftung ist dies für sie gegeben.
Was Tierfreunde wissen sollten
Experten geben wichtige Ratschläge für Tierfreunde:
- Susy Utzinger: «Tierschutz soll Teil des Alltags sein. Hat jemand genügend Zeit, Geld oder Futter, freuen wir uns über eine Spende.»
- Roger Widmer: «Macht euch Gedanken bei der Anschaffung eines Tieres. Tiere sind teuer und haben artspezifische Bedürfnisse.»
- Sheryl Helbling: «Haltet die Augen offen. Meldet es, wenn es einer Katze oder einem Hund nicht gut geht. Aber bitte keine Tiere anfüttern – lieber bei einer Tierärztin oder einem Tierarzt den Chip auslesen lassen.»
Diese Ratschläge unterstreichen die Verantwortung, die mit der Haltung von Tieren einhergeht. Gleichzeitig zeigen sie einfache Wege auf, wie jeder Einzelne zum Tierschutz beitragen kann.
Blick ins Tierheim Burg
Das Tierheim Burg bietet seinen Schützlingen eine gute Umgebung. Von dort aus geniesst man das Panorama der Mythen. Im Aussenzwinger tollt ein kleines Rudel Hunde im Schnee. Die Katzen schlummern warm eingemummelt in ihren Katzenzimmern oder im Wintergarten. Die Helferinnen und Helfer erholen sich im Büro von der anstrengenden Arbeit. Die Tiere werden glücklicherweise meist schnell vermittelt.
Die nachhaltige Arbeit und die Einhaltung der Tierschutzstandards sind im Tierheim Burg offensichtlich. Dies ist eine Voraussetzung für die Unterstützung durch die Susy Utzinger Stiftung. Solche Organisationen sind entscheidend, um Tieren in Not eine zweite Chance zu geben.





