Ein 18-jähriger Motorradfahrer entzog sich der Stadtpolizei Winterthur innerhalb einer Woche zweimal einer Kontrolle. Nach intensiven Ermittlungen konnte der junge Mann identifiziert und am Folgetag festgenommen werden. Er wird nun wegen verschiedener Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz und Hinderung einer Amtshandlung angezeigt.
Wichtige Fakten
- Ein 18-jähriger Motorradfahrer entzog sich zweimal einer Polizeikontrolle in Winterthur.
- Die Vorfälle ereigneten sich am 19. und 25. September 2025.
- Der Lenker wurde nach Ermittlungen identifiziert und am Folgetag festgenommen.
- Es wurde eine Hausdurchsuchung angeordnet.
- Der Mann wird wegen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz und Hinderung einer Amtshandlung angezeigt.
Zwei Fluchtversuche innerhalb kurzer Zeit
Der erste Vorfall ereignete sich am Freitag, dem 19. September 2025. Kurz vor 23 Uhr beabsichtigte eine Patrouille der Stadtpolizei Winterthur, ein schwarzes Motorrad am Bahnhofplatz zu kontrollieren. Auf dem Motorrad befanden sich zwei Personen. Der Lenker missachtete jedoch die Anhaltezeichen der Beamten. Statt anzuhalten, beschleunigte er das Fahrzeug und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit.
Die Polizei nahm die Verfolgung auf. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit des Motorrads verloren die Beamten den Sichtkontakt. Dies teilte die Stadtpolizei Winterthur in einer offiziellen Mitteilung mit. Der Motorradfahrer konnte zunächst entkommen.
Chronologie der Ereignisse
- 19. September 2025, kurz vor 23:00 Uhr: Erster Fluchtversuch am Bahnhofplatz Winterthur.
- 25. September 2025, kurz vor 20:30 Uhr: Zweiter Fluchtversuch vor der Stadtpolizei Winterthur.
- Nacht zum 26. September 2025: Staatsanwaltschaft ordnet Hausdurchsuchung an.
- Nachmittag des 26. September 2025: Festnahme des 18-jährigen Lenkers.
Erneute Flucht und schnelle Identifizierung
Nur wenige Tage später, am Donnerstagabend, dem 25. September 2025, kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Kurz vor 20:30 Uhr versuchte erneut ein Motorradfahrer, sich einer Fahrzeugkontrolle der Stadtpolizei Winterthur zu entziehen. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich um denselben Lenker handelte, der bereits eine Woche zuvor geflüchtet war.
Nach diesem zweiten Fluchtversuch leitete die Polizei umgehend weitere Ermittlungen ein. Durch diese Massnahmen konnte der 18-jährige Lenker kurze Zeit später identifiziert werden. Die schnelle Identifizierung war ein wichtiger Schritt in der Aufklärung des Falls.
"Die konsequente Ermittlungsarbeit unserer Beamten führte zur raschen Identifizierung des jungen Mannes, der sich zweimal einer Kontrolle entzogen hatte."
Hausdurchsuchung und Festnahme
Die Staatsanwaltschaft Winterthur reagierte umgehend auf die Identifizierung des Verdächtigen. Noch in derselben Nacht ordnete sie eine Hausdurchsuchung am Wohnort des 18-jährigen Lenkers an. Ziel der Massnahme war es, weitere Beweismittel zu sichern.
Zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung war der Lenker nicht zu Hause. Daraufhin wurde ein Vorführbefehl der Staatsanwaltschaft erlassen. Gestützt auf diesen Befehl konnte der junge Mann am Freitagnachmittag, dem 26. September 2025, aufgegriffen werden. Er wurde anschliessend zur Befragung auf eine Polizeistation gebracht.
Hintergrund: Hinderung einer Amtshandlung
Die Hinderung einer Amtshandlung ist ein Straftatbestand im Schweizer Recht. Er betrifft Handlungen, die darauf abzielen, eine behördliche Massnahme zu vereiteln oder zu erschweren. Dies kann beispielsweise durch Flucht vor einer Polizeikontrolle geschehen. Das Strassenverkehrsgesetz (SVG) umfasst zudem eine Vielzahl von Vorschriften, deren Missachtung zu Anzeigen führen kann, wie etwa überhöhte Geschwindigkeit oder das Nichtbefolgen von Anweisungen.
Rechtliche Konsequenzen für den Lenker
Der 18-jährige Motorradfahrer muss sich nun vor der Justiz verantworten. Er wird wegen verschiedener Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz angezeigt. Dazu gehören Delikte wie überhöhte Geschwindigkeit und das Missachten von Anhaltezeichen. Gemäss Angaben der Stadtpolizei Winterthur wird er auch wegen Hinderung einer Amtshandlung zur Anzeige gebracht.
Die genauen Strafen, die dem jungen Mann drohen, hängen von der Schwere der einzelnen Vergehen ab. Sie können von Bussen bis hin zu einem Entzug des Führerscheins reichen. Auch die Umstände der Flucht und die mögliche Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer werden bei der Beurteilung eine Rolle spielen. Die Ermittlungen in diesem Fall sind nun abgeschlossen, und der Fall wird der zuständigen Staatsanwaltschaft übergeben.
Bedeutung für die Verkehrssicherheit
Vorfälle dieser Art unterstreichen die Bedeutung der Polizeipräsenz und der konsequenten Verfolgung von Verkehrsdelikten. Das Missachten von Polizeikontrollen und die Flucht mit hoher Geschwindigkeit stellen eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar. Sie gefährden nicht nur den flüchtenden Fahrer und allfällige Mitfahrer, sondern auch unbeteiligte Dritte im Strassenverkehr.
Die Stadtpolizei Winterthur betont, dass solche Handlungen nicht toleriert werden und entsprechende Massnahmen ergriffen werden, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Dies dient dem Schutz der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung der Ordnung im Strassenverkehr.





