Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat ihre umfangreiche Ausschreibung für Grafikdienstleistungen abgeschlossen. Insgesamt 25 Anbieter aus der Schweiz, Deutschland und Österreich erhielten Zuschläge für Aufträge im Gesamtwert von rund 16 Millionen Franken. Dieser Prozess, der fünf Monate länger dauerte als ursprünglich geplant, umfasste sieben Lose und zog 253 Bewerbungen an.
Wichtige Erkenntnisse
- Die ZHAW vergab Grafikaufträge im Wert von 16 Millionen Franken.
- Insgesamt gingen 253 Angebote für sieben Lose ein.
- 25 Anbieter aus der Schweiz, Deutschland und Österreich erhielten Zuschläge.
- Das Zürcher Büro4 war mit Zuschlägen in sechs von sieben Losen besonders erfolgreich.
- Die Vertragslaufzeiten betragen knapp fünf Jahre.
Umfangreicher Vergabeprozess mit hohem Interesse
Die ZHAW hat nach einem langwierigen Verfahren die Zuschläge für ihre Grafikdienstleistungen bekannt gegeben. Ursprünglich war die Vergabe früher geplant, doch die hohe Anzahl an Bewerbungen und die Komplexität einer Pool-Ausschreibung führten zu Verzögerungen. Mediensprecher Thomas Schläpfer hatte diese Gründe bereits im Oktober erwähnt.
Bei einer Pool-Ausschreibung werden für verschiedene Lose jeweils mehrere Anbieter ausgewählt. Dies ermöglicht der ZHAW, auf eine breite Palette von Expertise und Kapazitäten zurückzugreifen.
Zahlen und Fakten
- Gesamtvolumen der Aufträge: 16 Millionen Franken
- Anzahl eingegangener Angebote: 253
- Anzahl der Lose: 7
- Anzahl der ausgewählten Anbieter: 25
- Vertragslaufzeit: Knapp fünf Jahre
Die erfolgreichsten Büros und ihre Zuschläge
Einige Unternehmen stachen bei dieser Ausschreibung besonders hervor. Das Zürcher Büro4 sicherte sich Aufträge in sechs der sieben Lose. Die Auftragsvolumen für Büro4 lagen dabei zwischen 464'000 und 1,74 Millionen Franken. Auch Obrist und Partner Graphic Designers aus Zürich war mit Zuschlägen in vier Losen stark vertreten.
Notice Design aus Zürich und Stillhart Konzept und Gestaltung, ebenfalls aus Zürich, erhielten jeweils in fünf Losen den Zuschlag. Diese breite Verteilung der Aufträge unterstreicht das Ziel der ZHAW, verschiedene Spezialisten für unterschiedliche Anforderungen zu gewinnen.
„Die hohe Anzahl an Bewerbungen und die Komplexität der Pool-Ausschreibung waren die Hauptgründe für die Verzögerung bei der Vergabe.“
Details zu den einzelnen Losen
Die sieben Lose deckten verschiedene Bereiche des Grafikdesigns ab. Das Los «Editorial Design» verzeichnete mit 49 Eingaben die meisten Angebote. Hier wurden unter anderem Büros wie Bonbon, Comm-unity Creative Collective und Keim Identity berücksichtigt, mit einzelnen Auftragsvolumen von bis zu 1,92 Millionen Franken für Notice Design.
Im Bereich «Corporate Identity/Branding» gingen 42 Angebote ein. Acht Anbieter erhielten hier den Zuschlag, darunter Kreisvier Communications aus Basel und Nerves aus Zürich. Das kleinste Los, «Book Design», zählte 20 Angebote und vergab drei Zuschläge an Bonbon, Res Eichenberger Design und TGG.
Hintergrund zur ZHAW
Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ist eine der grössten und führenden Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Schweiz. Sie bietet Bachelor- und Masterstudiengänge, Weiterbildungen sowie Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen an. Eine professionelle und konsistente visuelle Kommunikation ist für die ZHAW von grosser Bedeutung, um ihre Marke zu stärken und ihre vielfältigen Zielgruppen effektiv anzusprechen.
Bewertung nach Leistungsfähigkeit und Preis
Die ZHAW legte bei der Vergabe grossen Wert auf die Qualität der angebotenen Leistungen. Die Leistungsfähigkeit der Bewerber floss mit 70 Prozent in die Gesamtbewertung ein, während der Preis 30 Prozent ausmachte. Dies zeigt, dass die Hochschule primär nach qualitativ hochwertigen und passenden Lösungen suchte.
Die Grafik-Referenzen wurden von den Kommunikations- und Marketingleitenden der ZHAW sorgfältig geprüft. Sie beurteilten die Eignung der Arbeiten für die jeweiligen Aufgaben und die Ansprache der Zielgruppen. Dieses Vorgehen gewährleistet, dass die ausgewählten Partner die spezifischen Anforderungen der ZHAW erfüllen können.
Weitere Los-Details und Zuschläge
- Commercial Design: 46 Angebote, acht Zuschläge. Hier waren unter anderem Alltag Agentur aus St. Gallen und Herburg Weiland aus München erfolgreich.
- POS (Point of Sale): 20 Angebote, drei Zuschläge. Nerves, Stillhart Konzept und Gestaltung sowie Weder & Noch aus München erhielten hier den Zuschlag.
- Illustrationen und Grafiken: 34 Angebote, acht Zuschläge. Alexander Glandien aus Wien, EBP Schweiz aus Zürich und Source Associates aus Zürich waren unter den Gewinnern.
- Digital Design: 42 Angebote, acht Zuschläge. Qturn aus Bolligen, Stämpfli aus Bern und Upset aus Zürich sicherten sich hier Aufträge.
Die Zusammensetzung der ausgewählten Büros zeigt eine Mischung aus etablierten Agenturen und spezialisierten Anbietern, was der ZHAW eine flexible und umfassende Abdeckung ihrer Grafikbedürfnisse ermöglicht. Die Frist für eine Beschwerde gegen den Zuschlag beträgt 20 Tage ab Publikation. Bis zum Ablauf dieser Frist ist die Vergabe noch nicht rechtskräftig.


