Die Feuerwehr Frauenfeld hat am Schlussrapport im Casino Frauenfeld das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Kommandant Sandro Heinzmann dankte den Einsatzkräften für ihren engagierten Dienst. Zahlreiche Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue geehrt, andere nach vielen Jahren verabschiedet. Gleichzeitig wurden 13 neue Feuerwehrleute in das Team aufgenommen, was die kontinuierliche Stärkung der Einsatzbereitschaft unterstreicht.
Wichtige Punkte
- 130 Ernsteinsätze und 2'300 Einsatzstunden im vergangenen Jahr.
- 7'300 Stunden und 120 Kurstage für die Ausbildung aufgewendet.
- Hauptmann Jörg Ehrensperger und Oberleutnant Martin Herzog nach 27 bzw. 26 Jahren verabschiedet.
- 13 neue Feuerwehrleute in das Team aufgenommen.
- Jugendfeuerwehr Frauenfeld belegte die ersten drei Plätze bei Plauschwettkampf.
Ein Jahr voller Herausforderungen und Erfolge
Das vergangene Jahr stellte die Feuerwehr Frauenfeld vor vielfältige Aufgaben. Bis Ende November bewältigten die Einsatzkräfte 130 Ernsteinsätze. Dies entspricht einer Gesamtzahl von 2'300 geleisteten Stunden im Ernstfall. Diese Zahlen zeigen das hohe Engagement und die ständige Bereitschaft der Frauenfelder Feuerwehrleute.
Neben den Einsätzen war die Ausbildung ein zentraler Pfeiler der Arbeit. Insgesamt investierten die Mitglieder 7'300 Stunden in Trainings und absolvierten 120 Kurstage. Dieser hohe Ausbildungsstand ist entscheidend für die Sicherheit der Bevölkerung in Frauenfeld.
Faktencheck
- Einsatzstunden 2023: Rund 2'300 Stunden bei 130 Ernsteinsätzen.
- Ausbildungsstunden 2023: 7'300 Stunden und 120 Kurstage.
Verabschiedungen und Ehrungen langjähriger Mitglieder
Der Schlussrapport war auch ein Moment des Abschieds und der Würdigung. Insgesamt 17 Feuerwehrleute wurden aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Darunter befanden sich auch langjährige und prägende Persönlichkeiten, die massgeblich zur Entwicklung der Feuerwehr Frauenfeld beigetragen haben.
Kommandant Sandro Heinzmann bedankte sich bei allen Angehörigen der Feuerwehr für ihren grossartigen Einsatz – im Rahmen der Ausbildung wie auch im Ernstfall.
Besonders hervorgehoben wurden Hauptmann Jörg Ehrensperger und Oberleutnant Martin Herzog. Jörg Ehrensperger gehörte der Feuerwehr Frauenfeld 27 Jahre an. In dieser Zeit absolvierte er rund 4'000 Übungsstunden und 1000 Einsätze. Martin Herzog verabschiedete sich nach 26 Jahren Dienst, in denen er 3'200 Übungsstunden und 900 Einsätze leistete. Beide waren langjährige Kommandomitglieder und prägten die Feuerwehr Frauenfeld nachhaltig.
Hintergrund: Die Bedeutung von Milizfeuerwehren
In der Schweiz basiert das Feuerwehrwesen grösstenteils auf dem Milizsystem. Dies bedeutet, dass die meisten Feuerwehrleute ihre Aufgaben ehrenamtlich oder nebenberuflich ausüben. Ihr Engagement ist essenziell für die lokale Sicherheit und erfordert eine hohe Bereitschaft zur Ausbildung und zu Einsätzen, oft auch nachts oder am Wochenende.
Neue Gesichter und Beförderungen
Während einige verdiente Mitglieder verabschiedet wurden, konnte die Feuerwehr Frauenfeld auch 13 neue Angehörige begrüssen. Diese neuen Kräfte sichern die zukünftige Einsatzfähigkeit und bringen frischen Wind in das Team. Die Integration neuer Mitglieder ist ein kontinuierlicher Prozess, der durch intensive Ausbildung begleitet wird.
Neben den Neuaufnahmen wurden auch bestehende Mitglieder für ihre Treue und ihren Einsatz geehrt. Heinz Rubi wurde für 20 Jahre Engagement ausgezeichnet. Pedro Silva, Raphael Leutenegger, Michael Stüssi und Dominik Jetzter erhielten Anerkennung für jeweils 15 Jahre Dienst. Für zehn Jahre bei der Feuerwehr Frauenfeld wurden Adrian Abegglen, Samuel Pfister, Marco Sieber, Sandra Hirschi und Tobias Grienenberger geehrt.
Auch Beförderungen standen auf der Tagesordnung. Oberleutnant Michael Portner wurde vom Stadtrat zum Hauptmann befördert. Er wird ab Januar die wichtige Funktion des Zugchefs und stellvertretenden Kommandanten übernehmen.
Besondere Höhepunkte des Jahres
Das vergangene Jahr brachte einige besondere Ereignisse mit sich. Die Feuerwehr Frauenfeld nahm drei neue Motorspritzen und Anhänger in Betrieb. Diese Modernisierung der Ausrüstung stärkt die technische Schlagkraft der Wehr. Ein weiterer Höhepunkt war der Tag der offenen Tür, der der Bevölkerung Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr ermöglichte.
Ein eher ungewöhnlicher, aber denkwürdiger Moment war die Verabschiedung des ehemaligen Stadtpräsidenten Anders Stokholm, den die Feuerwehr mit der Drehleiter aus seinem Büro abholte. Diese Geste zeigte die enge Verbundenheit zwischen Stadt und Feuerwehr.
Die Jugendfeuerwehr Frauenfeld sorgte ebenfalls für Stolz: Beim jährlichen Jugendfeuerwehr-Plauschwettkampf belegten die jungen Talente die Plätze 1 bis 3 und beanspruchten damit das gesamte Podest für sich. Dies unterstreicht die erfolgreiche Nachwuchsförderung.
Ausblick und gesellschaftlicher Abschluss
Der Schlussrapport endete mit einem gemeinsamen Nachtessen, bei dem die Geselligkeit gepflegt wurde. Der neue Stadtpräsident Claudio Bernold hielt ebenfalls eine Ansprache und betonte die Wichtigkeit der Feuerwehr für die Gemeinschaft. Solche Anlässe stärken den Zusammenhalt und sind Ausdruck der Wertschätzung für den ehrenamtlichen Dienst.
Die Feuerwehr Frauenfeld blickt auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Das Engagement ihrer Mitglieder, der hohe Ausbildungsstand und die kontinuierliche Erneuerung der Ausrüstung gewährleisten, dass die Sicherheit der Frauenfelder Bevölkerung stets gewährleistet ist.





