Die SCL Tigers haben ein erfolgreiches Wochenende mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen den EHC Kloten gekrönt. Vor ausverkauftem Haus sicherte sich das Team nicht nur zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze, sondern konnte auch eine entscheidende Personalie für die Zukunft klären.
Das Wichtigste in Kürze
- Die SCL Tigers besiegten den EHC Kloten mit 4:3 nach Verlängerung und festigten damit den 9. Tabellenplatz.
- Topskorer André Petersson erzielte den Siegtreffer und verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis 2027.
- Mit der Vertragsverlängerung steht das Ausländer-Sextett der Tigers für die kommende Saison bereits fest.
- Der 18-jährige Verteidiger Simon Bär feierte sein Debüt in der National League.
Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen
Für die SCL Tigers war es ein Wochenende, das die aktuelle Saison gut zusammenfasst: Phasenweise brillantes Eishockey, gefolgt von Momenten der Unkonzentriertheit, aber am Ende steht der Erfolg. Nach dem überzeugenden 4:1-Auswärtssieg in Genf am Vortag empfingen die Langnauer den direkten Konkurrenten EHC Kloten in der mit 6000 Zuschauern restlos ausverkauften heimischen Arena.
Die Mannschaft von Trainer Thierry Paterlini zeigte sich vom frühen Rückstand unbeeindruckt. Nationalspieler Dario Rohrbach sorgte mit einer sehenswerten Einzelaktion bereits in der 8. Minute für den Ausgleich. Die Emmentaler spielten druckvoll und erarbeiteten sich bis sieben Minuten vor Schluss eine komfortable 3:1-Führung.
Spannung bis zur letzten Sekunde
Doch anstatt den Sieg souverän nach Hause zu bringen, schlichen sich Nachlässigkeiten ein. Eine plötzliche Passivität im Spiel der Tigers und unnötige Strafen ermöglichten es den Zürchern, das Spiel noch auszugleichen und die Partie in die Verlängerung zu zwingen. Es war ein unnötiger Umweg, der die Nerven der Fans strapazierte, aber letztlich doch zu einem positiven Ende fand.
In der Verlängerung war es dann der Mann des Abends, der die Entscheidung herbeiführte und den wichtigen Zusatzpunkt für die Langnauer sicherte. Mit diesem Sieg festigen die Tigers den neunten Tabellenplatz und bauen den Vorsprung auf den elften Rang auf sechs Punkte aus.
Die doppelte Hauptrolle des André Petersson
Der Schwede André Petersson war nicht nur auf dem Eis der entscheidende Akteur. Bereits vor dem Spiel sorgte eine Nachricht für grosse Freude im Emmental: Der 35-jährige Topskorer hat seinen Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre bis zum Frühling 2027 verlängert.
"Es ist grossartig, Teil dieser Mannschaft zu sein", liess Petersson verlauten. Die Entscheidung, in Langnau zu bleiben, unterstreicht seine Identifikation mit dem Verein und der Region.
Petersson, der im Sommer eher aus der Not heraus verpflichtet wurde, hat sich als absoluter Glücksgriff erwiesen. Mit seinem Siegestor gegen Kloten erhöhte er sein persönliches Torkonto auf 17 Treffer in der laufenden Saison. Auch am 2:1 war er massgeblich beteiligt. Seine Leistung und seine Erfahrung sind für das junge Team von unschätzbarem Wert.
Peterssons beeindruckende Bilanz
Der schwedische Stürmer ist nicht nur der beste Torschütze der SCL Tigers, sondern auch einer der effizientesten Spieler der gesamten Liga. Seine Vertragsverlängerung gilt als klares Signal, dass die Tigers auch in Zukunft auf erfahrene Führungsspieler setzen.
Die frühe Vertragsverlängerung ist auch ein strategischer Erfolg für die sportliche Leitung. Berichten zufolge soll auch der Genève-Servette HC Interesse am routinierten Stürmer gezeigt haben. Dass sich Petersson für einen Verbleib im Emmental entschieden hat, spricht für das Projekt der Tigers.
Planungssicherheit für die Zukunft
Mit der Unterschrift von André Petersson haben die SCL Tigers bereits im Dezember Klarheit über ihre ausländischen Spieler für die kommende Saison 2026/27. Diese Planungssicherheit ist ein wichtiger Baustein für eine stabile Entwicklung.
Das Sextett für die nächste Spielzeit setzt sich wie folgt zusammen:
- André Petersson (Schweden)
- Jonathan Dahlén (Schweden, kommt von Timrå IK)
- Juuso Riikola (Finnland)
- Santtu Kinnunen (Finnland)
- Saku Mäenalanen (Finnland)
- Hannes Björninen (Finnland)
Diese Mischung aus schwedischer Torgefahr und finnischer Defensivstärke verspricht eine ausgewogene Mannschaft für die kommenden Herausforderungen.
Fokus auf die Jugendförderung
Neben der Verpflichtung internationaler Stars legen die Tigers in dieser Saison einen spürbar grösseren Wert auf die Förderung des eigenen Nachwuchses. Gegen Kloten kam der erst 18-jährige Verteidiger Simon Bär zu seinem Debüt in der National League. Er ersetzte den verletzten Samuel Erni und zeigte eine solide Leistung. Mit Nik Lehmann und Mike Aeschlimann stehen zudem zwei weitere Langnauer Talente im Aufgebot der Schweizer U20-Nationalmannschaft für die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA.
Ausblick auf den Jahresabschluss und darüber hinaus
Das Eishockeyjahr 2025 endet für die SCL Tigers am kommenden Dienstag mit einem Heimspiel gegen den HC Lugano. Die bisherige Bilanz des Jahres kann sich mit 27 Siegen bei 35 Niederlagen und der letztjährigen Playoff-Qualifikation sehen lassen.
Der Januar wird mit zwölf Partien ein entscheidender Monat für die Weichenstellung in Richtung einer erneuten Playoff-Teilnahme. Doch auch abseits des direkten Spielgeschehens blicken die Langnauer gespannt nach Davos. Sollte Fribourg-Gottéron den Spengler Cup nicht erneut gewinnen, würde für die SCL Tigers ein Startplatz beim traditionsreichen Turnier im Jahr 2026 frei werden. Dies wäre eine grosse Ehre und eine wertvolle Erfahrung für den Verein.
Die jüngsten Erfolge auf und neben dem Eis zeigen, dass im Emmental kontinuierlich und strategisch gearbeitet wird. Die Kombination aus erfahrenen Leistungsträgern wie Petersson und aufstrebenden jungen Talenten bildet das Fundament für eine vielversprechende Zukunft der SCL Tigers.





