Tausende Mitarbeitende der Lufthansa in Deutschland haben in der Nacht zum Donnerstag einen Streik begonnen. Dies führt landesweit zu massiven Flugausfällen. Nach ersten Schätzungen sind rund 69.000 Passagiere betroffen. Auch am Flughafen Zürich kommt es zu Annullierungen, was Reisende in der Schweiz direkt spüren.
Wichtige Punkte
- Bundesweiter Streik der Lufthansa-Mitarbeitenden seit Mitternacht.
- Rund 69.000 Passagiere sind von Flugausfällen betroffen.
- Am Flughafen Frankfurt fallen etwa 450 Flüge aus.
- Fünf Flugrotationen in Zürich wurden annulliert.
- Swiss setzt grössere Flugzeuge ein, um Passagieren zu helfen.
Auswirkungen auf den deutschen Flugverkehr
Der Streik, der um Mitternacht begann, legt weite Teile des deutschen Flugverkehrs lahm. Insbesondere an den grossen Drehkreuzen sind die Auswirkungen deutlich sichtbar. Am Frankfurter Flughafen, Deutschlands grösstem Airport, mussten heute bereits rund 450 Flüge gestrichen werden. Zehntausende Reisende, die von oder nach Frankfurt fliegen wollten, sind betroffen.
Die Mitarbeitenden streiken für höhere Arbeitgeberbeiträge bei Betriebs- und Übergangsrenten. Diese Forderung führt zu erheblichen Einschränkungen im Flugbetrieb und stellt viele Reisende vor grosse Herausforderungen.
„Der Streik hat weitreichende Folgen für unsere Passagiere und den gesamten Flugbetrieb. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten zutiefst“, erklärte ein Sprecher der Lufthansa.
Faktencheck
- Betroffene Passagiere: Rund 69.000
- Annullierte Flüge Frankfurt: Ca. 450
- Streikbeginn: Mitternacht
- Hauptforderung: Höhere Beiträge für Betriebs- und Übergangsrenten
Schweizer Flughäfen ebenfalls betroffen
Obwohl der Streik primär in Deutschland stattfindet, spürt man die Auswirkungen auch an Schweizer Flughäfen. Der Flughafen Zürich meldet die Annullierung von fünf Flugrotationen. Ein Sprecher des Flughafens weist darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der betroffenen Flüge höher sein könnte, da einige Annullierungen möglicherweise bereits vor mehr als 48 Stunden aus den Systemen entfernt wurden und somit nicht in den aktuellen Statistiken erfasst sind.
Reisenden, die Flüge mit der Lufthansa oder Partnergesellschaften gebucht haben, wird dringend empfohlen, sich vor der Anreise zum Flughafen über den Status ihres Fluges zu informieren. Die Fluggesellschaften aktualisieren ihre Informationen laufend.
Swiss reagiert mit grösseren Flugzeugen
Als Tochtergesellschaft der Lufthansa ist die Swiss von den Streiks in Deutschland nicht direkt betroffen. Die Airline hat jedoch Massnahmen ergriffen, um die Auswirkungen für Passagiere zu mildern. Auf sechs Flügen zwischen Zürich und Frankfurt setzt die Swiss nun grössere Flugzeuge ein. Dies ermöglicht es, mehr Passagiere zu befördern und jenen Reisenden eine Weiterreise zu ermöglichen, die sonst in Frankfurt festsitzen würden.
Hintergrund der Streiks
Streiks im Luftverkehr sind keine Seltenheit und entstehen oft aus Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Diese Auseinandersetzungen betreffen nicht nur das Bodenpersonal, sondern können auch Piloten oder Kabinenpersonal umfassen. Die Auswirkungen sind weitreichend, da der Flugverkehr eng miteinander verknüpft ist und Störungen an einem Knotenpunkt schnell globale Folgen haben können.
Empfehlungen für Reisende
Passagiere, deren Flüge betroffen sind, sollten aktiv werden. Zunächst ist es wichtig, die Informationen der jeweiligen Fluggesellschaft genau zu verfolgen. Viele Airlines bieten auf ihren Webseiten oder über spezielle Apps aktuelle Statusmeldungen an.
In einigen Fällen haben Passagiere Anspruch auf Entschädigung oder alternative Reisemöglichkeiten. Es ist ratsam, sich über die Fluggastrechte zu informieren, insbesondere bei längeren Verspätungen oder Annullierungen. Die genauen Bedingungen hängen oft von der Dauer der Verspätung und dem Grund des Ausfalls ab.
- Flugstatus prüfen: Regelmässig die Website oder App der Fluggesellschaft konsultieren.
- Kontakt zur Airline: Bei Fragen oder Problemen direkten Kontakt zur Fluggesellschaft aufnehmen.
- Rechte kennen: Über Fluggastrechte bei Streiks informieren.
- Alternative Routen: Mögliche alternative Reisewege prüfen, falls der Flug annulliert wird.
Die aktuelle Lage erfordert von Reisenden Geduld und Flexibilität. Es bleibt abzuwarten, wie lange der Streik andauern wird und welche weiteren Auswirkungen er auf den europäischen Flugverkehr haben wird.
Langfristige Folgen für Lufthansa?
Wiederkehrende Streiks belasten das Image von Fluggesellschaften und können langfristig zu einem Vertrauensverlust bei den Kunden führen. Für die Lufthansa, eine der grössten Airlines Europas, sind solche Arbeitskämpfe nicht nur mit direkten Kosten durch Ausfälle verbunden, sondern auch mit potenziellen Einbussen bei zukünftigen Buchungen.
Die Verhandlungen über Betriebs- und Übergangsrenten sind für die Mitarbeitenden von grosser Bedeutung, da sie ihre finanzielle Sicherheit im Alter betreffen. Die Gewerkschaften betonen die Notwendigkeit fairer Bedingungen, während die Unternehmen die wirtschaftliche Tragfähigkeit im Auge behalten müssen. Ein ausgewogener Kompromiss ist entscheidend, um zukünftige Störungen zu vermeiden und sowohl die Interessen der Mitarbeitenden als auch die des Unternehmens zu wahren.





