Die Schweizer Eishockey National League erlebte am Samstagabend ungewöhnliche Szenen. Gleich in zwei Partien mussten die Torhüter bereits nach wenigen Spielminuten das Eis verlassen. Sowohl der EHC Kloten als auch der HC Ambri-Piotta gerieten früh in Rückstand, was die Trainer zu schnellen Reaktionen zwang.
Wichtige Erkenntnisse
- Zwei Torhüterwechsel nach nur zehn Minuten Spielzeit.
- EHC Kloten lag nach 9,5 Minuten 0:3 zurück.
- HC Ambri-Piotta kassierte ebenfalls drei Gegentore in kurzer Zeit.
- Rapperswil und Langnau nutzten die frühe Unsicherheit ihrer Gegner.
Kloten erlebt Debakel im Emmental
Der EHC Kloten hatte am Samstagabend einen denkbar schlechten Start in sein Auswärtsspiel gegen die SCL Tigers. Bereits nach neuneinhalb Minuten stand es 3:0 für die Emmentaler. Diese frühe Führung der SCL Tigers zwang Klotens Trainer Lauri Marjamäki zu einer drastischen Massnahme.
Torhüter Davide Fadani wurde nach dem dritten Gegentor vom Eis genommen. Sein Arbeitstag war damit nach nur 9 Minuten und 30 Sekunden beendet. Der Wechsel sollte ein Weckruf für die Mannschaft sein, doch der gewünschte Effekt blieb zunächst aus.
Faktencheck
- 3:0 Führung: Die SCL Tigers führten gegen Kloten nach 9:30 Minuten.
- Torhüterwechsel Kloten: Davide Fadani wurde durch Ludovic Waeber ersetzt.
- Ambri-Piotta: Ebenfalls 0:3 Rückstand nach gut zehn Minuten.
Waeber muss ebenfalls früh kapitulieren
Ludovic Waeber, der für Fadani ins Tor kam, musste sich nur wenige Minuten später ebenfalls geschlagen geben. In der 13. Minute fiel das vierte Tor für die SCL Tigers. Dies zeigte, dass der Torhüterwechsel allein nicht ausreichte, um die Klotener Defensive zu stabilisieren.
Für den EHC Kloten war dies ein herber Rückschlag, besonders nach dem Sieg gegen den SC Bern nur 24 Stunden zuvor. Die Leistung in der Startphase war weit entfernt von der Form, die sie am Freitagabend gezeigt hatten.
Ambri-Piotta mit ähnlichem Schicksal
Nicht nur der EHC Kloten hatte am Samstagabend Schwierigkeiten in der Anfangsphase. Auch der HC Ambri-Piotta geriet in seinem Spiel früh in Rückstand. Nach gut zehn Minuten lagen die Leventiner ebenfalls mit 0:3 zurück.
Das Trainergespann von Ambri-Piotta reagierte ähnlich wie Kloten. Sie entschieden sich ebenfalls für einen Torhüterwechsel. Philipp Wüthrich ersetzte Gilles Senn, um der Mannschaft neue Impulse zu geben und eine Trendwende einzuleiten.
"Ein so früher Torhüterwechsel ist immer ein klares Signal. Man versucht, die Mannschaft wachzurütteln und eine Reaktion zu erzwingen. Manchmal funktioniert es, manchmal braucht es mehr als nur einen Wechsel."
Rapperswil und Langnau nutzen Chancen
Die SC Rapperswil-Jona Lakers nutzten die frühe Unsicherheit ihres Gegners Ambri-Piotta effizient aus. Nico Dünner, Mika Henauer und Malte Strömwall waren die Torschützen, die Rapperswil eine schnelle 3:0-Führung bescherten. Diese Tore fielen innerhalb kurzer Zeit und setzten Ambri-Piotta unter enormen Druck.
Solche schnellen Führungen können ein Spiel entscheidend prägen. Sie geben der führenden Mannschaft Selbstvertrauen und zwingen den Gegner zu einem aggressiveren, risikoreicheren Spielstil, was oft weitere Fehler nach sich zieht.
Hintergrund der Torhüterwechsel
Torhüterwechsel in der Anfangsphase eines Spiels sind im Eishockey relativ selten, aber nicht beispiellos. Sie werden oft als letzte Massnahme eingesetzt, wenn die Mannschaft desolaten Start zeigt. Der Trainer erhofft sich dadurch nicht nur eine Leistungssteigerung im Tor, sondern vor allem einen psychologischen Effekt auf das gesamte Team.
Der neue Torhüter soll frischen Wind und neue Energie bringen. Gleichzeitig ist es eine klare Botschaft an die Feldspieler, dass die bisherige Leistung nicht akzeptabel ist und eine Steigerung erforderlich ist.
Auswirkungen auf die Liga
Diese beiden Vorfälle zeigen die Intensität und Unberechenbarkeit der National League. Auch Top-Teams können in der Anfangsphase eines Spiels ins Straucheln geraten. Die Fähigkeit, schnell auf solche Situationen zu reagieren, ist entscheidend für den Erfolg in einer so kompetitiven Liga.
Für die betroffenen Teams, Kloten und Ambri-Piotta, wird es wichtig sein, diese frühen Rückschläge zu analysieren. Sie müssen Wege finden, um solche Startprobleme in zukünftigen Spielen zu vermeiden und ihre Defensivleistung von Beginn an zu stabilisieren.
Konsequenzen für die Spieler
Für die betroffenen Torhüter, Davide Fadani und Gilles Senn, sind solche frühen Auswechslungen natürlich hart. Es ist eine schwierige Situation, die das Selbstvertrauen beeinträchtigen kann. Es liegt nun an den Trainern und dem Team, die Spieler zu unterstützen und ihnen zu helfen, gestärkt aus dieser Erfahrung hervorzugehen.
Der Druck auf die Torhüter ist im Eishockey enorm. Sie sind oft die letzte Verteidigungslinie und ihre Leistung hat direkten Einfluss auf den Spielausgang. Ein frühes Ausscheiden ist ein sichtbares Zeichen für eine schwache Teamleistung, die sich auch auf den Goalie auswirkt.
Statistiken zum Spieltag
- Anzahl der Spiele mit Torhüterwechsel: 2
- Minuten bis zum ersten Wechsel: ca. 9:30 (Kloten)
- Minuten bis zum zweiten Wechsel: ca. 10:00 (Ambri-Piotta)
Blick in die Zukunft
Die National League ist bekannt für ihre spannenden und oft überraschenden Spielverläufe. Die Vorfälle vom Samstagabend sind ein weiteres Beispiel dafür. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich diese Teams in den kommenden Spielen präsentieren und ob sie aus diesen Erfahrungen lernen können.
Trainer werden die Startphasen ihrer Mannschaften noch genauer unter die Lupe nehmen. Ein solch desolater Beginn kann eine ganze Partie entscheiden und ist in einer Liga, in der jeder Punkt zählt, kaum zu verkraften.





