Die Gemeinde Bassersdorf steht vor einer wichtigen Entscheidung: Christian Pfaller (SVP) und Sascha Balmer-Bühler (Die Mitte) bewerben sich um das Amt des Gemeindepräsidenten. Beide Kandidaten bringen langjährige politische Erfahrung und klare Visionen für die Zukunft der Gemeinde mit. Die Wahl verspricht spannend zu werden, da beide Persönlichkeiten unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Wichtige Punkte
- Christian Pfaller (SVP), amtierender Gemeindepräsident seit 2022, setzt auf bewährte Führung und Fortführung bestehender Projekte.
- Sascha Balmer-Bühler (Die Mitte), langjähriges Mitglied der RGPK, betont Transparenz und einen breiten Dialog.
- Beide Kandidaten sehen die Entwicklung rund um den Bahnhof Süd und Nord als zentral an.
- Verkehrssituation und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen sind für beide Schwerpunkte.
Zwei Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Wegen
Christian Pfaller, 49 Jahre alt, ist seit 2022 Gemeindepräsident von Bassersdorf und seit 2010 Gemeinderat. Er vertritt die Schweizerische Volkspartei (SVP). Als Unternehmer mit einer Weiterbildung in Politik an der HSG bringt er sowohl praktische als auch theoretische Führungserfahrung mit. Seine bisherige Amtszeit ist von der Umsetzung verschiedener Projekte geprägt.
Sascha Balmer-Bühler, 50 Jahre alt, tritt für Die Mitte an und ist ein neues Gesicht in der Präsidialwahl. Er verfügt über 16 Jahre Erfahrung in der Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK). Balmer-Bühler ist Unternehmer und ICT-Ingenieur sowie Audio- und TV-Produzent. Seine berufliche Vielfalt spiegelt sich in seinem Wunsch nach einer breiten Perspektive für die Gemeinde wider.
Faktencheck
- Christian Pfaller: SVP, 49 Jahre, Gemeinderat seit 2010, Gemeindepräsident seit 2022, Unternehmer mit HSG-Abschluss in Politik.
- Sascha Balmer-Bühler: Die Mitte, 50 Jahre, RGPK-Mitglied 2010–2026, Unternehmer, ICT-Ingenieur, Audio- und TV-Produzent.
Führungsanspruch und Akzente im Amt
Pfaller sieht sich als geeigneten Kandidaten, weil er in seiner bisherigen Amtszeit Führungs- und Umsetzungsstärke bewiesen hat. Er betont seine Fähigkeit, Mehrheiten in Gremien zu schmieden und Menschen unterschiedlicher politischer Überzeugungen zusammenzuführen. Sein Motto lautet: «Gemeinsam für Bassersdorf». Er möchte den Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Bevölkerung weiter intensivieren.
«In der letzten Legislatur hat sich gezeigt, dass wir so Lösungen finden und unsere Gemeinde zukunftsfähig machen», sagt Christian Pfaller.
Balmer-Bühler hingegen argumentiert, dass seine fundierte Erfahrung in der RGPK eine losgelöste, breite und weitsichtige Vogelperspektive ermöglicht. Er möchte Bassersdorf Attraktivität, Wohlstand, Sicherheit und eine prosperierende Zukunft sichern. Er will an Traditionen festhalten, aber auch offen für neue Wege sein.
Er setzt sich für klare Abstimmungsvorlagen und verständliche Aussagen ein. Ein weiterer wichtiger Punkt für ihn ist die Förderung des Dialogs zwischen allen Altersklassen und der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen der Gemeinde. Die Stärkung der lokalen Wirtschaft ist ihm ebenfalls ein Anliegen.
Zentrale Themen und zukünftige Projekte
Für Christian Pfaller stehen weiterhin die in den letzten vier Jahren geschaffenen Grundlagen für die Entwicklung Bassersdorfs im Vordergrund. Dazu gehören der Brüttenertunnel, die Projekte rund um den Bahnhof Süd und Nord, die Digitalisierung und Organisation der Verwaltung, die Versorgungsplanung sowie der Umgang mit verschiedenen Infrastrukturprojekten.
In einer möglichen zweiten Amtszeit möchte Pfaller die gemeinsame Weiterentwicklung von neuem Wohnraum und Arbeitsplätzen rund um den Bahnhof Süd und Nord fortführen. Er strebt eine gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung, Politik und Verwaltung an, um diese Projekte erfolgreich umzusetzen.
Hintergrundinformationen
Die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) ist ein wichtiges Kontrollorgan in Schweizer Gemeinden. Sie prüft die Rechnungsführung und die Geschäftsführung des Gemeinderats, um eine transparente und effiziente Verwaltung sicherzustellen. Langjährige Erfahrung in diesem Gremium kann einem Kandidaten tiefe Einblicke in die finanziellen und administrativen Abläufe einer Gemeinde verschaffen.
Sascha Balmer-Bühler sieht die Koordination, Umsetzung und Kontrolle der vielen grossen Aufgaben, vor denen Bassersdorf steht, als oberste Priorität. Es gehe darum, «das richtige Geld zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Stellen auszugeben». Konkret liegen ihm die Verkehrssituation und das gesellschaftliche sowie politische Leben am Herzen.
Er sieht Verbesserungspotenzial in der Arbeit des Gemeinderates. Der neu konstituierte Gemeinderat solle die Zusammenarbeit zwischen den Behörden noch enger schnüren und sich noch mehr für eine offene und transparente Kommunikation einsetzen. Der Rat müsse trotz der vielen grossen Aufgaben eine bessere Übersicht behalten und dürfe Projekte nicht einseitig vertreten.
Blick in die Zukunft der Gemeindeführung
Die Wahl in Bassersdorf wird zeigen, welche Vision die Bevölkerung für die kommenden Jahre bevorzugt. Wählt sie die Kontinuität und bewährte Führung von Christian Pfaller, der auf den bereits gelegten Grundsteinen aufbauen möchte? Oder entscheidet sie sich für den frischen Wind und die breitere Perspektive, die Sascha Balmer-Bühler mit seiner Erfahrung aus der RGPK und seinem Fokus auf Dialog und Transparenz verspricht?
Die Entscheidung wird nicht nur die Person an der Spitze der Gemeinde bestimmen, sondern auch die Richtung, in die sich Bassersdorf in Bezug auf Stadtentwicklung, Infrastruktur und Bürgerbeteiligung bewegen wird. Beide Kandidaten betonen die Wichtigkeit der Gemeinschaft und der nachhaltigen Entwicklung ihrer Heimatgemeinde.
- Pfallers Fokus: Brüttenertunnel, Bahnhof Süd/Nord, Digitalisierung der Verwaltung.
- Balmer-Bühlers Fokus: Verkehrssituation, gesellschaftliches Leben, transparente Kommunikation.
Die kommenden Wochen werden zeigen, welche Argumente bei den Wählerinnen und Wählern in Bassersdorf am meisten Resonanz finden. Es ist eine Wahl, die die Weichen für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde stellen wird.





