Ein Langstreckenflug der Swiss nach São Paulo hob in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit erheblicher Verspätung am Flughafen Zürich ab. Die Boeing 777-300ER, Kennzeichen HB-JNI, sollte ursprünglich um 22.45 Uhr starten, konnte jedoch erst um 0.26 Uhr die Piste 34 verlassen. Grund war eine unvorhergesehene technische Schwierigkeit mit der Klimaanlage.
Wichtige Punkte
- Swiss-Flug nach São Paulo startete um 0.26 Uhr in Zürich.
- Regulärer Abflugschluss am Flughafen Zürich ist 23.00 Uhr.
- Eine technische Störung an der Klimaanlage verursachte die Verspätung.
- Für späte Starts fallen hohe Lärmgebühren an, in diesem Fall 12'000 Franken.
- Ausnahmen sind bei unvorhergesehenen, ausserordentlichen Ereignissen möglich.
Technische Probleme führen zu späterem Abflug
Die geplante Abflugzeit für den Swiss-Flug war 22.45 Uhr. Kurz nach dem Rollen zur Startpiste musste die Maschine jedoch umkehren. Die Cockpitcrew hatte eine Unregelmässigkeit an der Klimaanlage festgestellt. Diese technische Störung erforderte eine sofortige Überprüfung.
Michael Pelzer, Sprecher der Swiss, bestätigte die Ereignisse. Nach einer gründlichen Kontrolle der Klimaanlage kamen die Techniker zum Schluss, dass der Flug noch in derselben Nacht sicher durchgeführt werden konnte. Dies ermöglichte den Passagieren die Weiterreise ohne längere Unterbrechung.
Faktencheck
- Flugzeugtyp: Boeing 777-300ER
- Registrierung: HB-JNI
- Ursprüngliche Abflugzeit: 22.45 Uhr
- Tatsächliche Abflugzeit: 0.26 Uhr
- Verspätung bei Ankunft in Brasilien: 65 Minuten
- Anzahl Passagiere: 324
Betriebsreglement erlaubt Ausnahmen
Normalerweise ist der Flugbetrieb am Flughafen Zürich ab 23.00 Uhr stark eingeschränkt. Flüge dürfen planmässig nur bis zu diesem Zeitpunkt starten. Eine Sonderbewilligung ist ab 23.30 Uhr notwendig. Trotzdem konnte die Swiss-Maschine fast eine Stunde nach Mitternacht abheben.
Das Betriebsreglement des Flughafens Zürich sieht Ausnahmen für unvorhergesehene ausserordentliche Ereignisse vor. Dazu zählen technische Defekte wie der an der Klimaanlage, aber auch Wetterereignisse wie Gewitter oder starker Schneefall. In solchen Fällen kann die Flughafenhalterin eine spätere Startzeit genehmigen.
„Die Sicherheit der Passagiere hat immer oberste Priorität. Technische Checks sind unerlässlich, auch wenn sie zu Verspätungen führen.“
Kosten für späte Starts: Hohe Lärmgebühren
Solche späten Starts sind jedoch mit erheblichen Kosten verbunden. Der Flughafen Zürich erhebt für Abflüge nach 23.00 Uhr gestaffelte Lärmgebühren. Diese Gebühren sollen Anreize schaffen, den Flugbetrieb innerhalb der regulären Zeiten zu halten und die Lärmbelastung für Anwohner zu minimieren.
Lärmgebühren im Überblick
Die Boeing 777-300ER gehört zur zweithöchsten Lärmklasse. Entsprechend hoch sind die anfallenden Gebühren:
- Vor 23.00 Uhr: 1'500 Franken
- Bis 23.30 Uhr: 3'000 Franken
- Bis Mitternacht: 6'000 Franken
- Nach Mitternacht: 12'000 Franken
Im vorliegenden Fall fielen für den Start um 0.26 Uhr die höchste Kategorie der Lärmgebühren an.
Ablauf des verspäteten Starts
Nach dem ersten Rollversuch und der Umkehr zum Gate wurde die Boeing 777 nach der technischen Freigabe ein zweites Mal vom Gate zurückgestossen. Dies geschah etwa eine Viertelstunde nach Mitternacht. Um 0.26 Uhr konnte die Maschine dann erfolgreich von Piste 34 abheben.
Die 324 Fluggäste an Bord erlebten danach eine Reise ohne weitere Zwischenfälle. Die Ankunft in São Paulo erfolgte mit einer Verspätung von 65 Minuten. Für die Passagiere bedeutete dies eine längere Wartezeit, aber auch die Gewissheit, dass ihre Sicherheit nicht kompromittiert wurde.
Auswirkungen auf den Flugplan und die Passagiere
Solche unvorhergesehenen Verspätungen haben weitreichende Auswirkungen. Sie können Anschlussflüge beeinflussen und zu zusätzlichen Kosten für die Fluggesellschaft führen, nicht nur durch die Lärmgebühren, sondern auch durch mögliche Entschädigungsansprüche der Passagiere.
Für die Anwohner des Flughafens bedeuten späte Starts eine erhöhte Lärmbelästigung. Die Regelungen des Flughafens sollen hier einen Kompromiss zwischen dem reibungslosen Flugbetrieb und dem Schutz der Bevölkerung finden. Ausnahmen wie diese zeigen die Komplexität des Luftverkehrsmanagements.
Es bleibt eine ständige Herausforderung, die Balance zwischen Pünktlichkeit, Sicherheit und Umweltschutz zu halten. Jeder Vorfall wie dieser wird genau analysiert, um zukünftige Verzögerungen zu minimieren und die Betriebsabläufe weiter zu optimieren.





