Der EHC Biel hat am Sonntag in der National League eine bittere Niederlage erlitten. Trotz einer 2:0-Führung bis ins Schlussdrittel verloren die Seeländer in Kloten mit 2:3 nach Verlängerung. Gleichzeitig sicherte sich der SC Bern mit einem klaren 5:0-Sieg gegen Ajoie wichtige Punkte im Kampf um die Play-In-Plätze.
Das Wichtigste in Kürze
- Der EHC Biel verliert nach einer 2:0-Führung mit 2:3 nach Verlängerung gegen den EHC Kloten.
- Der SC Bern gewinnt souverän mit 5:0 gegen das Schlusslicht HC Ajoie.
- Biels Rückstand auf einen Play-In-Platz wächst auf fünf Punkte an.
- Der Kampf um die Ränge 7 bis 11 bleibt sechs Runden vor Ende der Qualifikation extrem eng.
Dramatische Wende in Kloten
Für den EHC Biel sah es lange nach einem perfekten Abend aus. Im wichtigen Duell gegen den EHC Kloten schienen die Seeländer alles unter Kontrolle zu haben. Fabio Hofer brachte sein Team in der 37. Minute in Führung, und als Lias Andersson kurz nach Beginn des letzten Drittels auf 2:0 erhöhte (41.), schienen die drei Punkte so gut wie sicher.
Doch die Rechnung wurde ohne die Gastgeber gemacht. Kloten gab sich nicht geschlagen und startete eine beeindruckende Aufholjagd. Deniss Smirnovs gelang in der 47. Minute der Anschlusstreffer, der dem Heimteam neuen Mut gab. Die Wende wurde schliesslich im Powerplay eingeleitet: Dario Meyer nutzte eine Überzahlsituation in der 54. Minute zum 2:2-Ausgleich und zwang das Spiel in die Verlängerung.
In der Overtime war es Max Lindroth, der in der 64. Minute den Siegtreffer für Kloten erzielte und die Hoffnungen der Bieler auf einen wichtigen Sieg zunichtemachte. Für Biel ist der eine gewonnene Punkt ein schwacher Trost, da der Rückstand auf den rettenden zehnten Tabellenplatz nun auf fünf Zähler angewachsen ist.
Die Bedeutung der Play-Ins
Die Play-Ins sind eine Vorqualifikationsrunde für die Playoffs der National League. Die Teams auf den Rängen 7 bis 10 spielen um die letzten beiden Playoff-Tickets. Für Teams wie Biel ist das Erreichen dieser Runde das Minimalziel der Saison. Jeder Punktverlust in der Endphase der Qualifikation wiegt daher doppelt schwer.
Bern erfüllt die Pflicht souverän
Während Biel einen Rückschlag erlitt, erledigte der SC Bern seine Aufgabe gegen den HC Ajoie mit Bravour. Anders als in den vorangegangenen, teils knappen Duellen liessen die Hauptstädter diesmal nichts anbrennen und feierten einen ungefährdeten 5:0-Heimsieg.
Die ausländischen Spieler des SCB erwiesen sich als entscheidend. Waltteri Merelä eröffnete den Torreigen bereits in der 4. Minute. Im Mitteldrittel sorgte Hardy Häman Aktell mit einem Doppelpack (26. und 40. Minute) für eine komfortable 3:0-Führung und die Vorentscheidung.
Im Schlussabschnitt schraubten Romain Loeffel und Mike Sgarbossa das Ergebnis weiter in die Höhe. Mit diesem souveränen Sieg festigt der SC Bern seinen neunten Tabellenplatz und sammelt wertvolles Selbstvertrauen für den Endspurt der Qualifikation.
Statistik des Spiels
Der SC Bern zeigte eine beeindruckende Effizienz. Fünf verschiedene Torschützen trugen zum klaren Sieg bei, während Goalie Adam Reideborn seinen Kasten sauber hielt und einen Shutout feierte. Für Ajoie war es die nächste klare Niederlage in einer schwierigen Saison.
Der Kampf um die Play-In-Plätze spitzt sich zu
Sechs Runden vor dem Ende der Qualifikation ist die Spannung im Tabellenmittelfeld greifbar. Die aktuelle Konstellation verspricht einen dramatischen Kampf um die begehrten Plätze, die zur Teilnahme an den Play-Ins berechtigen.
Die Situation im Detail:
- Rapperswil-Jona Lakers (Rang 7)
- EV Zug (Rang 8)
- SC Bern (Rang 9)
- SCL Tigers (Rang 10)
- EHC Biel (Rang 11)
Diese fünf Teams trennen lediglich acht Punkte. Jeder Sieg und jede Niederlage kann in den verbleibenden Spielen über das Erreichen oder Verpassen der Saisonziele entscheiden. Für Biel wird die Aufgabe nach der Niederlage in Kloten immer schwieriger. Die Mannschaft muss in den letzten Partien eine Siegesserie starten, um die Chance auf die Post-Season zu wahren.
Für den EHC Kloten bedeutet der Sieg zwar eine Verbesserung auf Rang 12, doch mit elf Punkten Rückstand auf Platz 10 sind die Play-Ins praktisch ausser Reichweite. Der Fokus des Teams dürfte sich nun voll auf die Vorbereitung für die Playouts richten.





