Der EHC Kloten musste am Dienstagabend eine weitere Niederlage einstecken. Im Heimspiel gegen den formstarken Genève-Servette HC verloren die Zürcher Unterländer mit 1:3. Trotz einer kämpferisch guten Leistung und viel Scheibenbesitz reichte es nicht für Punkte. Besonders das Powerplay bleibt eine Schwachstelle.
Wichtige Erkenntnisse
- Kloten verliert das Heimspiel gegen Genève-Servette mit 1:3.
- Das Powerplay des EHC Kloten bleibt ineffizient und ist ein Hauptgrund für die Niederlage.
- Mischa Ramel erzielt den Ausgleich, ist aber auch an Gegentoren beteiligt.
- Genève-Servette feiert den sechsten Sieg in Folge und rückt auf Platz 3 vor.
- Kloten liegt nur noch einen Punkt vor dem Tabellenletzten Ambri-Piotta.
Schwaches Powerplay kostet Kloten Punkte
Von Beginn an zeigte sich, dass das Powerplay des EHC Kloten nicht in Bestform war. Diese Schwäche ist dem Team nicht neu. Auch an diesem Abend wurden die Probleme deutlich sichtbar. In einer Überzahlsituation gerieten die Zürcher Unterländer sogar in Rückstand. Nach einem Puckverlust an der blauen Linie schalteten die Genfer blitzschnell um. Vili Saarijärvi orchestrierte einen perfekten Shorthander und spielte einen präzisen Pass auf Noah Rod, der zum 0:1 traf.
Diese Art von Gegentor in Überzahl ist für jedes Team frustrierend. Es zeigt, wie wichtig es ist, die Scheibe im Powerplay sicher zu kontrollieren und keine unnötigen Risiken einzugehen. Kloten vergab mehrere Gelegenheiten, aus der numerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen, was sich im Verlauf des Spiels rächen sollte.
Faktencheck
- Zuschauer: 4441 Fans verfolgten die Partie in der St. Galler Kantonalbank Arena.
- Torschützen Kloten: Mischa Ramel (21. Minute).
- Torschützen Servette: Noah Rod (18. Minute, Shorthander), Dave Sutter (38. Minute), Sakari Manninen (60. Minute, Empty Net).
Ramel im Fokus: Tor und Fehlpass
Kloten-Stürmer Mischa Ramel stand an diesem Abend im Mittelpunkt des Geschehens. Zunächst gelang ihm ein sehenswerter Ausgleichstreffer. Mit einem Backhand-Traumtor in der 21. Minute brachte er die Klotener Fans zum Jubeln. Der Treffer zum 1:1, vorbereitet von Gignac und Profico, zeigte sein offensives Potenzial und seine Finesse vor dem Tor.
Doch Ramel war auch an der erneuten Genfer Führung beteiligt. Ein Fehlpass im Aufbauspiel führte zum Gegentor von Dave Sutter in der 38. Minute. Diese Szene unterstreicht die hohen Anforderungen im Profieishockey, wo kleine Fehler sofort bestraft werden können. Ramel zeigte jedoch Charakter und spielte weiter.
"Das Powerplay ist nicht unsere ultimative Stärke. Das hat sich heute wieder gezeigt."
Dramatisches Schlussdrittel ohne Belohnung
Im Schlussdrittel erlitt Mischa Ramel einen Check gegen den Kopf durch Genf-Stürmer Ignatavicius. Glücklicherweise konnte Ramel weiterspielen. Für Ignatavicius war die Partie jedoch beendet; er erhielt einen Restausschluss. Dies bescherte dem EHC Kloten eine fünfminütige Überzahlgelegenheit, die das Spiel hätte wenden können.
Doch auch diese lange Powerplay-Phase blieb ungenutzt. Kloten scheiterte einmal mehr an der eigenen Ineffizienz. Die Scheibe lief gut, es gab Schüsse, aber der entscheidende Treffer wollte nicht fallen. Dies ist ein wiederkehrendes Muster, das dem Team in dieser Saison zu schaffen macht. Die fehlende Durchschlagskraft im Powerplay ist ein grosses Problem.
Hintergrund zur National League
Die National League ist die höchste Eishockeyliga der Schweiz. Sie umfasst 14 Teams, die in einer Qualifikationsrunde um die Playoff-Plätze kämpfen. Die Teams auf den unteren Plätzen müssen in den Relegations-Playoffs um den Verbleib in der Liga kämpfen. Jeder Punkt ist entscheidend im Kampf um die Playoffs oder gegen den Abstieg.
Tabellenstand: Kloten unter Druck, Servette im Höhenflug
Mit dieser Niederlage kassierte Kloten die zweite Pleite in Folge. Das Team hätte basierend auf der kämpferischen Leistung und dem Scheibenbesitz mehr verdient gehabt. Die Tabelle spiegelt die aktuelle Situation wider: Kloten liegt mit 46 Punkten aus 38 Spielen auf dem 12. Rang. Der Vorsprung auf den Tabellenvorletzten Ambri-Piotta beträgt nur noch einen Punkt.
Genève-Servette hingegen befindet sich im Höhenflug. Mit dem sechsten Sieg in Serie ist das Team aus Genf das Team der Stunde. Sie rücken mit 70 Punkten aus 40 Spielen auf den 3. Rang vor. Dies zeigt den deutlichen Unterschied in der aktuellen Formkurve der beiden Mannschaften.
Die aktuelle Tabelle (Auszug)
- HC Davos: 78 Punkte
- HC Fribourg-Gottéron: 74 Punkte
- Genève-Servette HC: 70 Punkte
- Lausanne HC: 68 Punkte
- HC Lugano: 66 Punkte
- ZSC Lions: 63 Punkte
- ...
- EHC Kloten: 46 Punkte
- HC Ambri-Piotta: 45 Punkte
- HC Ajoie: 29 Punkte
Die kommenden Spiele werden für den EHC Kloten entscheidend sein. Das Team muss dringend eine Lösung für sein Powerplay finden und konstantere Leistungen zeigen, um den Anschluss nicht zu verlieren und sich von den Abstiegsrängen fernzuhalten. Die Fans hoffen auf eine schnelle Reaktion und eine Trendwende in den nächsten Partien.





