Das Mechanisierte Brigade Stabsbataillon 11 führt derzeit in der Region Illnau-Effretikon eine wichtige Wiederholungskursübung durch. Diese Übung dient der Sicherstellung der Einsatzbereitschaft und der Erprobung mobiler Führungseinrichtungen. Regierungsrat Mario Fehr, der Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, besuchte heute das sogenannte «Götti-Bataillon» und machte sich ein Bild von der Professionalität der Soldaten.
Wichtige Punkte
- Das Mechanisierte Brigade Stabsbataillon 11 trainiert in Illnau-Effretikon.
- Regierungsrat Mario Fehr und Stadtpräsident Marco Nuzzi besuchten die Truppe.
- Das Bataillon ist auf mobile Kommandozentralen spezialisiert.
- Über die Hälfte der Soldaten im WK kommen aus dem Kanton Zürich.
- Der Kanton Zürich und die Schweizer Armee pflegen eine enge Partnerschaft.
Besuch der politischen Führung
Regierungsrat Mario Fehr, Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, besuchte die Übung zusammen mit Marco Nuzzi, dem Stadtpräsidenten von Illnau-Effretikon. Marco Nuzzi ist selbst stellvertretender Kommandant eines Mechanisierten Bataillons in seiner Miliz-Funktion. Beide erhielten einen umfassenden Einblick in die komplexen Aufgaben eines Führungs- und Unterstützungsbataillons.
Der Besuch unterstreicht die enge Verbundenheit zwischen der zivilen Führung und der Schweizer Armee. Es zeigte sich, wie wichtig die regelmässigen Übungen für die Aufrechterhaltung der Sicherheit sind.
Wussten Sie schon?
Gut die Hälfte der Soldaten, die am Wiederholungskurs des Zürcher «Götti-Bataillons» teilnehmen, stammen aus dem Kanton Zürich. Dies zeigt die starke regionale Verankerung der Armeeangehörigen.
Aufgaben eines Führungs- und Unterstützungsbataillons
Das Mechanisierte Brigade Stabsbataillon 11 hat eine zentrale Rolle bei der Führung von Operationen. Es betreibt nicht nur stationäre, sondern auch mobile Führungseinrichtungen. Diese sind entscheidend, um im Ereignisfall die Arbeit von Entscheidungsträgern zu gewährleisten. Die Kommandozentralen sind meist in Zelten untergebracht und funktionieren standort- sowie wetterunabhängig.
Diese Flexibilität ist in modernen Krisenszenarien unerlässlich. Die Fähigkeit, schnell und effizient mobile Strukturen aufzubauen und zu betreiben, ist ein Grundpfeiler der militärischen Einsatzbereitschaft.
«Die Fähigkeit, unter anspruchsvollen Bedingungen mobile Kommandozentralen zu betreiben, ist zentral in Krisen. Die Soldaten haben heute gezeigt, mit welcher Professionalität sie ihre Aufgaben wahrnehmen», bilanzierte Sicherheitsdirektor Mario Fehr nach seinem Besuch.
Die Bedeutung mobiler Kommandozentralen
In einer Zeit, in der Infrastrukturen anfällig sein können, gewinnen mobile und dezentrale Führungssysteme an Bedeutung. Sie ermöglichen es, auch bei Ausfall fester Anlagen die Befehlsgebung und Koordination aufrechtzuerhalten. Dies ist für die Sicherheit des Kantons Zürich und der gesamten Schweiz von grosser Relevanz.
Die Soldaten trainieren hierbei nicht nur technische Abläufe, sondern auch die Zusammenarbeit unter Stressbedingungen. Dies schult ihre Entscheidungsfähigkeit und Belastbarkeit.
Hintergrund: Das «Götti-Bataillon»
Als «Götti-Bataillon» wird eine militärische Einheit bezeichnet, die eine besondere Beziehung zu einem Kanton oder einer Region pflegt. Diese Patenschaft fördert den Austausch und die gegenseitige Unterstützung zwischen Armee und Zivilgesellschaft.
Enge Zusammenarbeit zwischen Armee und Kanton Zürich
Der Kanton Zürich und die Schweizer Armee pflegen eine langjährige und enge Partnerschaft. Zahlreiche Armeestandorte von überregionaler Bedeutung befinden sich im Kantonsgebiet. Dies zeigt die strategische Wichtigkeit der Region für die Landesverteidigung.
- Rüti: Standort des Rekrutierungszentrums.
- Hinwil: Hier befindet sich die Logistikbasis.
- Dübendorf: Heimat des Militärflugplatzes.
- Bülach und Kloten: Wichtige Waffenplätze der Führungsunterstützung.
- Stadt Zürich: Kantonales Zeughaus im Herzen der Stadt.
- Birmensdorf: Waffenplatz für die Militärakademie der ETH Zürich und die «Infanterie Durchdienerschule 14». Dort werden angehende Kader und Soldaten ausgebildet.
Diese Standorte sind nicht nur militärisch relevant, sondern auch wichtige Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen in der Region. Die Ausbildung von Kadern und Soldaten in Birmensdorf sichert den Nachwuchs für die Schweizer Armee.
Ausblick auf zukünftige Herausforderungen
Die aktuellen Übungen in Illnau-Effretikon sind ein wichtiger Baustein für die Anpassung der Armee an moderne Bedrohungen. Die Fähigkeit zur schnellen Reaktion und zur Aufrechterhaltung der Führung unter schwierigen Bedingungen ist entscheidend. Dies wird in einer sich wandelnden Sicherheitslage immer wichtiger.
Die Investition in Ausbildung und Infrastruktur ist somit eine Investition in die zukünftige Sicherheit der Schweiz. Die Professionalität der Soldaten und die Unterstützung der zivilen Behörden sind dabei von grossem Wert.


