Die Kantonspolizei Zürich und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben im vergangenen Jahr am Flughafen Zürich eine beeindruckende Menge an Betäubungsmitteln sichergestellt. Insgesamt wurden über 4 Tonnen Drogen beschlagnahmt. Diese Operation führte zur Festnahme von 94 Personen, die im Zusammenhang mit dem Drogenschmuggel standen.
Wichtige Erkenntnisse
- Am Flughafen Zürich wurden 2025 über 4 Tonnen Drogen sichergestellt.
- Marihuana machte den grössten Anteil der beschlagnahmten Drogen aus.
- 94 Personen aus 28 Nationen wurden festgenommen.
- Drogenkuriere nutzten den Flughafen sowohl als Transit- als auch als Einreisepunkt.
- Ein beträchtlicher Teil der Drogen kam per Fracht- und Luftpost.
Umfangreiche Drogenfunde im Detail
Die Ermittlungsbehörden identifizierten und beschlagnahmten im Jahr 2025 eine breite Palette illegaler Substanzen. Der Löwenanteil entfiel dabei auf Marihuana mit 3,8 Tonnen. Diese Menge unterstreicht die anhaltende Präsenz dieser Droge im internationalen Schmuggelverkehr.
Neben Marihuana wurden auch andere gefährliche Drogen sichergestellt. Dazu gehörten 200 Kilogramm Khat, eine stimulierende Pflanze. Die Beamten fanden zudem 47 Kilogramm Kokain und 26 Kilogramm Heroin, beides hochwirksame und gefährliche Substanzen. Auch 162 Kilogramm Haschisch und 30 Kilogramm Ketamin wurden entdeckt.
Ein ungewöhnlicher Fund war das pflanzenbasierte Halluzinogen Ayahuasca. Davon wurden über zwölf Kilogramm beschlagnahmt. Diese Vielfalt der sichergestellten Drogen zeigt die breite Palette an Substanzen, die über den Flughafen Zürich geschmuggelt werden sollen.
Zahlen und Fakten zum Drogenfund
- 3,8 Tonnen Marihuana
- 200 Kilogramm Khat
- 47 Kilogramm Kokain
- 26 Kilogramm Heroin
- 162 Kilogramm Haschisch
- 30 Kilogramm Ketamin
- 12+ Kilogramm Ayahuasca
Festnahmen und internationale Verbindungen
Im Rahmen dieser umfangreichen Ermittlungen nahmen die Behörden 94 Personen fest. Diese Gruppe setzte sich aus 26 Frauen und 68 Männern zusammen. Ihr Alter reichte von 18 bis 80 Jahren. Die festgenommenen Personen stammten aus insgesamt 28 verschiedenen Nationen, was die globale Dimension des Drogenhandels verdeutlicht.
Die Drogen hatten ihren Ursprung in zahlreichen internationalen Herkunfts- und Abflugorten. Dazu gehörten grosse Städte wie Bangkok, São Paulo, Los Angeles, Toronto, Johannesburg und Mexiko-Stadt. Auch Tel Aviv, Barcelona, Madrid und Medellín wurden als Ausgangspunkte genannt. Dies zeigt, dass der Flughafen Zürich ein wichtiges Drehkreuz für den internationalen Drogenhandel darstellt.
Die Zusammenarbeit zwischen Kantonspolizei und BAZG ist entscheidend für den Erfolg solcher Operationen. Sie schützt die Schweiz vor dem Einschleppen illegaler Substanzen.
Rolle des Flughafens Zürich im Schmuggel
Der Flughafen Zürich spielt eine doppelte Rolle für Drogenkuriere. 37 Personen nutzten ihn als reinen Transitflughafen, um Drogen in andere Länder zu transportieren. Weitere 57 Personen reisten über diesen Flughafen in die Schweiz ein, um die Drogen hierzulande zu vertreiben. Die geografische Lage der Schweiz und die gute Anbindung des Flughafens machen ihn attraktiv für solche Aktivitäten.
Ein erheblicher Teil der sichergestellten Betäubungsmittel wurde nicht von Kuriere am Körper getragen. Stattdessen wurden 1,5 Tonnen Marihuana und 150 Kilogramm Haschisch über Fracht- und Luftpostsendungen eingeführt. Dies weist auf organisierte Kriminalität hin, die verschiedene Schmuggelrouten und -methoden nutzt, um die Kontrollen zu umgehen.
Hintergrund: Kampf gegen Drogenkriminalität
Der Kampf gegen den internationalen Drogenhandel ist eine dauerhafte Aufgabe für die Schweizer Behörden. Der Flughafen Zürich ist aufgrund seiner Bedeutung als internationales Drehkreuz ein Brennpunkt dieser Bemühungen. Die Kantonspolizei Zürich und das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit arbeiten eng zusammen, um Schmuggelversuche zu unterbinden. Diese Zusammenarbeit umfasst den Einsatz moderner Technologien und geschultes Personal, um verdächtige Sendungen und Personen zu identifizieren. Die jüngsten Erfolge zeigen die Wirksamkeit dieser Strategien.
Herausforderungen für die Behörden
Der Umfang und die Vielfalt der Drogenfunde stellen die Behörden vor grosse Herausforderungen. Die Kriminellen entwickeln ständig neue Methoden, um Drogen zu schmuggeln. Dies erfordert eine ständige Anpassung der Überwachungs- und Kontrollstrategien. Die internationale Zusammenarbeit mit Polizeibehörden anderer Länder ist dabei unerlässlich. Informationen über Schmuggelrouten und Tätergruppen müssen ausgetauscht werden, um effektiv vorgehen zu können.
Die festgenommenen Personen stammen aus vielen verschiedenen Ländern. Dies erschwert die Ermittlungen zusätzlich. Die Behörden müssen mit unterschiedlichen Rechtssystemen und Sprachen umgehen. Auch die Logistik der Drogenlieferungen, die sowohl über Kuriere als auch über Fracht abgewickelt wird, macht die Arbeit komplex. Die Sicherstellung von Drogen in Frachtsendungen erfordert spezielle Techniken und den Einsatz von Spürhunden.
Ausblick und Prävention
Die erfolgreichen Beschlagnahmungen am Flughafen Zürich sind ein wichtiger Schlag gegen den internationalen Drogenhandel. Sie senden ein klares Signal an kriminelle Organisationen. Die Behörden werden ihre Anstrengungen im Kampf gegen Drogenkriminalität fortsetzen. Dies beinhaltet auch Präventionsmassnahmen, um junge Menschen vor den Gefahren des Drogenkonsums zu schützen.
Die fortlaufende Schulung der Beamten und der Einsatz von modernster Technik bleiben entscheidend. Nur so können die Behörden mit den sich ständig ändernden Methoden der Schmuggler Schritt halten. Der Schutz der Bevölkerung vor illegalen Drogen hat oberste Priorität.





