Die Gemeinde Stettfurt im Kanton Thurgau kann aufatmen: Das Trinkwasser ist seit Donnerstag wieder uneingeschränkt geniessbar. Nach wochenlanger Verunreinigung mit Fäkalbakterien und einem damit verbundenen Trinkwasserverbot haben die jüngsten Analysen keine gesundheitsschädlichen Keime mehr nachgewiesen. Die Bevölkerung kann das Leitungswasser nun wieder bedenkenlos konsumieren.
Wichtige Punkte
- Trinkwasser in Stettfurt ist seit Donnerstag wieder uneingeschränkt geniessbar.
- Keine Fäkalbakterien mehr nachweisbar.
- Verbot für Leitungswasser wurde aufgehoben.
- Ursache der Verunreinigung war ein Gemüsebetrieb.
- Strafanzeige gegen Verantwortliche wird eingereicht.
Aufhebung des Trinkwasserverbots
Das kantonale Laboratorium hat die guten Nachrichten übermittelt. Demnach ist eine Infektion durch gesundheitsschädliche Mikroorganismen im Trinkwasser ausgeschlossen. Die Gemeinde Stettfurt informierte umgehend über ihre Homepage über die positive Entwicklung.
Die Einwohnerinnen und Einwohner waren seit dem 17. Februar von dem Trinkwasserverbot betroffen. Damals wurden erstmals Fäkalbakterien im Netz entdeckt. Dies führte zu erheblichen Einschränkungen im Alltag und Sorgen um die Gesundheit.
Fakten zur Verunreinigung
- Datum der Entdeckung: 17. Februar
- Verteilung von Flaschenwasser: Die Gemeinde stellte der Bevölkerung Flaschenwasser zur Verfügung.
- Betroffene Personen: Mehrere Einwohner litten an Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen und Übelkeit.
Empfehlung zum Spülen des Hausnetzes
Trotz der Entwarnung empfiehlt die Gemeinde Stettfurt, vor dem erneuten Konsum des Leitungswassers zuerst das gesamte Hausnetz gründlich zu spülen. Diese Massnahme soll letzte Rückstände entfernen und die vollständige Sicherheit gewährleisten.
Die präventive Spülung ist eine übliche Vorgehensweise nach solchen Ereignissen. Sie hilft, stehendes Wasser in den Leitungen zu erneuern und das System zu reinigen.
Ursache der Kontamination geklärt
Am vergangenen Montag informierten Kanton und Gemeinde über die Ursache der Verunreinigung. Das kontaminierte Wasser stammte von einem Gemüsebetrieb. Es gelangte von dort aus in das Trinkwassernetz der Gemeinde.
Der genaue Ablauf, wie das verunreinigte Wasser in das System eindringen konnte, ist noch nicht vollständig geklärt. Die Behörden arbeiten weiterhin an der detaillierten Aufklärung des Vorfalls.
«Eine Infektion durch gesundheitsschädliche Mikroorganismen im Trinkwasser kann ausgeschlossen werden.»
Hintergrund der Kontamination
Fäkalbakterien im Trinkwasser stellen ein ernstes Gesundheitsrisiko dar. Sie können schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Die schnelle Reaktion der Gemeinde und die Bereitstellung von Flaschenwasser waren entscheidend, um die Auswirkungen auf die Bevölkerung zu minimieren.
Solche Vorfälle unterstreichen die Bedeutung strenger Kontrollen der Trinkwasserqualität und der Infrastruktur.
Rechtliche Konsequenzen drohen
Der Vorfall wird nicht ohne rechtliche Folgen bleiben. Der Leiter der Thurgauer Trink- und Badewasserkontrolle kündigte an, dass der Kanton eine Strafanzeige einreichen wird.
Diese Massnahme zielt darauf ab, die Verantwortlichkeiten zu klären und sicherzustellen, dass ähnliche Vorfälle in Zukunft vermieden werden. Die Untersuchung wird voraussichtlich weitere Details über die genauen Umstände der Kontamination ans Licht bringen.
Die Wiederherstellung der Trinkwasserqualität ist ein wichtiger Schritt für die Gemeinde Stettfurt. Es zeigt die Effizienz der Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden und kantonalen Spezialisten in Krisensituationen.
Die Bevölkerung kann nun wieder auf eine sichere Wasserversorgung vertrauen, auch wenn die juristische Aufarbeitung des Vorfalls noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Gesundheit der Einwohner hat oberste Priorität.
Lektionen aus dem Vorfall
Dieser Vorfall in Stettfurt dient als Mahnung für alle Gemeinden, die Überwachung der Wasserqualität kontinuierlich zu optimieren. Regelmässige Kontrollen und schnelle Reaktionspläne sind unerlässlich, um die öffentliche Gesundheit zu schützen.
Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaftsbetrieben und Wasserversorgern muss ebenfalls gestärkt werden, um solche kritischen Schnittstellen besser abzusichern. Nur so lassen sich Risiken minimieren und die Versorgungssicherheit gewährleisten.
Die Situation in Stettfurt zeigt, wie wichtig es ist, stets wachsam zu bleiben und die Infrastruktur der Wasserversorgung auf dem neuesten Stand zu halten. Investitionen in Prävention und Überwachung zahlen sich langfristig aus.





