Der EHC Biel hat am Dienstagabend den EHC Kloten in einem hart umkämpften Spiel der National League mit 3:1 besiegt. Nach einem Rückstand im ersten Drittel drehten die Bieler die Partie im Schlussabschnitt und sicherten sich so einen verdienten Heimsieg. Die Klotener zeigten eine starke Leistung, konnten aber den Druck der Gastgeber am Ende nicht standhalten.
Wichtige Erkenntnisse
- Kloten ging im ersten Drittel durch David Meyer in Führung.
- Biel glich im Powerplay durch Fabio Hofer aus.
- Im zweiten Drittel gab es keine Tore, aber viele Chancen für Biel.
- Lucas Andersson erzielte im Schlussdrittel den Führungstreffer für Biel.
- Jere Sallinen traf ins leere Tor zum Endstand von 3:1.
Kloten startet dominant und geht in Führung
Die Klotener begannen die Partie äusserst engagiert. Sie setzten die Bieler früh unter Druck und liessen ihnen kaum Raum zur Entfaltung. Bereits in der Anfangsphase erspielten sich die Flughafenstädter mehrere gute Torchancen. Es war daher keine Überraschung, als Kloten in der 7. Minute in Führung ging.
David Meyer verwertete einen Konter nach Vorarbeit von Jonathan Gignac. Er schoss den Puck präzise zwischen den Beinen von Biel-Goalie Harri Säteri hindurch. Auch nach dem Führungstreffer blieb Kloten das aktivere Team. Sie hielten die Bieler oft in deren eigenen Zone fest und verhinderten effektive Angriffe.
Spielstand nach dem ersten Drittel
Nach 20 Minuten führte der EHC Kloten mit 1:0. Die Klotener hatten in dieser Phase eine Schussquote von über 60% auf das Bieler Tor.
Erst nach etwa einer Viertelstunde konnten sich die Bieler etwas befreien. Sie wagten sich vermehrt in die Offensive. Jere Sallinen und Joakim Nordström kamen innerhalb kurzer Zeit zu ersten Abschlüssen. Kurz darauf hatte Aleksi Rajala eine grosse Chance, doch Kloten-Goalie Sandro Waeber war aufmerksam und hielt die Führung fest.
Kurz vor Ende des ersten Drittels erhielt Klotens Dario Meyer eine Strafe. Die Bieler nutzten diese Gelegenheit im Powerplay. Nur 12 Sekunden später glichen sie die Partie aus. Fabio Hofer traf nach Zuspiel von Sallinen und Nordström. Der Ausgleich fiel zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt und sorgte für eine spannende Ausgangslage für das zweite Drittel.
"Der Ausgleich kurz vor der Pause war entscheidend für uns. Er hat uns wieder ins Spiel gebracht und die Moral gestärkt."
Intensives zweites Drittel ohne Tore
Das zweite Drittel begann mit hoher Intensität. Beide Teams kämpften hart um jeden Puck. Die Bieler drehten im mittleren Abschnitt auf und das Spiel wurde ausgeglichener. Obwohl es viele Chancen gab, fielen in diesem Drittel keine Tore.
Während eines Klotener Powerplays kam Biel durch Jere Sallinen zu einer gefährlichen Konterchance. Kurz darauf erhielt Kloten erneut eine Strafe, was den Bielern eine weitere Überzahlmöglichkeit verschaffte. Das Spiel ging danach hin und her. Beide Mannschaften wollten unbedingt den Führungstreffer erzielen.
Bedeutung des Mitteldrittels
Das zweite Drittel wird im Eishockey oft als "Königsdrittel" bezeichnet, da hier viele Weichen für den Spielausgang gestellt werden. Trotz fehlender Tore war es ein wichtiges Drittel für Biel, um ins Spiel zurückzufinden.
Das Chancenplus lag in dieser Phase klar bei den Bielern. Sie erarbeiteten sich immer wieder gute Möglichkeiten vor dem Klotener Tor. Doch Sandro Waeber im Klotener Gehäuse zeigte eine herausragende Leistung. Er parierte mehrere gefährliche Schüsse und hielt den Spielstand von 1:1 fest. Die Zuschauer sahen ein spannendes, aber torloses zweites Drittel.
Biel entscheidet die Partie im Schlussabschnitt
Das letzte Drittel begann ähnlich wie das zweite aufgehört hatte: umkämpft und mit viel Zug aufs Tor auf beiden Seiten. Nach einigen Minuten konnten sich die Bieler jedoch in der gegnerischen Zone festsetzen. Sie erhöhten den Druck kontinuierlich und erspielten sich eine Reihe von guten Gelegenheiten.
In der 51. Minute war es dann so weit: Lucas Andersson erzielte die verdiente Führung für den EHC Biel. Nach einer tollen Vorarbeit von Fabio Hofer, der sich durch die Klotener Defensive dribbelte, schoss Andersson den Puck präzise ins obere Eck des Tores. Die Bieler hatten sich diesen Treffer durch ihre Dominanz im Schlussdrittel erarbeitet.
Torschützen im Überblick
- 0:1: David Meyer (Kloten, 7. Minute)
- 1:1: Fabio Hofer (Biel, 19. Minute, Powerplay)
- 2:1: Lucas Andersson (Biel, 51. Minute)
- 3:1: Jere Sallinen (Biel, 59. Minute, leeres Tor)
Kloten konnte auf den Rückstand leider nicht mehr die gewünschte Reaktion zeigen. Die Bieler kontrollierten das Spiel in den letzten Minuten und liessen kaum noch gefährliche Angriffe zu. In der 59. Minute fiel dann die endgültige Entscheidung.
Nach einem Fehler von Klotens Juha-Pekka Puhakka im eigenen Drittel kam es zu einem Gegenstoss. Gaëtan Haas passte auf Jere Sallinen, der den Puck mit der Backhand ins leere Tor schoss. Der Treffer zum 3:1 besiegelte den Sieg für den EHC Biel.
Der Sieg für Biel war aufgrund des starken Schlussdrittels sicher verdient, auch wenn es für Kloten bitter ist. Die Klotener zeigten ebenfalls ein gutes Spiel, konnten aber die Führung nicht verteidigen und am Ende nicht mehr zulegen. Die Bieler hingegen bewiesen Moral und Kampfgeist und wurden dafür belohnt.





