Am Samstag landeten zwei Sonderflüge der Edelweiss am Flughafen Zürich. Sie brachten insgesamt 404 gestrandete Reisende aus dem Oman zurück in die Schweiz. Die Flüge waren notwendig geworden, nachdem die Situation in der Golfregion aufgrund von Angriffen auf andere Golfstaaten und temporärer Schliessungen des Flughafens Dubai International zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr geführt hatte.
Wichtige Punkte
- Edelweiss führte zwei Sonderflüge von Oman nach Zürich durch.
- Insgesamt 404 Passagiere wurden zurückgebracht, darunter 200 Schweizer Bürger.
- Ein Airbus A340 flog von Muscat, ein Airbus A320 von Salalah.
- Beide Flüge legten auf dem Hinflug einen Zwischenstopp in Hurghada ein.
- Der Flugverkehr in Dubai war wegen eines Drohnenangriffs stark beeinträchtigt.
Zwei Maschinen für die Rückführung
Der Ferienflieger Edelweiss setzte am Samstag zwei Flugzeuge für die Rückholaktion ein. In Abstimmung mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) flog ein Airbus A340 mit 314 Plätzen nach Muscat. Dies ist das zweitgrösste Flugzeug der Edelweiss-Flotte nach dem neueren A350. Zusätzlich startete ein Airbus A320 in Richtung Salalah, ebenfalls im Einvernehmen mit dem EDA.
Durch den Einsatz beider Maschinen entstand eine Gesamtkapazität von 474 Sitzplätzen. Laut Andreas Meier, Mediensprecher von Edelweiss, waren für den A340 aus Muscat 300 Plätze gebucht. Tatsächlich befanden sich dann 281 Passagiere an Bord. Die Crew bestand aus drei Piloten, zwölf Mitgliedern der Kabinenbesatzung und einem Mechaniker.
Faktencheck
- Flug 1: Airbus A340 von Muscat
- Gebuchte Plätze Flug 1: 300
- Tatsächliche Passagiere Flug 1: 281
- Flug 2: Airbus A320 von Salalah
- Gebuchte Plätze Flug 2: 133
- Tatsächliche Passagiere Flug 2: 123
- Gesamtzahl der zurückgebrachten Passagiere: 404
Nicht alle Plätze waren belegt
Im Flugzeug aus Salalah reisten 123 Fluggäste, obwohl 133 Plätze gebucht waren. Die Besatzung umfasste zwei Piloten und fünf Mitglieder der Kabinencrew. Beide Flüge legten auf dem Hinflug einen notwendigen Zwischenstopp in Hurghada ein, um aufzutanken. Insgesamt brachte Edelweiss mit diesen beiden Flügen 404 Passagiere zurück nach Zürich.
Andreas Meier bestätigte, dass etwa 200 dieser Passagiere Schweizer Bürger sind. Ein Teil der Tickets wurde dem EDA überlassen, um die Rückführung von Schweizer Bürgern zu erleichtern. Die Entscheidung für zwei Flüge anstelle eines einzelnen grösseren Flugzeugs wurde aufgrund der benötigten höheren Kapazität getroffen.
Hintergrund der Flugstörungen in der Golfregion
Die Sonderflüge wurden notwendig, weil die Situation in der Golfregion während der Reisezeit der Edelweiss-Maschinen eskalierte. Es gab Berichte über Angriffe auf andere Golfstaaten. Besonders betroffen war der Flugverkehr in Dubai, da es einen Angriff auf das Emirat gegeben hatte.
Der Dubai International Airport musste zeitweise schliessen, und die Fluggesellschaft Emirates stellte ihren Betrieb vorübergehend ein. Viele Flüge wurden umgeleitet. Ein Emirates-Flug aus Zürich, durchgeführt mit einem Airbus A380, landete zum Beispiel am Flughafen Dubai World anstelle von Dubai International.
"Die Sicherheit unserer Passagiere und Crews hat jederzeit oberste Priorität. Wir haben eng mit dem EDA zusammengearbeitet, um die sichere Rückführung zu gewährleisten."
Angriff auf Saudi-Arabien
Der Iran griff auch Ziele in Saudi-Arabien an. Ein Drohnenangriff auf das Ölfeld Schaiba wurde laut saudischen Behörden abgewehrt. Passagiermaschinen fliegen normalerweise nicht weit südlich dieses Ölfelds über iranischem Luftraum. Die A340 der Edelweiss war über Saudi-Arabien in einer Höhe von gut 10.000 Metern unterwegs, als sie auf dem Weg nach Muscat war.
Die Landung in Muscat erfolgte um 7:30 Uhr Schweizer Zeit. Die HB-JLR, ein Airbus A320 von Edelweiss, flog ebenfalls über Saudi-Arabien nach Salalah, allerdings weiter südlich und in einer etwas geringeren Höhe. Diese Maschine landete kurz vor 8 Uhr.
Hintergrund der Eskalation
Die Spannungen in der Golfregion haben in den letzten Wochen zugenommen. Gezielte Angriffe auf Infrastruktur und der temporäre Ausfall wichtiger Verkehrsknotenpunkte wie des Flughafens Dubai hatten direkte Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr. Reisende, die sich in der Region aufhielten, standen oft vor der Herausforderung, alternative Reisemöglichkeiten zu finden.
Alternativen und die Heimreise
Wie zuerst berichtet wurde, waren für den Flug von Salalah noch 44 Tickets frei. Viele gestrandete Reisende hatten sich gegen eine Reise in den Süden Omans entschieden und stattdessen andere Verbindungen gesucht. Es gab tatsächlich Alternativen:
- Emirates flog sowohl am Donnerstag als auch am Freitag mit einem A380 von Dubai nach Zürich.
- Etihad kam am Freitag mit einer Boeing 787 aus Abu Dhabi.
- Auch für Samstag war ein weiterer A380-Flug von Dubai nach Zürich geplant.
Zudem fanden Flüge aus anderen Staaten in die Schweiz statt. Am Freitag kam Saudia mit einem Airbus A320 aus Riad nach Genf. Flydubai flog mit einer Boeing 737 nach Basel.
Flüge landeten planmässig in Zürich
Der Edelweiss-Flug aus Salalah hob um 9:11 Uhr Schweizer Zeit ab, wie Daten von Flightradar24.com zeigen. Auch auf dem Rückweg landete er in Hurghada, um aufzutanken. Der Flug endete um 18:48 Uhr in Zürich. Der Airbus A340 aus Muscat startete um 8:50 Uhr Schweizer Zeit und setzte um 16:49 Uhr in Zürich auf.
Die Ankunft der Maschinen wurde von vielen mit Erleichterung aufgenommen. Für die 404 Passagiere war es eine lange und unsichere Reise, die nun ein glückliches Ende gefunden hat. Die Kooperation zwischen Edelweiss und dem EDA hat sich in dieser kritischen Situation bewährt und die Heimreise für Hunderte ermöglicht.




