In der Thurgauer Gemeinde Stettfurt wurde eine mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers festgestellt. Die Behörden haben am Dienstag, 17. Februar 2026, ein sofortiges und umfassendes Trinkverbot für das gesamte Gemeindegebiet erlassen. Die Bevölkerung ist dringend aufgefordert, kein Leitungswasser zu konsumieren.
Die Wasserversorgung der Gemeinde arbeitet mit Hochdruck an der Behebung des Problems. Eine Notversorgung mit sauberem Trinkwasser wurde eingerichtet. Wie lange die Massnahmen andauern werden, ist derzeit noch unklar.
Das Wichtigste in Kürze
- In Stettfurt (TG) ist das Leitungswasser mikrobiologisch verunreinigt.
- Ein generelles Trinkverbot gilt für das gesamte Gemeindegebiet, inklusive des OS-Schulhauses Halinger.
- Das Wasser darf weder getrunken noch zum Kochen verwendet werden.
- Eine Notwasserversorgung wurde beim Tscharnerhaus eingerichtet.
- Bei Symptomen wie Durchfall oder Erbrechen soll ein Arzt aufgesucht werden.
Umfassendes Nutzungsverbot ausgesprochen
Die Verunreinigung wurde im Rahmen von Routinekontrollen durch die Wasserversorgung Stettfurt entdeckt. Unmittelbar nach Bestätigung der mikrobiologischen Belastung reagierten die Behörden und sprachen eine offizielle Warnung aus. Betroffen ist die gesamte Gemeinde, was Tausende von Haushalten vor grosse Herausforderungen stellt.
Das Verbot ist weitreichend: Das Leitungswasser darf unter keinen Umständen getrunken werden. Dies gilt auch für die Zubereitung von Speisen und Getränken, wie beispielsweise Kaffee, Tee oder das Waschen von Salat und Gemüse. Auch für die Mundhygiene, wie das Zähneputzen, darf das Wasser nicht verwendet werden.
Schulbetrieb ebenfalls betroffen
Eine besondere Herausforderung stellt die Situation für öffentliche Einrichtungen dar. Das Verbot erstreckt sich explizit auch auf das Oberstufenschulhaus Halinger. Die Schulleitung und die Gemeinde arbeiten zusammen, um den sicheren Betrieb aufrechtzuerhalten und die Schülerinnen und Schüler mit sauberem Wasser zu versorgen.
Gesundheitliche Risiken und Verhaltensempfehlungen
Mikrobiologische Verunreinigungen im Trinkwasser können gesundheitliche Probleme verursachen. Die Gemeinde hat daher klare Anweisungen für Personen herausgegeben, die möglicherweise bereits kontaminiertes Wasser getrunken haben.
Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten. Treten innerhalb von 48 Stunden nach dem Konsum des Wassers Symptome auf, ist Vorsicht geboten.
Auf diese Symptome sollten Sie achten
Die Behörden warnen vor allem vor Magen-Darm-Beschwerden. Dazu gehören insbesondere:
- Fieber
- Durchfall
- Erbrechen
Sollten eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, wird dringend empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen. Es ist wichtig, den Arzt über den möglichen Zusammenhang mit dem verunreinigten Trinkwasser zu informieren.
Was im Haushalt noch erlaubt ist
Trotz des strikten Trinkverbots ist nicht jede Nutzung des Leitungswassers untersagt. Für einige alltägliche Tätigkeiten kann das Wasser weiterhin verwendet werden, da hier kein direktes Gesundheitsrisiko durch Verschlucken besteht.
Die Nutzung für die Körperpflege wie Duschen und Baden ist weiterhin möglich. Auch die Toilettenspülung, allgemeine Reinigungsarbeiten im Haushalt und das Wäschewaschen mit der Waschmaschine sind unbedenklich.
Sonderregelung für Geschirrspüler
Für die Nutzung von Geschirrspülern gibt es eine spezifische Anweisung: Sie dürfen nur dann betrieben werden, wenn ein Programm mit der höchsten Temperaturstufe von mindestens 80 Grad Celsius gewählt wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass eventuelle Keime abgetötet werden.
Notversorgung und Informationsfluss
Die Gemeinde hat schnell auf die Krise reagiert und Massnahmen zur Versorgung der Bevölkerung ergriffen. Um den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu gewährleisten, wurde eine zentrale Abgabestelle eingerichtet.
„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Ursache zu finden und die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen. Die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität.“ - Mitteilung der Gemeinde Stettfurt
Ab 14 Uhr am Dienstag wurde Trinkwasser in Flaschen beim Tscharnerhaus an die Bevölkerung abgegeben. Die Gemeinde bittet darum, nur den notwendigen Bedarf zu decken, damit alle Haushalte versorgt werden können.
Hotline für besorgte Bürger
Für Fragen und Unsicherheiten hat die Verwaltung eine Hotline eingerichtet. Hier erhalten Betroffene direkt Auskunft über die aktuelle Lage und die geltenden Verhaltensregeln. Die Gemeinde informiert zudem laufend über ihre offizielle Webseite über den neusten Stand der Entwicklungen. Es wird erwartet, dass die Behebung des Problems mehrere Tage in Anspruch nehmen könnte.





