Die geplante Jubiläumstournee des Eurovision Song Contest (ESC) wird nicht stattfinden. Dies betrifft auch das für den 20. Juni im Zürcher Hallenstadion angesetzte Konzert. Fans, die sich auf die Auftritte ehemaliger ESC-Stars und aktueller Top-Acts gefreut hatten, müssen ihre Pläne ändern.
Wichtige Punkte
- Die ESC-Jubiläumstournee wird aufgrund geringer Nachfrage abgesagt.
- Das Konzert im Zürcher Hallenstadion am 20. Juni entfällt.
- Lediglich ein kleiner Teil der Tickets wurde verkauft.
- Ticketpreise zwischen 63 und 173 Franken wurden kritisiert.
- Offizielle Bestätigung der Absage wird erwartet.
Geringe Nachfrage führt zur Absage
Die Entscheidung, die gesamte Tournee abzusagen, resultiert aus einer unerwartet geringen Ticketnachfrage. Obwohl die Tournee mit zehn Terminen in einigen der grössten Konzerthallen Europas gross angelegt war, blieb das Interesse hinter den Erwartungen zurück. Orte wie die O2-Arena in London, die Lanxess Arena in Köln und die Avicii Arena in Stockholm waren Teil des ambitionierten Plans. Jede dieser Hallen bietet Platz für über 15'000 Konzertbesucher.
Der Ticketverkauf begann am 6. Februar. Berichten zufolge wurde jedoch nur ein kleiner Bruchteil der verfügbaren Karten abgesetzt. Diese Entwicklung überrascht viele Beobachter, da der Eurovision Song Contest weltweit eine grosse Fangemeinde besitzt.
Faktencheck
- 10 Termine: Die Tour sollte in zehn grossen europäischen Arenen stattfinden.
- 15'000+ Plätze: Jede Halle bot Kapazitäten für über 15'000 Zuschauer.
- Verkaufsstart: Der Ticketverkauf begann am 6. Februar.
Kritik an den Ticketpreisen
Ein möglicher Grund für die mangelnde Nachfrage könnte in den Ticketpreisen liegen. Viele ESC-Fans äusserten Bedenken hinsichtlich der Kosten. In Zürich lagen die Preise für das günstigste Ticket bei 63 Franken. Für die besten Kategorien mussten Fans sogar 173 Franken bezahlen. Stehplätze waren für 99.90 Franken erhältlich.
Diese Preisgestaltung könnte für viele potenzielle Besucher eine Hürde dargestellt haben, insbesondere in Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der Vielzahl an Unterhaltungsangeboten.
„Die Ticketpreise waren für viele Fans wohl zu hoch angesetzt. Das schmälert die Attraktivität, selbst bei einem so beliebten Event wie dem ESC“, kommentierte ein Branchenkenner die Situation.
Geplante Stars und Schweizer Beitrag
Die Jubiläumstournee sollte eine Reihe bekannter ESC-Grössen auf die Bühne bringen. Dazu gehörten ESC-Sieger wie Johnny Logan aus Irland, Katrina aus Grossbritannien und Helena Paparizou aus Griechenland. Zusätzlich waren Auftritte der zehn bestplatzierten Acts des diesjährigen Eurovision Song Contests vorgesehen. Diese Mischung aus Legenden und aktuellen Stars sollte eigentlich ein breites Publikum anziehen.
Für die Schweiz tritt im kommenden Jahr die Thuner Sängerin Veronica Fusaro (28) an. Ihr ESC-Song wird am 11. März 2026 veröffentlicht. Obwohl diese Information nicht direkt mit der abgesagten Jubiläumstour in Verbindung steht, zeigt sie die anhaltende Bedeutung des ESC für die Schweiz.
Hintergrund: Eurovision Song Contest
Der Eurovision Song Contest ist der grösste Musikwettbewerb der Welt und zieht jährlich Millionen von Zuschauern an. Er wurde 1956 ins Leben gerufen und hat sich zu einem kulturellen Phänomen entwickelt, das für seine Vielfalt, spektakuläre Inszenierungen und unvergessliche Momente bekannt ist. Die Veranstaltung fördert den kulturellen Austausch und die Einheit in Europa.
Ausblick und offizielle Stellungnahme
Bisher blieben Anfragen an die Pressestelle des Eurovision Song Contests unbeantwortet. Auch der Schweizer Veranstalter Gadget wollte die Informationen zur Tourabsage nicht kommentieren. Es wird erwartet, dass die offizielle Kommunikation der Tournee-Absage am kommenden Montag erfolgen wird.
Die Absage wirft Fragen über die zukünftige Planung ähnlicher Events auf und wie Veranstalter die Nachfrage besser einschätzen können. Es bleibt abzuwarten, ob es in Zukunft alternative Formate oder Preismodelle für solche Jubiläumsveranstaltungen geben wird.
Die Fans in Zürich und ganz Europa müssen sich nun gedulden und auf zukünftige Gelegenheiten hoffen, ihre Lieblings-ESC-Stars live zu erleben.





