Trotz eisiger Temperaturen von minus sechs Grad versammelten sich am 6. Januar rund 40 Einwohnerinnen und Einwohner von Brütten auf dem Aussichtspunkt Buck. Der traditionelle Neujahrsapéro der SVP Brütten bot Gelegenheit zum Austausch und einen Blick auf die Aufgaben des Winterthurer Statthalters.
Wichtige Punkte
- Rund 40 Personen nahmen am Neujahrsapéro in Brütten teil.
- Robert Hinnen, Bezirksratspräsident und Statthalter von Winterthur, war Gastredner.
- Die Veranstaltung gedachte auch der Brandkatastrophe von Crans Montana.
- Hinnen erläuterte die historische Entwicklung und die aktuellen Aufgaben des Statthalteramtes und des Bezirksrates.
- Die Bedeutung des Föderalismus und der direkten Demokratie wurde hervorgehoben.
Gemeinschaft trotz Winterkälte
Der Neujahrsapéro in Brütten ist ein fester Bestandteil des Dorflebens. Auch in diesem Jahr liessen sich die Brüttenerinnen und Brüttener nicht von der Kälte abhalten. Sie genossen Glühwein, heissen Punsch und Dreikönigskuchen. Die Atmosphäre war herzlich und lud zu persönlichen Gesprächen ein.
Jürg Stahl, Präsident der SVP-Ortssektion Brütten, begrüsste die Anwesenden. Er betonte die Bedeutung solcher Treffen für den Zusammenhalt im Dorf. Der Aussichtspunkt Buck bot eine stimmungsvolle Kulisse, beleuchtet von wärmenden Finnenkerzen.
Fakten zum Anlass
- Datum: 6. Januar
- Ort: Aussichtspunkt Buck, Brütten
- Teilnehmer: Rund 40 Personen
- Temperatur: Minus 6 Grad Celsius
- Verpflegung: Glühwein, heisser Punsch, Dreikönigskuchen
Gedenken an tragisches Ereignis
In seiner Ansprache fand Jürg Stahl auch nachdenkliche Worte. Er erinnerte an die Brandkatastrophe in Crans Montana, bei der junge Menschen ums Leben kamen. Brütten hatte bereits am 4. Januar ein Zeichen der Solidarität gesetzt, indem die drei Flaggen auf dem Gemeindeplatz auf Halbmast gehisst wurden.
«Gerade in einem Moment wie diesem ist es wichtig, auch an die Angehörigen zu denken, die derzeit eine sehr schwere Zeit durchmachen», sagte Stahl. «Das gemeinsame Innehalten ist ein Zeichen der Solidarität.»
Dieses Gedenken unterstrich die Verbundenheit der Gemeinde über die eigenen Grenzen hinaus. Es zeigte, dass auch bei festlichen Anlässen Raum für Besinnung bleibt.
Einblick in die Aufgaben des Statthalters
Gastredner Robert Hinnen, Bezirksratspräsident und Statthalter von Winterthur, gab den Anwesenden einen spannenden Einblick in seine Arbeit. Er begann mit einem historischen Exkurs, der die Ursprünge des Statthalteramtes beleuchtete. Diese reichen bis ins Jahr 1798 zurück, in die Zeit der Französischen Revolution und Napoleons.
Hinnen erklärte, dass der Statthalter damals wie heute eine wichtige Brückenfunktion zwischen der ländlichen Bevölkerung und der Zürcher Kantonsregierung einnehme. Er sei Bindeglied und Vermittler. Heute sind diese Aufgaben auf zwei Ämter verteilt: das Statthalteramt und den Bezirksrat.
Hintergrund zum Statthalteramt
Das Statthalteramt im Kanton Zürich ist eine historische Institution. Es fungiert als Bindeglied zwischen den Gemeinden und der kantonalen Verwaltung. Der Statthalter ist für verschiedene administrative und rechtliche Aufgaben zuständig, darunter das Bussenwesen und die Aufsicht über Gemeinden.
Föderalismus und direkte Demokratie
Robert Hinnen betonte in seinem Referat die Bedeutung des schweizerischen Föderalismus. Er erklärte, dass die Macht in der Schweiz nicht zentralisiert sei, sondern gut verteilt. Dies sorge für politische Stabilität und ermögliche massgeschneiderte Lösungen für die verschiedenen Regionen.
Ein besonderes Augenmerk legte Hinnen auf die Mitwirkungsrechte der Bevölkerung. Die direkte Demokratie in der Schweiz sei einzigartig, insbesondere das Initiativ- und Referendumsrecht. Dieses System funktioniere jedoch nur, wenn die Bürgerinnen und Bürger aktiv mitwirken und Verantwortung übernehmen.
Hinnen ermutigte die Anwesenden, sich an den kommenden Gemeinde-Erneuerungswahlen zu beteiligen. Dies sei eine wichtige Gelegenheit, die lokale Politik aktiv mitzugestalten und die eigene Stimme einzubringen. Nur durch Engagement könne die direkte Demokratie lebendig bleiben.
Die Rolle des Bezirksrates
- Aufsichtsbehörde der Gemeinden
- Tätig in vielen Bereichen der Verwaltung
- Wichtiger Pfeiler des föderalistischen Systems
Dank an Unterstützer
Zum Abschluss bedankte sich SVP-Präsident Jürg Stahl bei allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Ein besonderer Dank ging an Urs Knecht für die Spende der Finnenkerzen, die den Aussichtspunkt erleuchteten. Auch die Bäckerei Bosshart wurde für den traditionellen Dreikönigskuchen gewürdigt.
Der Abend endete mit angeregten Gesprächen und dem Gefühl einer starken Gemeinschaft. Solche Anlässe stärken den Zusammenhalt im Dorf und bieten eine Plattform für den Austausch über lokale und kantonale Themen. Die Kälte konnte der guten Stimmung nichts anhaben.
Die SVP Brütten konnte mit diesem Neujahrsapéro einmal mehr zeigen, wie wichtig ihr der direkte Kontakt zu den Einwohnern ist. Das Format fördert den Dialog und das Verständnis für politische Prozesse und die Arbeit der Behörden.





