Das Freibad Auhof in Zürich-Schwamendingen steht vor einer umfassenden Sanierung und Erweiterung. Fast 70 Jahre nach seiner Eröffnung investiert die Stadt Zürich 36,86 Millionen Franken in die Modernisierung der denkmalgeschützten Anlage. Die Arbeiten umfassen die Instandsetzung der Gebäude, die Erneuerung der Badtechnik und eine Verdoppelung der Wasserflächen, um den Badegästen ein zeitgemässes Erlebnis zu bieten.
Wichtige Punkte
- Gesamtkosten von 36,86 Millionen Franken für Sanierung und Erweiterung.
- Umfassende Instandsetzung von Gebäuden, Dächern, Fenstern und Türen.
- Schwimmbecken erhalten eine Chromstahlauskleidung.
- Erneuerung der gesamten Badtechnik und Wasseraufbereitung.
- Verdoppelung des ehemaligen Lehrschwimmbeckens zu einem Erlebnisbecken mit Rutsche und Strömungskanal.
- Anlage bleibt in den Badesaisons 2027 und 2028 geschlossen.
- Nachhaltigkeitsmassnahmen umfassen Fernwärmeanschluss und Photovoltaikanlage.
Umfassende Modernisierung einer historischen Anlage
Das Freibad Auhof, ein wichtiger Bestandteil der Zürcher Freizeitlandschaft, wurde vor fast sieben Jahrzehnten eröffnet. Eine Modernisierung ist dringend notwendig, um den heutigen Anforderungen an Technik, Komfort und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Die geplanten Massnahmen umfassen eine vollständige Überarbeitung der Infrastruktur.
Die Gebäudehüllen, Dächer, Fenster und Türen der denkmalgeschützten Anlage werden erneuert. Dies stellt sicher, dass der historische Charakter des Bades erhalten bleibt, während gleichzeitig die Energieeffizienz verbessert wird. Die Schwimmbecken erhalten eine hochwertige Chromstahlauskleidung, die Langlebigkeit und Hygiene gewährleistet.
Fakten zur Sanierung
- 27,66 Millionen Franken sind für die Instandsetzung der bestehenden Anlage vorgesehen.
- Weitere 9,2 Millionen Franken fliessen in die Erweiterung der Wasserflächen und Liegewiesen.
- Die Arbeiten sollen bis zum Beginn der Badesaison 2029 abgeschlossen sein.
Technik auf dem neuesten Stand
Ein zentraler Punkt der Erneuerung ist die Badtechnik und die Wasseraufbereitung. Diese werden auf den aktuellen Stand der Technik gebracht, was nicht nur die Wasserqualität verbessert, sondern auch den Betrieb effizienter macht. Alle Elektro- und Sanitäranlagen werden ebenfalls komplett erneuert.
Ein Neubau wird für die Unterbringung der modernen Technik errichtet. Dieser Bau bietet zusätzlich Platz für hindernisfreie Sanitärräume und Garderoben, was die Zugänglichkeit für alle Badegäste deutlich verbessert. Barrierefreiheit ist ein wichtiges Kriterium bei der Planung und Umsetzung dieses Projekts.
Nachhaltigkeit im Fokus
Die Stadt Zürich setzt bei der Sanierung auch auf Nachhaltigkeit. Die veraltete Gasheizung wird durch einen Anschluss an das Fernwärmenetz ersetzt. Dies reduziert den CO2-Ausstoss und trägt zu einer umweltfreundlicheren Energieversorgung bei.
Zusätzlich wird auf dem Dach des Dienstgebäudes eine Photovoltaikanlage installiert. Diese Anlage wird einen Teil des benötigten Stroms direkt vor Ort produzieren und somit die Betriebskosten senken, während sie gleichzeitig die Umwelt schont. Nachhaltige Lösungen sind ein Kernaspekt der Modernisierung.
Hintergrund der Erweiterung
Die Erweiterung der Wasserflächen geht auf einen Auftrag des Gemeinderats aus dem Frühjahr 2022 zurück. Ziel ist es, das Angebot für Badegäste zu vergrössern und das Freibad Auhof noch attraktiver zu gestalten. Die Massnahme reagiert auf den steigenden Bedarf an Freizeitmöglichkeiten in der wachsenden Stadt.
Erlebnisbecken und erweiterte Liegewiesen
Ein besonderes Highlight der Erweiterung ist die Umgestaltung des ehemaligen Lehrschwimmbeckens. Es wird auf knapp 320 Quadratmeter verdoppelt und zu einem modernen Erlebnisbecken umgebaut. Dieses neue Becken wird einen Strömungskanal und eine Rutsche erhalten, was den Spassfaktor für Familien und Kinder erhöht.
Auch die Liegewiese am nördlichen Rand der Anlage wird grosszügig erweitert. Dies schafft mehr Platz für Erholung und Sonnenbaden und trägt dazu bei, dass sich die Besucher auch an Hochbetriebstagen wohlfühlen können. Eine modernisierte Gastroküche mit grösseren Kühlflächen und ein Standort für einen Foodtruck runden das erweiterte Angebot ab. Dies verbessert die Verpflegungsmöglichkeiten erheblich.
„Die Kombination aus umfassender Sanierung und gezielter Erweiterung macht das Freibad Auhof fit für die Zukunft. Wir schaffen einen Ort, der sowohl den historischen Wert ehrt als auch moderne Ansprüche an Freizeit und Nachhaltigkeit erfüllt.“
Zeitplan und Auswirkungen auf Badegäste
Die umfassenden Bauarbeiten erfordern eine vorübergehende Schliessung des Freibads. Die Anlage bleibt in den Badesaisons 2027 und 2028 für die Öffentlichkeit geschlossen. Dies ermöglicht eine effiziente und zügige Durchführung der komplexen Massnahmen.
Die Wiedereröffnung ist für die Badesaison 2029 geplant. Bis dahin müssen Badegäste auf andere Freibäder in Zürich ausweichen. Die Stadt bittet um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen während der Bauphase, die letztlich einem besseren und moderneren Freibad dienen.
Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf 36,86 Millionen Franken. Der Stadtrat hat gebundene Ausgaben von 27,66 Millionen Franken für die Instandsetzung bewilligt. Der Kredit für die Erweiterung wurde bereits vom Gemeinderat genehmigt. Diese Beträge beinhalten die üblichen Reserven für unvorhergesehene Kosten.
Das Projekt ist ein klares Bekenntnis der Stadt Zürich zur Pflege ihrer öffentlichen Infrastruktur und zur Bereitstellung hochwertiger Freizeitmöglichkeiten für ihre Bevölkerung. Das Freibad Auhof wird nach der Sanierung ein modernes, nachhaltiges und attraktives Ziel für alle Zürcherinnen und Zürcher sein.





