Rod Stewart hat das Zürcher Hallenstadion mit einer energiegeladenen Show begeistert. Der 80-jährige britische Rockstar bewies, dass Alter nur eine Zahl ist. Er lieferte eine Performance voller Hits, Überraschungen und Fussbälle, die ins Publikum flogen.
Wichtige Erkenntnisse
- Rod Stewarts Stimme und Frisur hielten die gesamte Show über.
- Er kickte sechs Fussbälle ins Publikum, entgegen den Erwartungen.
- Die Show bot unerwartete Ehrungen für verstorbene Musikerfreunde.
- Das Publikum tanzte von Beginn an, trotz bestuhlter Halle.
- Der Abend endete nicht mit dem erwarteten «Sailing».
Ein Abend voller Energie und Evergreens
Von der ersten Note an war klar: Dieser Abend würde anders werden. Die Erwartung, dass Rod Stewarts Stimme mit 80 Jahren nachlassen könnte, erwies sich als falsch. Seine schmirgelige Stimme wurde im Laufe der fast zweistündigen Show sogar noch besser. Unterstützt wurde er dabei von einer talentierten Gruppe von Sängerinnen, die jeden Refrain mühelos übernahmen.
Die Band auf der Bühne war perfekt eingespielt. Während Sir Rod sich für einen seiner vier Garderobenwechsel zurückzog, verwandelten sich seine Bühnenmitglieder in Stepptänzerinnen oder Whitney-Houston-Imitatorinnen. Dies sorgte für dynamische Übergänge und hielt die Energie im Saal konstant hoch.
Faktencheck: Rod Stewarts Bühnenpräsenz
- Alter: 80 Jahre
- Konzertdauer: Knapp zwei Stunden
- Garderobenwechsel: Vier während der Show
- Besonderheit: Kickte sechs Fussbälle ins Publikum
Fussbälle im Golden Circle
Eine weitere Erwartung, die sich nicht erfüllte, war das Ausbleiben der berühmten Fussball-Einlagen. Entgegen vieler Annahmen kickte Rod Stewart nicht nur einen, sondern gleich sechs Bälle ins Publikum. Kurz vor seiner Disco-Nummer «Da Ya Think I'm Sexy?» landeten die Bälle im Golden Circle. Alle Bälle trafen ihr Ziel ohne Zwischenfälle.
Fussball ist ein wichtiger Teil von Rod Stewarts Identität. Er ist ein bekennender Fan von Celtic Glasgow. Als Jugendlicher stand er kurz vor einer Karriere als Profi-Fussballer. Er sagte einmal, seine Shows sollten sich anfühlen, als stünde ein Fussballteam auf der Rock-Bühne. Diesen Anspruch erfüllte er in Zürich voll und ganz.
«Das Ziel meiner Shows ist, dass es sich anfühlt, als stünde ein Fussball-Team auf der Rock-Bühne.»
Unerwartete Ehrungen und stehende Ovationen
Die Show bot auch emotionale Überraschungen. Rod Stewart zollte verstorbenen Kollegen wie Tina Turner, Jeff Beck und Christine McVie von Fleetwood Mac mit sorgfältig ausgewählten Songs Tribut. Diese Momente gingen unter die Haut und wirkten authentischer als frühere digitale Ehrungen.
Schon mit dem ersten Ton sprang das Publikum von den Stühlen. Die Bestuhlung im Hallenstadion schien eine Fehlentscheidung gewesen zu sein, denn die Fans tanzten den Rest des Abends zwischen den Reihen. Die Atmosphäre war ausgelassen und festlich, was die Stimmung im Saal zusätzlich anheizte.
Hintergrund: Rod Stewarts Karriere
Rod Stewart blickt auf eine über sechs Jahrzehnte andauernde Musikkarriere zurück. Er ist bekannt für seine raue Stimme und unzählige Hits, die Genres wie Rock, Pop, Folk und Disco umfassen. Sein Konzert am Strand der Copacabana vor 30 Jahren gilt mit 3,5 Millionen Zuschauern als eines der grössten Konzerte aller Zeiten.
Keine BHs, aber knisternde Luft
Trotz der ausgelassenen Stimmung blieben BHs auf der Bühne aus. Dennoch knisterte die Luft im Hallenstadion. Rod Stewarts Hüftschwung und sein kokettes Schwenken des Hinterns lösten immer wieder kurzes Kreischen aus. Der Abend blieb jedoch gesittet, auch weil viele Familien mit Kindern anwesend waren.
Rod Stewart zeigte sich als Entertainer, der sein Publikum genau kennt. Er spielte eine Mischung aus Klassikern und weniger bekannten Stücken, die alle begeistert aufgenommen wurden. Die Interaktion mit den Fans war stets im Vordergrund.
Das finale «Soul Train» statt «Sailing»
Viele erwarteten, dass Rod Stewart seine Show traditionell mit «I Am Sailing» beenden würde. Doch auch hier überraschte er. Nach einem Feuerwerk von Hits aus sechs Dekaden Musikgeschichte verabschiedete sich Rod Stewart zunächst, nur um dann für eine Zugabe zurückzukehren.
Der Vorhang hob sich erneut für Rods Version von «Soul Train». Grosse Ballone fielen von der Decke, und die gesamte Halle tanzte. Sir Rod zeigte einmal mehr, dass er sich nicht von Erwartungen leiten lässt, sondern ausschliesslich für seine Fans spielt. Ein denkwürdiger Abschluss eines unvergesslichen Abends in Zürich.
Die Show bewies: Rod Stewart ist auch mit 80 Jahren eine lebende Legende, die die Bühne rockt und ihr Publikum begeistert. Seine Energie und seine Leidenschaft für die Musik sind ungebrochen.





