Das Zürcher Kontrollschild «ZH 25», das im Juni 2025 für beeindruckende 126'000 Franken versteigert wurde, ziert nun einen Betonmischer des Bauunternehmens Kibag. Dieser unerwartete Anblick sorgt für Aufsehen, da solche tiefen Nummern üblicherweise an Luxusfahrzeugen zu finden sind. Das Unternehmen bestätigt den Kauf und erklärt die Motivation dahinter.
Wichtige Punkte
- Das Kontrollschild «ZH 25» wurde für 126'000 Franken versteigert.
- Es ist nun an einem vollelektrischen Betonmischer der Firma Kibag angebracht.
- Kibag erwarb das Schild, um ihren Chauffeuren eine Freude zu machen.
- Ursprünglich suchte Kibag das Schild «ZH 26» für ihr 100-jähriges Jubiläum.
Ein Luxusschild auf dem Baufahrzeug
Ein ungewöhnlicher Anblick auf Zürichs Strassen: Das Kontrollschild «ZH 25» schmückt keinen Sportwagen oder eine Limousine, sondern einen robusten Betonmischer. Ein aufmerksamer Beobachter entdeckte das Schild auf der Europabrücke. Er zeigte sich überrascht, da solche tiefen Nummern oft mit teuren Fahrzeugen assoziiert werden.
Die Versteigerung des Schildes «ZH 25» im Juni 2025 war ein Bieterkampf. Der finale Preis von 126'000 Franken machte es zu einem der teuersten Kontrollschilder im Kanton Zürich. Die Identität des Käufers blieb damals geheim. Nun ist klar, dass es die Kibag ist, die das begehrte Schild einsetzt.
Interessanter Fakt
Das Nummernschild «ZH 24» wurde beispielsweise an einem Lamborghini Urus gesehen, was die Erwartungshaltung für solche tiefen Nummern untermauert.
Freude für die Chauffeure als Motivation
Anja Rubin, Mediensprecherin der Kibag, bestätigte auf Anfrage die Geschichte hinter dem speziellen Nummernschild. Sie erklärte, dass «ZH 25» an einem ihrer vollelektrischen Fahrmischer angebracht ist. Dies ist einer der ersten dieser Art in Europa. Die Kibag erwarb das Schild im Dezember von einer Privatperson, nicht direkt bei der Versteigerung im Juni.
«Wir wollten unseren Chauffeurinnen und Chauffeuren eine Freude machen», sagte Anja Rubin. «Sie sind wirklich sehr, sehr stolz und haben Freude, mit dieser Nummer durch die Stadt zu fahren.»
Diese Geste soll die Wertschätzung für die Mitarbeitenden zum Ausdruck bringen. Die Freude der Chauffeure ist dem Unternehmen wichtig. Es ist ein ungewöhnlicher Weg, Mitarbeitende zu motivieren, der aber offensichtlich gut ankommt.
Ursprüngliche Wunsch-Nummer war ZH 26
Eigentlich hatte die Kibag ein anderes Nummernschild im Visier. «Noch lieber hätten wir die Nummer ZH 26 erworben», so Rubin. Der Grund dafür ist das Gründungsjahr des Unternehmens. Die Kibag wurde offiziell im Jahr 1926 gegründet. Damit feiert das Unternehmen in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum.
Doch auch ohne die exakt passende Zahl ist man bei Kibag zufrieden. «So genau müssen wir es ja auch wieder nicht nehmen», scherzte Rubin. Die symbolische Bedeutung bleibt bestehen, und die Freude der Chauffeure zählt am Ende mehr.
Hintergrund: Die Faszination tiefer Nummernschilder
Tiefe Kontrollschildnummern sind in der Schweiz begehrt und erzielen bei Auktionen oft hohe Preise. Sie gelten als Statussymbol und sind Ausdruck von Exklusivität. Die Kantone versteigern diese Schilder, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Die Nachfrage übersteigt dabei oft das Angebot, was zu den hohen Preisen führt.
Reaktionen und Meinungen zum Kauf
Der Kauf des teuren Nummernschildes durch ein Bauunternehmen und dessen Anbringung an einem Betonmischer löst unterschiedliche Reaktionen aus. Während einige die Geste als originell und wertschätzend empfinden, sehen andere darin eine unnötige Ausgabe von Firmengeldern.
Einige Kommentare in sozialen Medien und Foren deuten darauf hin, dass ein finanzieller Bonus für alle Mitarbeitenden möglicherweise mehr Freude bereitet hätte. Andere wiederum loben die kreative Idee, die den Chauffeuren ein besonderes Gefühl der Zugehörigkeit und des Stolzes vermittelt.
Die Diskussion zeigt, wie unterschiedlich die Wahrnehmung von solchen Investitionen sein kann. Für die Kibag steht der Stolz der Mitarbeitenden im Vordergrund. Dies ist ein wichtiger Aspekt der Unternehmenskultur.
Symbolik und Wertschätzung im Arbeitsalltag
Die Entscheidung der Kibag, ein hochpreisiges Nummernschild für einen Arbeits-LKW zu erwerben, ist ein klares Zeichen. Es geht über den reinen Nutzwert hinaus. Es ist eine Investition in die Motivation und das Wohlbefinden der Belegschaft.
In einer Branche, die oft als bodenständig gilt, setzt die Kibag damit ein unverwechselbares Zeichen. Es zeigt, dass auch im Bauwesen Raum für besondere Wertschätzung und Anerkennung ist. Die Geschichte des «ZH 25» am Betonmischer wird sicherlich noch lange für Gesprächsstoff sorgen.





