Gachnang. Kantonsrätin Martina Pfiffner Müller hat ihren Rücktritt aus dem Grossen Rat des Kantons Thurgau auf Ende Januar 2026 eingereicht. Die Entscheidung der 51-jährigen Unternehmensberaterin begründet sich mit der zunehmenden Doppelbelastung durch ihr Mandat und ihre berufliche Tätigkeit. Sie war seit 2020 Mitglied des Kantonsrates und wurde 2024 wiedergewählt.
Wichtige Fakten
- Martina Pfiffner Müller tritt per Ende Januar 2026 zurück.
- Sie ist seit 2020 Kantonsrätin und wurde 2024 wiedergewählt.
- Der Rücktritt erfolgt aufgrund der Doppelbelastung durch ihr Mandat und ihre selbstständige Tätigkeit als Unternehmensberaterin.
- Pfiffner Müller ist Mitglied der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission.
- Sie war auch Vizepräsidentin der FDP.Die Liberalen Thurgau.
Rücktritt nach fast sechs Jahren Engagement
Martina Pfiffner Müller, eine prominente Figur in der Thurgauer Politik, beendet ihre Tätigkeit im Kantonsrat. Ihre Amtszeit, die im Jahr 2020 begann, endet offiziell am 31. Januar 2026. Pfiffner Müller, wohnhaft in Gachnang, hat sich in dieser Zeit als engagierte Politikerin erwiesen.
Bei den Erneuerungswahlen im Jahr 2024 wurde sie mit einem starken Ergebnis in ihrem Amt bestätigt. Dies unterstreicht die Wertschätzung, die ihr innerhalb der Wählerschaft entgegengebracht wurde. Ihr Rücktritt kommt für viele unerwartet, ist aber eine wohlüberlegte Entscheidung.
Gründe für den Rückzug aus der Politik
Die Hauptmotivation für Martina Pfiffner Müllers Rücktritt liegt in der Herausforderung, ihre politische Arbeit mit ihrer selbstständigen Tätigkeit als Unternehmensberaterin zu vereinbaren. Die Vereinbarkeit beider Rollen wurde zunehmend schwierig.
«Es ist ein Entscheid des Verstandes und nicht des Herzens», betonte die 51-Jährige in einer Stellungnahme. Diese Aussage verdeutlicht den Konflikt zwischen ihrer Leidenschaft für die Politik und den beruflichen Realitäten.
Interessanter Fakt
Martina Pfiffner Müller war zwischen 2020 und 2024 auch Mitglied der kantonalen Parteileitung der FDP.Die Liberalen Thurgau und bekleidete das Amt der Vizepräsidentin. Ihr Engagement in der Parteiführung war ein wichtiger Bestandteil ihrer politischen Arbeit.
Wichtige Rolle in Kommissionen und Partei
Während ihrer Zeit im Kantonsrat war Martina Pfiffner Müller ein aktives Mitglied der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission. Diese Kommission spielt eine zentrale Rolle bei der Überprüfung der kantonalen Finanzen und der Geschäftsführung der Verwaltung.
Ihre Expertise als Unternehmensberaterin war in dieser Funktion besonders wertvoll. Sie brachte fundiertes Wissen und eine praxisorientierte Perspektive in die Beratungen ein. Dies trug massgeblich zur Qualität der Kommissionsarbeit bei.
Reaktionen aus der FDP Thurgau
Die Fraktionsmitglieder und die Parteileitung der FDP.Die Liberalen Thurgau bedauern den Rücktritt von Martina Pfiffner Müller. Sie würdigen ihre «hervorragende Arbeit» und ihren Einsatz für die Partei.
Die Partei bedankt sich für ihr Engagement und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit in den verbleibenden zweieinhalb Monaten ihrer Amtszeit. Ihr Weggang hinterlässt eine Lücke in der Fraktion und der Parteiführung.
Hintergrund zum Kantonsrat
Der Kantonsrat ist das Parlament des Kantons Thurgau. Er ist die oberste gesetzgebende Behörde und besteht aus 130 Mitgliedern, die vom Volk gewählt werden. Der Rat ist zuständig für die Gesetzgebung, die Genehmigung des Budgets und die Aufsicht über die Regierung und die Verwaltung. Die Legislaturperiode beträgt vier Jahre.
Ausblick für die kommenden Monate
Bis Ende Januar 2026 wird Martina Pfiffner Müller ihre Aufgaben als Kantonsrätin weiterhin wahrnehmen. Dies gibt der Partei und dem Kanton Zeit, die Nachfolge zu regeln und einen reibungslosen Übergang sicherzustellen.
Ihr Rücktritt zeigt die Herausforderungen, denen sich Personen in politischen Ämtern stellen müssen, insbesondere wenn sie gleichzeitig anspruchsvolle berufliche Tätigkeiten ausüben. Die Entscheidung unterstreicht die Notwendigkeit, eine Balance zwischen öffentlichem Dienst und persönlicher Karriere zu finden.
Die Winterthur Zeitung wird die weiteren Entwicklungen in der Thurgauer Politik aufmerksam verfolgen und über die Nachfolge von Martina Pfiffner Müller berichten.





