Der FC St. Gallen ist von einer Rückrufaktion des ehemaligen Ausrüsters Jako betroffen. Bestimmte Artikel, die zwischen 2021 und heute verkauft wurden, überschreiten gesetzliche Grenzwerte für Perfluoroctansäure (PFOA)-verwandte Substanzen. Gleichzeitig zeigt der Verein auf dem Spielfeld bemerkenswerte Leistungen, insbesondere bei Standardsituationen und in der Anfangsphase von Spielen.
Wichtige Punkte
- Jako ruft Rucksäcke und Sporttaschen zurück wegen PFOA-Überschreitung.
- Kunden erhalten Kaufpreis zurück oder Ersatzartikel.
- FC St. Gallen ist Liga-Bester bei Standardtoren mit 21 Treffern.
- Das Team erzielt die meisten Tore in der Anfangsviertelstunde (11).
- Verteidiger Chima Okoroji entwickelt sich zum offensiven Leistungsträger.
Jako-Rückruf: Gesundheitsrisiko und Entschädigung für Fans
Der Sportartikelhersteller Jako hat eine Rückrufaktion für verschiedene Produkte gestartet. Diese Aktion betrifft auch Artikel, die über den FC St. Gallen vertrieben wurden. Im Fokus stehen der «Jako Rucksack Challenge» und die «Jako Sporttasche Challenge mit Bodenfach». Diese Produkte wurden seit dem Jahr 2021 verkauft.
Der Grund für den Rückruf ist eine Überschreitung des gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwertes für Perfluoroctansäure (PFOA)-verwandte Substanzen im Obermaterial. PFOA-Stoffe können sich in der Umwelt und im menschlichen Körper anreichern. Sie stellen ein potenzielles Gesundheitsrisiko dar.
Faktencheck Rückruf
- Betroffene Artikel: Jako Rucksack Challenge, Jako Sporttasche Challenge mit Bodenfach.
- Verkaufszeitraum: Seit 2021.
- Problem: Überschreitung des PFOA-Grenzwertes.
- Gesundheitsrisiko: Anreicherung in Umwelt und Körper, potenzielles Risiko.
- Kundenentschädigung: Volle Rückerstattung des Kaufpreises oder gleichwertiger Ersatzartikel.
Der FC St. Gallen fordert alle Verbraucher auf, die betroffenen Artikel nicht weiter zu verwenden. Kunden können die Produkte zurückgeben und erhalten den vollen Kaufpreis zurück. Alternativ bietet Jako einen mindestens gleichwertigen Ersatzartikel an. Seit fast drei Jahren arbeitet der FC St. Gallen mit Puma als Ausrüster zusammen, die aktuellen Team-Kollektionen sind davon nicht betroffen.
Sportliche Stärken: Standards und frühe Tore
Abseits der Rückrufaktion zeigt der FC St. Gallen in der laufenden Saison beeindruckende sportliche Leistungen. Das Team von Trainer Enrico Maassen ist besonders stark bei Standardsituationen. Mit 21 Standardtoren in den ersten 24 Saisonspielen ist der FCSG Ligaspitze. Diese Fähigkeit, ruhende Bälle effektiv zu nutzen, verschafft dem Team einen klaren Vorteil.
Eine weitere Stärke ist der schnelle Start in die Spiele. Der FC St. Gallen hat in der Anfangsviertelstunde bereits elf Tore erzielt. Kein anderes Team in der Liga ist in dieser Phase so erfolgreich. Dies deutet auf eine hohe Konzentration und offensive Ausrichtung von Beginn an hin.
Hintergrund: Standardtore
Standardtore, wie sie nach Eckbällen oder Freistössen entstehen, sind oft entscheidend. Sie erfordern präzise Ausführung, gutes Timing und taktisches Verständnis. Die hohe Anzahl an Standardtoren des FCSG unterstreicht die Effizienz des Teams in diesen Situationen.
Am kommenden Mittwoch trifft der FCSG auf den FC Winterthur. Trotz der beeindruckenden Offensivstatistiken des FCSG könnte das Spiel eine Herausforderung werden. Der FC Winterthur kassiert anteilig die wenigsten Tore nach stehenden Bällen in der Liga. Dies ist bemerkenswert, da Winterthur insgesamt bereits 67 Gegentore hinnehmen musste, fünf davon im ersten Duell gegen St. Gallen Anfang August.
Ballbesitz und taktische Fragen vor dem Duell
Das Aufeinandertreffen zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Winterthur wirft auch Fragen bezüglich des Ballbesitzes auf. Beide Teams gehören zu den Mannschaften mit dem geringsten durchschnittlichen Ballbesitz in der Liga. Der FCSG kommt auf 43,4 Prozent, der FC Winterthur liegt mit 42,2 Prozent sogar noch darunter.
Im ersten Saisonduell, das St. Gallen mit 5:0 gewann, hatte Winterthur, damals noch unter Trainer Uli Forte, überraschend 64 Prozent Ballbesitz. Nur zweimal in seiner Super-League-Historie hatte Winterthur mehr Ballbesitz: 70 Prozent gegen Yverdon im Februar 2025 und 67 Prozent gegen den FCZ im Mai 2023. Dies deutet darauf hin, dass die Taktik des Ballbesitzes nicht immer ausschlaggebend für den Ausgang eines Spiels ist.
«Lieber Acker als Kunstrasen.»
Chima Okoroji: Ein Verteidiger mit Offensivdrang
Ein Spieler, der in dieser Saison besonders auffällt, ist Chima Okoroji. Der 28-jährige Verteidiger hat eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Ursprünglich oft auf der linken Aussenbahn eingesetzt, spielt er nun vermehrt in der Dreierkette. Diese Positionsänderung hindert den pfeilschnellen Deutschen jedoch nicht daran, sich aktiv in die Offensive einzuschalten.
Okoroji hat in der aktuellen Saison bereits mehr Skorerpunkte gesammelt als in der gesamten letzten Spielzeit. Seine Fähigkeit, sowohl defensiv stabil zu agieren als auch offensive Impulse zu setzen, macht ihn zu einem wichtigen Bestandteil des Teams. Er ist ein Beispiel für die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der St. Galler Mannschaft.
Die Klassenbesten und das Schiedsrichtergespann
Nach 25 Runden (ein Nachholspiel steht noch aus) führt Torhüter Zigi die interne Notenrangliste des FCSG an. Mit einem Schnitt von 4,5 zeigt er konstant gute Leistungen. Kapitän Lukas Görtler folgt mit 4,4, während Leonidas Stergiou mit 4,3 den dritten Platz belegt. Diese Spieler bilden das Rückgrat der Mannschaft und tragen massgeblich zum Erfolg bei.
Das Spiel am Mittwoch wird von Schiedsrichter Alessandro Dudic geleitet. Seine Entscheidungen werden eine wichtige Rolle spielen, insbesondere in einem Duell, das taktisch geprägt sein könnte und in dem Standardsituationen entscheidend sein könnten.
Die FCSG-Besten (Blick-Notenschnitt nach 25 Runden)
- Zigi: 4,5
- Görtler: 4,4
- Vogt: 4,3
Der FC Winterthur, der Gegner am Mittwoch, steht mit 14 Punkten aus 24 Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nur ein Team hat in der Liga noch weniger Punkte gesammelt. Das Nachtragsspiel zwischen Winterthur und St. Gallen findet am Mittwoch um 19 Uhr statt und verspricht, spannend zu werden, sowohl wegen der sportlichen Brisanz als auch der unterschiedlichen Stärken der beiden Teams.





