Der Rapper Bushido hat am Freitagabend seine «Alles wird gut»-Abschiedstournee im Zürcher Hallenstadion abgeschlossen. Während des Konzerts holte er seine zwölfjährige Tochter Laila auf die Bühne. Dies führte zu scharfer Kritik von Carmen Geiss, die Bushido öffentlich Heuchelei vorwarf, insbesondere wegen seiner früheren frauenfeindlichen Liedtexte.
Wichtige Erkenntnisse
- Bushido beendete seine Abschiedstournee im Zürcher Hallenstadion.
- Seine Tochter Laila (12) trat mit ihm auf der Bühne auf.
- Carmen Geiss kritisierte Bushido scharf wegen seiner früheren Texte.
- Die Kritik löste eine Debatte unter Fans aus.
Bushidos Abschiedskonzert in Zürich
Das Zürcher Hallenstadion war am Freitagabend fast ausverkauft. Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi, stand im Rahmen seiner «Alles wird gut»-Tour 2026 auf der Bühne. Diese Konzertreihe ist als sein Abschied vom Live-Geschäft angekündigt. Nach vielen erfolgreichen Jahren plant der 47-jährige Berliner Rap-Star, sich von der Konzertbühne zurückzuziehen.
Seine Frau Anna-Maria Ferchichi begleitete ihn nach Zürich. Viele Freunde reisten ebenfalls an, einige sogar aus Dubai. Anna-Maria Ferchichi teilte ihre Reise in ihren Instagram-Stories. Sie äusserte sich erfreut über das schöne Wetter in der Schweiz, wo sie zuletzt vor anderthalb Jahren gewesen waren.
Faktencheck
- Künstler: Bushido (Anis Ferchichi), 47 Jahre alt
- Tournee: «Alles wird gut»-Tour 2026 (Abschiedstour)
- Ort des Konzerts: Zürcher Hallenstadion
- Besucherdichte: Fast ausverkauft
Lailas Auftritt und die Kritik von Carmen Geiss
Ein besonderer Moment des Abends war der Auftritt von Bushidos zwölfjähriger Tochter Laila. Sie stand mit ihrem Vater auf der Bühne, der sie dabei umarmte. Laila war bereits drei Tage zuvor beim Konzert in Köln dabei gewesen. Nach dem Auftritt in Köln postete sie ein Video auf Instagram mit der Bildunterschrift: «Wir sind alle so stolz auf dich, Papa.»
Unter diesem Post auf Lailas Account fand sich ein Kommentar von Carmen Geiss. Die 60-Jährige zeigte sich alles andere als stolz auf Bushido. Ihre Worte waren deutlich und kritisch.
«Du hast jahrelang alles verteidigt, was Frauen entwürdigt und erniedrigt, mit dem billigen Argument der künstlerischen Freiheit. Heute stehst du selbst mit deiner Tochter auf der Bühne und plötzlich ist alles anders? Plötzlich geht es um Schutz, Verantwortung und Anstand? Genau das ist die Heuchelei, die ich damals schon kritisiert habe. Wer selbst Kinder hat und trotzdem solche Inhalte verharmlost, hat nichts verstanden. Das ist ein moralisches Armutszeugnis.»
Dieser Kommentar, der am Freitag veröffentlicht wurde, zielte direkt auf Bushidos frühere frauenfeindliche Texte ab und stellte seine Haltung angesichts des Auftritts mit seiner Tochter infrage. Die Vorwürfe von Geiss betreffen die moralische Verantwortung von Künstlern.
Reaktionen der Fans und Bushidos Schweigen
Die Äusserungen von Carmen Geiss lösten umgehend Reaktionen in den Kommentaren aus. Viele Bushido-Fans verteidigten den Rapper und insbesondere seine Tochter. Ein Nutzer schrieb: «Sowas bei einem kleinen Mädchen zu kommentieren, ist ein grösseres Armutszeugnis.» Ein anderer Kommentar lautete: «Auf dem Profil der Tochter? Ernsthaft? Unpassend.»
Die Kritik an Geiss richtete sich vor allem gegen den Ort ihrer Äusserung – das Profil einer Zwölfjährigen. Bisher haben weder Bushido selbst noch seine Frau Anna-Maria Ferchichi öffentlich auf den Kommentar von Carmen Geiss reagiert. Das Ehepaar hat sich zu den Vorwürfen nicht geäussert.
Hintergrund: Die Familie Ferchichi
Erst vor wenigen Wochen zogen Bushido und Anna-Maria Ferchichi mit ihren insgesamt acht gemeinsamen Kindern nach München. Sie bezogen eine luxuriöse Villa im Nobelvorort Grünwald. Trotz einer zuvor öffentlich thematisierten Ehekrise plant das Paar, künftig zwischen Dubai und Deutschland zu pendeln. Sie möchten wieder mehr Zeit in der Nähe ihrer Familie und der Natur verbringen.
Diskussion über künstlerische Freiheit und moralische Verantwortung
Der Vorfall wirft erneut die Frage auf, inwieweit Künstler für die Inhalte ihrer Texte oder Aussagen moralisch zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Carmen Geiss argumentiert, dass die Verantwortung mit eigenen Kindern eine neue Dimension annimmt und die Verharmlosung bestimmter Inhalte nicht länger tragbar sei.
Auf der anderen Seite steht das Argument der künstlerischen Freiheit, das besagt, dass Kunst provozieren darf und nicht zensiert werden sollte. Diese Debatte ist in der Medienlandschaft immer wieder präsent und zeigt die unterschiedlichen Ansichten über die Rolle von Künstlern in der Gesellschaft.
Die Fans von Bushido sehen in Geiss' Kommentar eine unangemessene Attacke auf ein Kind. Sie betonen, dass Kritik an einem Künstler nicht auf dem persönlichen Profil seiner Tochter geäussert werden sollte. Diese Situation unterstreicht die Komplexität, wenn öffentliche Personen und ihre Familien in den Fokus der Medien und sozialen Netzwerke geraten.
Es bleibt abzuwarten, ob Bushido oder seine Frau in Zukunft Stellung zu den Vorwürfen nehmen werden. Derzeit halten sie sich bedeckt, während die Diskussion in den sozialen Medien weiterläuft.





