In der Nacht auf Samstag kam es auf der Frauenfelderstrasse zu einem gefährlichen Vorfall. Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau führten Verkehrskontrollen durch, als ein Autofahrer trotz deutlicher Haltezeichen auf die Polizisten zufuhr. Ein Beamter musste ausweichen, um eine Kollision zu verhindern. Der Fahrer setzte seine Fahrt fort und ignorierte Blaulicht sowie die Leuchtschrift «Stopp Polizei».
Die Verfolgungsjagd endete in Richtung Matzingen, wo die Patrouille das Fahrzeug schliesslich überholen konnte. Der 63-jährige Schweizer wurde als fahrunfähig eingestuft. Er musste sich einer Blut- und Urinprobe unterziehen. Sein Führerausweis wurde sofort eingezogen, und er wird bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.
Wichtige Fakten
- Polizei kontrollierte Verkehr auf Frauenfelderstrasse.
- Fahrer ignorierte Haltezeichen und fuhr auf Polizisten zu.
- Verfolgungsjagd in Richtung Matzingen.
- Fahrer wurde als fahrunfähig eingestuft.
- Führerausweis eingezogen, Anzeige erstattet.
Gefährliche Missachtung der Haltezeichen
Die Verkehrskontrolle fand kurz vor 1 Uhr morgens statt. Polizisten positionierten sich strategisch auf der Frauenfelderstrasse, um die Sicherheit im Strassenverkehr zu gewährleisten. Als ein Fahrzeug aus Frauenfeld kommend auf die Kontrollstelle zufuhr, gaben die Beamten klare Anweisungen zum Anhalten. Doch der Fahrer reagierte nicht wie erwartet.
Statt anzuhalten, setzte der Autofahrer seine Fahrt fort und steuerte direkt auf die Polizisten zu. Diese Situation zwang einen der Beamten, blitzschnell zu reagieren und zur Seite zu springen. Nur so konnte ein direkter Zusammenstoss verhindert werden. Diese Missachtung der Anweisungen stellte eine erhebliche Gefahr für die Einsatzkräfte dar.
Statistik zur Fahrunfähigkeit
Laut Bundesamt für Strassen (ASTRA) ist Alkohol am Steuer weiterhin eine häufige Unfallursache in der Schweiz. Im Jahr 2022 waren alkoholbedingte Unfälle für einen beträchtlichen Teil der schweren Verletzungen und Todesfälle im Strassenverkehr verantwortlich. Solche Kontrollen sind entscheidend, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Verfolgungsfahrt und schliessliche Anhaltung
Nachdem der Fahrer die Kontrollstelle passiert hatte, nahmen die Polizisten umgehend die Verfolgung auf. Das Einsatzfahrzeug schaltete Blaulicht und die Leuchtmatrix mit der Aufschrift «Stopp Polizei» ein. Trotz dieser unmissverständlichen Signale zeigte der Autofahrer keine Reaktion. Er setzte seine Fahrt unbeirrt in Richtung Matzingen fort, ohne seine Geschwindigkeit zu reduzieren oder anzuhalten.
Die Verfolgungsjagd dauerte an, bis die Patrouille das Fahrzeug schliesslich überholen und zum Anhalten zwingen konnte. Dies erforderte ein hohes Mass an fahrerischem Können und Umsicht seitens der Polizei, um weitere Gefahren für den fliessenden Verkehr und den Fahrer selbst zu vermeiden. Die Anhaltung erfolgte ohne weitere Zwischenfälle.
«Die Sicherheit unserer Einsatzkräfte hat oberste Priorität. Das Ignorieren von Haltezeichen und Blaulicht stellt eine massive Gefährdung dar, die wir nicht tolerieren können», erklärte ein Sprecher der Kantonspolizei Thurgau nach dem Vorfall.
Konsequenzen für den Fahrer
Nachdem der 63-jährige Schweizer angehalten wurde, beurteilten die Einsatzkräfte seine Fahreignung. Schnell wurde klar, dass der Mann nicht in der Lage war, ein Fahrzeug sicher zu führen. Dies führte zur Anordnung einer obligatorischen Blutentnahme und einer Urinprobe, um den genauen Grad der Fahrunfähigkeit festzustellen und mögliche Substanzen nachzuweisen.
Der Führerausweis des Mannes wurde an Ort und Stelle entzogen. Er wird nun zuhanden des Strassenverkehrsamtes eingereicht, welches über weitere Massnahmen und eine mögliche Wiedererteilung entscheiden wird. Zusätzlich wird der Fahrer bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Ihm drohen nun rechtliche Konsequenzen, darunter eine Busse und ein Entzug des Führerausweises für längere Zeit.
Rechtliche Grundlagen bei Fahrunfähigkeit
In der Schweiz sind die Strafen für Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss im Strassenverkehrsgesetz (SVG) geregelt. Bei einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille oder mehr, oder bei Nachweis von Drogen, drohen empfindliche Bussen, Freiheitsstrafen und ein obligatorischer Führerausweisentzug. Die Dauer des Entzugs hängt von der Schwere des Vergehens und allfälligen Vorstrafen ab.
Prävention und Verkehrssicherheit
Dieser Vorfall unterstreicht die Wichtigkeit regelmässiger Verkehrskontrollen. Sie dienen nicht nur der Ahndung von Vergehen, sondern vor allem der Prävention und dem Schutz aller Verkehrsteilnehmer. Die Kantonspolizei Thurgau führt solche Kontrollen regelmässig durch, um das Bewusstsein für die Gefahren von Fahrunfähigkeit zu schärfen und die Einhaltung der Verkehrsregeln sicherzustellen.
Die Öffentlichkeit wird stets dazu aufgerufen, verantwortungsbewusst am Strassenverkehr teilzunehmen. Bei Anzeichen von Fahrunfähigkeit, sei es durch Alkohol, Drogen oder Übermüdung, sollte man das Fahrzeug stehen lassen und auf alternative Transportmittel zurückgreifen. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kann schwerwiegende Folgen haben, nicht nur für den Fahrer, sondern auch für Unbeteiligte.
- Fahren Sie nüchtern: Alkohol und Drogen beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit erheblich.
- Seien Sie ausgeruht: Übermüdung kann genauso gefährlich sein wie Alkohol.
- Reagieren Sie auf Einsatzkräfte: Haltezeichen und Blaulicht der Polizei sind zu befolgen.
- Nutzen Sie Alternativen: Bei Fahrunfähigkeit Taxi, öffentliche Verkehrsmittel oder Mitfahrgelegenheiten nutzen.
Die Kantonspolizei Thurgau wird ihre Bemühungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit fortsetzen. Solche Vorfälle zeigen, dass die Präsenz und das entschlossene Handeln der Polizei unerlässlich sind, um die Strassen für alle sicherer zu machen.





