Die Gemeinde Brütten, Heimat von rund 2240 Einwohnern, startet eine gezielte Initiative zur Standortförderung. Ein dreiköpfiges Team, unter der Leitung von Gemeinderat Florian Küng, engagiert sich seit März 2024 dafür, die Lebensqualität und Attraktivität des Dorfes zu erhalten und zu stärken. Ziel ist es, die Vorzüge der Wohngemeinde sichtbarer zu machen und das bürgerschaftliche Engagement zu fördern.
Wichtige Erkenntnisse
- Brütten setzt auf Standortförderung zur Erhaltung der Lebensqualität.
- Ein Dreierteam, bestehend aus Florian Küng, Jürg Stahl und Silvio Senger, leitet die Initiative.
- Eine Umfrage unter Neuzuzügern bestätigte die Attraktivität der Gemeinde.
- Zentrale Lage, gute Verkehrsanbindung und Naturverbundenheit sind Hauptattraktionen.
- Der tiefe Steuerfuss von 85 Prozent ist ein starkes Argument für Brütten.
Warum Standortförderung für eine kleine Gemeinde?
Man könnte fragen, ob eine Gemeinde mit etwas mehr als 2200 Einwohnern eine solche Initiative benötigt. Gemeinderat Florian Küng betont, dass es nicht um Wachstum geht. Vielmehr soll Brütten attraktiv bleiben und seine Vorzüge besser zur Geltung kommen. Die Bewohner sollen sich aktiv an der Gestaltung der Lebensqualität beteiligen.
Jürg Stahl, ebenfalls Mitglied der Arbeitsgruppe, ergänzt, dass es um eine Sensibilisierung der Bürger geht. Jeder soll sich fragen, welchen Beitrag er für eine schöne Wohngemeinde leisten kann, und sich gegebenenfalls engagieren. Diese Initiative zielt darauf ab, die Identität und das Gemeinschaftsgefühl in Brütten zu stärken.
Faktencheck Brütten
- Einwohnerzahl: ca. 2240
- Steuerfuss: 85 Prozent
- Lage: Nähe zu Winterthur und Zürich
- Verkehr: Gute Anbindung an ÖV und Autobahn (3 Knotenpunkte)
Die Strategie des Dreierteams
Das Team, bestehend aus Florian Küng (FDP), Jürg Stahl (SVP) und Silvio Senger (pgv), wurde vom Gemeinderat eingesetzt. Ihre Aufgabe ist es, eine externe Perspektive einzubringen und Brütten komplementär zur Gemeindeentwicklung zu fördern. Ein Kernstück der Initiative ist die neue Homepage natuerlich-bruetten.ch.
Die Website präsentiert sich in warmen Erdfarben und zeigt das Wahrzeichen der Gemeinde, die reformierte Kirche, sowie Berge, die auf die Weitsicht und Aussicht in Brütten anspielen. Sie bietet Informationen, die auf verschiedene Zielgruppen wie Familien, Paare, Singles und Geniesser zugeschnitten sind. Auch Links zu Vereinen und Institutionen sind dort zu finden.
Silvio Senger erklärt: «Wir haben bewusst eine unaufgeregte Website erstellt, welche ohne Klamauk Informationen liefert. Wir liefern Basisinformationen, alles andere findet sich auf den Linkpages.»
Viele naturnahe Bilder unterstützen die Aussagen und vermitteln einen authentischen Eindruck des Dorfes. Die Seite ist als Informationsquelle gedacht, die ohne ständige Aktualisierung grundlegende Fakten bereithält.
Erkenntnisse aus der Neuzuzüger-Umfrage
Um die Attraktivität Brüttens besser zu verstehen, führte die Arbeitsgruppe eine Umfrage unter 284 Haushaltungen durch, die zwischen 2021 und 2024 nach Brütten gezogen sind. Die Rücklaufquote von 31 Prozent überraschte die Initiatoren positiv. Dies zeigt ein hohes Interesse der neuen Bewohner am Dorfleben.
Rund 40 Prozent der Antworten kamen von Personen unter 40 Jahren, weitere 40 Prozent von der Altersklasse 40 bis 65 Jahre. Diese Altersgruppen sind entscheidend für die zukünftige Lebendigkeit und Identität des Dorfes. Florian Küng betont die Bedeutung, Personen langfristig sesshaft zu machen, um die Generationendurchmischung zu fördern.
Hintergrund zur Umfrage
Die Umfrage zielte darauf ab, die Hauptgründe für den Zuzug nach Brütten zu identifizieren und die Stärken der Gemeinde aus Sicht der neuen Bewohner zu beleuchten. Die Ergebnisse sollen als Basis für weitere Massnahmen zur Standortförderung dienen.
Die vier Hauptargumente für Brütten
Die Umfrageergebnisse zeigten vier klare Stärken, die Brütten besonders attraktiv machen:
- Zentrale Lage: Die Nähe zu den Grossstädten Winterthur und Zürich wurde mehrfach genannt.
- Gute Verkehrsanbindung: Sowohl der öffentliche Verkehr als auch die drei nahegelegenen Autobahnknotenpunkte wurden positiv hervorgehoben.
- Naturverbundenheit: Brütten bietet ein ländliches Umfeld mit Natur direkt vor der Haustür.
- Tiefer Steuerfuss: Der Steuerfuss von 85 Prozent war für viele ein entscheidendes Argument für den Umzug.
Diese Punkte bestätigen die Annahmen der Arbeitsgruppe und bieten eine solide Basis für die weitere Kommunikation der Gemeindevorzüge. Die Kombination aus urbaner Nähe und ländlicher Idylle macht Brütten besonders lebenswert.
Ausblick und weitere Schritte
Die Umfrage lieferte zwar keine bahnbrechenden, aber doch sehr positive und bestätigende Erkenntnisse. Florian Küng sieht dies als Bestätigung für die Arbeit des Gemeinderats, der bereits mit Projekten wie der Zentrumsentwicklung oder dem Arbeitsgebiet Chätzler an der Attraktivität Brüttens arbeitet.
Die Standortfördergruppe unterstützt diese Bemühungen nun auf einer emotionalen Ebene und untermauert mit Fakten, dass Brütten ein schönes und attraktives Dorf ist. Es geht darum, das Bewusstsein für die Qualitäten Brüttens zu schärfen und die Bewohner zur aktiven Mitgestaltung zu motivieren. Die Initiative «Natürlich Brütten» soll dazu beitragen, das Dorf langfristig als lebendigen und begehrten Wohnort zu erhalten.
Das Engagement des Dreierteams und die positive Resonanz der Neuzuzüger zeigen, dass Brütten auf dem richtigen Weg ist, seine einzigartige Identität zu bewahren und gleichzeitig offen für Neues zu bleiben. Die Kombination aus ländlichem Charme und guter Infrastruktur macht die Gemeinde zu einem begehrten Wohnort in der Region.





