Die Gemeinde Volketswil hat entschieden, den geplanten Boxkampf von Brian Keller an der «Fight Night» am 28. Februar zu verbieten. Als Grund nennt die Gemeinde erhebliche Sicherheitsbedenken. Diese Massnahme folgt auf eine umfassende sicherheitspolizeiliche Beurteilung der Situation.
Wichtige Punkte
- Volketswil untersagt Brian Kellers Boxkampf aufgrund von Sicherheitsrisiken.
- Die Gemeinde befürchtet Gewalt und Störungen der öffentlichen Ordnung.
- Frühere Vorfälle mit Keller flossen in die Entscheidung ein.
- Brian Keller zeigt sich enttäuscht und betont seinen Wunsch nach einem Neuanfang im Sport.
- Der Veranstalter hat den Kampf daraufhin abgesagt.
Sicherheitsbedenken führen zur Absage
Die «Fight Night» in Volketswil versprach einen Abend voller Adrenalin und spektakulärer Kampfmomente. Der Eintrittspreis war auf 49 Franken festgelegt. Ein Höhepunkt sollte das Profidebüt von Brian Keller sein. Doch nun muss der Veranstalter ohne Keller auskommen.
Die Gemeinde Volketswil hat ein klares Veto eingelegt. Gemeindepräsident Jean-Philippe Pinto erklärte, die Entscheidung basiere auf einer «sicherheitspolizeilichen Gesamtbeurteilung». Der Schutz der öffentlichen Sicherheit stehe an oberster Stelle.
Faktencheck
- Veranstaltungsdatum: 28. Februar
- Eintrittspreis: 49 Franken
- Grund der Absage: Sicherheitspolizeiliche Bedenken
- Befürchtung der Gemeinde: Erhöhtes Risiko für Gewalt und Störungen der öffentlichen Ordnung
Vergangene Vorfälle beeinflussen Entscheidung
In die Beurteilung flossen laut Gemeinde frühere Erfahrungswerte ein. Es wurden insbesondere vergangene Vorfälle und Kämpfe berücksichtigt, die mit Brian Keller in Verbindung standen. Bei diesen Ereignissen kam es zu Spannungen und gewalttätigen Auseinandersetzungen.
Die Gemeinde befürchtet, dass die geplante Veranstaltung ein erhöhtes Risiko für Gewalt oder Störungen der öffentlichen Ordnung bergen könnte. Dies führte zur Empfehlung an den Organisator, den Kampf abzusagen. Ein formeller behördlicher Entscheid war dadurch nicht mehr nötig.
«Die Gemeinde hält jedoch fest, dass sie, gestützt auf die Polizeiverordnung, aufgrund der sicherheitspolizeilichen Gesamteinschätzung keine Bewilligung für diese Veranstaltung erteilt hätte.» – Jean-Philippe Pinto, Gemeindepräsident Volketswil
Brian Keller äussert Enttäuschung
Brian Keller reagierte auf die Absage mit grosser Enttäuschung. Er betonte, dass er sich auf seine sportliche Karriere konzentriere und ein neues Kapitel in seinem Leben aufschlagen wolle. Keller möchte beweisen, dass er sich geändert hat und nur noch Sport machen will.
Er arbeitet hart daran, auf dem guten Weg zu bleiben. Die Zweifel der Gemeinde kann Keller aufgrund seines Werdegangs nachvollziehen. Er räumt ein, sich in der Vergangenheit einige «Dummheiten» erlaubt zu haben. Damit habe er aber nun endgültig abgeschlossen.
Hintergrund zu Brian Keller
Brian Keller, eine bekannte Persönlichkeit in bestimmten Kreisen, hat in der Vergangenheit wiederholt Schlagzeilen gemacht. Seine öffentlichen Auftritte und Kämpfe waren nicht immer konfliktfrei. Diese Historie beeinflusst die aktuelle Wahrnehmung und Risikobewertung durch Behörden.
Wunsch nach Neuanfang und Integration
Keller sieht die Entscheidung der Gemeinde als Steine, die ihm in den Weg gelegt werden. Er wünscht sich stattdessen Unterstützung für seine Bemühungen, sich zu bessern und zu integrieren. Sein Fokus liegt klar auf dem sportlichen Erfolg und einem friedlichen Neustart.
Der Organisator des Events, Skender Shahinaj, zeigte sich vom Entscheid der Gemeinde überrascht. Er wies darauf hin, dass Keller bereits mehrmals im Ring gekämpft habe und diese Anlässe immer friedlich verlaufen seien.
Profi-Lizenz und Zukunftspläne
Derzeit besitzt Brian Keller keine gültige Profi-Lizenz. Dies bestätigten sowohl Swiss Boxing als auch der Deutsche Box-Verband und der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) auf Anfrage. Beim BDB hatte Keller bis Ende 2025 eine Lizenz.
Keller ist nach eigener Aussage dabei, seine Lizenz zu verlängern. Dies ist ein wichtiger Schritt für seine sportliche Zukunft. Die Absage in Volketswil stellt einen Rückschlag für seine Pläne dar, als Profiboxer Fuss zu fassen.
Die Situation zeigt das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch eines Einzelnen nach einem Neuanfang und den Bedenken der öffentlichen Hand bezüglich der Sicherheit. Es bleibt abzuwarten, wie Brian Keller seine Karriere fortsetzen wird und welche Möglichkeiten sich ihm in Zukunft bieten.
Für die Gemeinde Volketswil steht die Sicherheit der Bevölkerung an erster Stelle. Diese Entscheidung unterstreicht die Verantwortung der Behörden, potenzielle Risiken bei öffentlichen Veranstaltungen sorgfältig abzuwägen und entsprechende Massnahmen zu ergreifen.





