Am 27. und 28. September 2025 treffen sich die zehn besten Schachclubs der Nationalliga A in Effretikon. Sie kämpfen um den Schweizer Meistertitel. Die Schachgesellschaft Winterthur, derzeit auf dem zweiten Rang, hofft, den Titelverteidiger Schachgesellschaft Riehen zu überholen. Die Wettkämpfe finden im Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen statt und können auch online verfolgt werden.
Wichtige Punkte
- Zehn Top-Schachclubs kämpfen in Effretikon um den Meistertitel der Nationalliga A.
- Die Schlussrunden finden am 27. und 28. September 2025 statt.
- Schachgesellschaft Winterthur liegt zwei Punkte hinter Titelverteidiger Riehen.
- Insgesamt 80 Partien werden über zwei Tage ausgetragen.
- Zuschauer können die Spiele live vor Ort oder online auf Lichess.org verfolgen.
Spannendes Finale im Bruggwiesen
Das Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen in Effretikon wird am letzten Septemberwochenende zum Zentrum des Schweizer Schachsports. Hier versammeln sich die zehn führenden Mannschaften der Nationalliga A. Sie spielen die entscheidenden beiden Runden der Saison aus.
An acht Brettern pro Match werden Spieler über sechs bis sieben Stunden hinweg um jeden Punkt kämpfen. Ziel ist es, den Schweizer Mannschaftsmeister zu ermitteln. Die Atmosphäre verspricht Spannung und hochklassige Partien.
Fakten zur Meisterschaft
- Datum: 27. und 28. September 2025
- Ort: Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen, Effretikon
- Teilnehmer: Die zehn besten Schachclubs der Nationalliga A
- Anzahl Partien: Insgesamt 80 Wettkämpfe
- Eintritt: Kostenlos für Zuschauer vor Ort
Winterthurs Herausforderung an Riehen
Die Schachgesellschaft Winterthur, die im Vorjahr den sechsten Platz belegte, hat sich in dieser Saison stark verbessert. Sie liegt aktuell auf dem zweiten Rang, nur zwei Punkte hinter dem amtierenden Meister, der Schachgesellschaft Riehen. Riehen hat in den letzten 25 Matchs eine beeindruckende Siegesserie hingelegt und in den bisherigen sieben Runden lediglich neun Spieler eingesetzt. Dies zeigt die Stärke und Konstanz der Basler Mannschaft.
In der dritten Runde trafen Winterthur und Riehen bereits aufeinander. Damals setzte sich Riehen mit einem Ergebnis von 5:3 durch. Diese historische Bilanz macht das bevorstehende Finale noch spannender. Winterthur benötigt eine aussergewöhnliche Leistung und hofft auf einen „Ausrutscher“ des Gegners.
Die Paarungen der Schlussrunden
Für die Schachgesellschaft Riehen stehen anspruchsvolle Matches auf dem Programm. Am 27. September trifft das Team auf Réti, den Vorjahresdritten und aktuell Viertplatzierten. Am darauffolgenden Tag, dem 28. September, wartet der aktuelle Vizemeister Genf, der momentan auf Rang sechs liegt.
Die Winterthurer Mannschaft, die zuletzt im Jahr 2017 den Meistertitel gewann und in dieser Saison bereits 14 verschiedene Spielerinnen und Spieler eingesetzt hat, muss sich in Effretikon mit Wollishofen (8. Platz) und Luzern (5. Platz) messen. Diese Gegner sind nicht zu unterschätzen, da sie ebenfalls um wichtige Punkte kämpfen.
Hintergrund: Die Nationalliga A
Die Nationalliga A ist die höchste Spielklasse im Schweizer Mannschaftsschach. Sie besteht aus zehn Teams, die über mehrere Runden verteilt gegeneinander antreten. Am Ende der Saison wird der Schweizer Mannschaftsmeister gekürt. Der Wettbewerb ist bekannt für sein hohes Niveau und die Teilnahme vieler internationaler Grossmeister.
Erwartungen der Captains
Die Stimmung unter den Mannschaftsführern ist geprägt von Zuversicht und strategischem Denken. Peter Erismann, Captain der Schachgesellschaft Riehen, äusserte sich kurz und prägnant in der Vorschau des Schweizerischen Schachbundes:
«Wir wollen den Meistertitel verteidigen – auch wenn uns gegen Zürich und Genf noch zwei schwierige Wettkämpfe bevorstehen.»
Dies unterstreicht Riehens Entschlossenheit, den Pokal erneut zu gewinnen, trotz der starken Konkurrenz in den letzten Runden.
Roman Freuler von der Schachgesellschaft Winterthur blickt mit Zufriedenheit auf den bisherigen Saisonverlauf zurück. Er zeigte sich besonders erfreut über bestimmte Erfolge:
«Insbesondere die Siege gegen Genf, Réti und die Schachgesellschaft Zürich waren ausgezeichnete Resultate, die so nicht erwartet werden konnten.»
Für die Schlussrunde konzentriert sich Freuler darauf, den zweiten Platz zu sichern. Gleichzeitig bleibt die Hoffnung auf eine Chance auf den Titel bestehen.
Taktische Überlegungen und die Hoffnung auf Überraschungen
Freuler betont die Notwendigkeit, konstant Punkte zu sammeln, um den aktuellen Tabellenplatz zu halten. Aber er lässt keinen Zweifel daran, dass Winterthur bereit sein wird, jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen:
«Doch wir wollen bereit sein, um von allfälligen Ausrutschern Riehens profitieren zu können. Denn manchmal kann der Schachsport verrücktspielen.»
Diese Aussage unterstreicht die unberechenbare Natur des Schachsports, bei dem auch Favoriten unerwartet straucheln können. Die Winterthurer Mannschaft wird daher bis zum letzten Zug konzentriert bleiben.
Verfolgung der Partien: Live vor Ort oder online
Schachfans haben mehrere Möglichkeiten, die spannenden Begegnungen zu verfolgen. Der Eintritt im Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen (Märtplatz 19, Effretikon) ist kostenlos. Zuschauer können die Spieler direkt erleben und die Atmosphäre vor Ort geniessen. Dies bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Intensität der Partien aus nächster Nähe zu beobachten.
Wer die Wettkämpfe lieber bequem von zu Hause aus verfolgen möchte, kann dies online tun. Alle 80 Partien werden auf der Schachplattform Lichess.org live übertragen. Die Übertragung beginnt am Samstag um 13:00 Uhr und am Sonntag um 11:00 Uhr. Diese Online-Option macht den Sport für ein breiteres Publikum zugänglich und ermöglicht es, jede Bewegung der Spieler zu analysieren.
Online-Übertragung
- Plattform: Lichess.org
- Startzeit Samstag: 13:00 Uhr
- Startzeit Sonntag: 11:00 Uhr
- Vorteil: Verfolgung aller 80 Partien gleichzeitig möglich
Die kommende Schachmeisterschaft in Effretikon verspricht ein Höhepunkt im Schweizer Schachkalender zu werden. Mit der Schachgesellschaft Winterthur als starkem Herausforderer und Riehen als erfahrenem Titelverteidiger sind spannende und unvorhersehbare Partien garantiert.





