Im Zürcher Oberland haben Biber in den letzten Tagen an Bäumen in Uster, Illnau und Turbenthal erhebliche Schäden verursacht. Die Feuerwehr Uster musste eingreifen, um weitere Zerstörungen zu verhindern und die Sicherheit zu gewährleisten. Ein Baum in Uster ist bereits so stark beschädigt, dass er gefällt werden muss.
Wichtige Punkte
- Biberaktivität in Uster, Illnau und Turbenthal.
- Feuerwehr Uster sicherte Bäume mit Maschendrahtzäunen.
- Ein Baum in Uster muss aufgrund von Schäden gefällt werden.
- Biber nagen an Bäumen zur Nahrungsaufnahme und als Baumaterial.
- Im Winter konzentrieren sich Biber auf Rinde und Knospen.
Biber hinterlassen deutliche Spuren
Die jüngsten Aktivitäten von Bibern im Zürcher Oberland haben zu sichtbaren Schäden an mehreren Bäumen geführt. Besonders betroffen sind die Gemeinden Uster, Illnau und Turbenthal. Anwohner bemerkten die Nagespuren, die auf die Anwesenheit der Nagetiere hindeuten.
Die Feuerwehr Uster rückte aus, nachdem Meldungen über angefressene Bäume eingegangen waren. Ihre Aufgabe war es, die betroffenen Bäume zu inspizieren und Sofortmassnahmen zu ergreifen. Dies sollte sowohl weitere Schäden als auch eine mögliche Gefahr durch umstürzende Bäume abwenden.
Interessanter Fakt
Ein Biber frisst täglich etwa 900 Gramm Rinde im Winter. Im Sommer steigt der Nahrungsbedarf auf 1,5 bis 2 Kilogramm Gräser und Kräuter pro Tag.
Sofortmassnahmen und notwendige Fällung
Als erste Reaktion auf die Biberschäden installierte die Feuerwehr Uster einen Maschendrahtzaun um einen Baumstamm in Uster. Diese Barriere soll zukünftige Frassschäden verhindern. Der Zaun dient als Schutz vor weiteren Biberangriffen und soll die Stabilität des Baumes bis zur endgültigen Entscheidung sichern.
Leider kam diese Massnahme für einen Baum zu spät. Die Rinde dieses Baumes ist bereits so stark beschädigt, dass der Transport von Nährstoffen nicht mehr funktioniert. Das Tiefbauamt des Kantons Zürich wird den Baum in den kommenden Tagen fällen müssen. Dies ist eine direkte Folge der intensiven Biberaktivität.
„Die Sicherung der Bäume und die Prävention weiterer Schäden haben oberste Priorität. Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.“
Warum Biber Bäume nagen
Biber nagen aus zwei Hauptgründen an Bäumen: Nahrungsaufnahme und Baumaterial. Die gefällten Bäume und Äste verwenden sie zum Bau ihrer Dämme und Burgen. Diese Konstruktionen stauen Wasser und halten den Eingang ihrer Biberburgen unter Wasser. Dies schützt sie effektiv vor Fressfeinden.
Im Winter wird die Nahrung knapper. Biber passen ihre Ernährung an und werden zu Rinden-Spezialisten. Sie bevorzugen in dieser Jahreszeit Rinde und Knospen von Weiden und anderen Weichholzarten. Dies erklärt, warum in den Herbst- und Wintermonaten deutlich mehr Nagespuren an Bäumen zu sehen sind.
Hintergrundinformation
Weiden sind für Biber besonders attraktiv, da sie nach dem Fällen schnell wieder Stockausschläge bilden. Diese bieten den Bibern eine erneute Nahrungsquelle, vergleichbar mit einem schnellen Imbiss.
Biber im Ökosystem
Biber sind wichtige Ingenieure im Ökosystem. Ihre Dämme schaffen neue Feuchtgebiete. Diese Lebensräume sind für viele andere Tier- und Pflanzenarten von grossem Nutzen. Sie erhöhen die Artenvielfalt und verbessern die Wasserqualität. Allerdings kann ihre Bautätigkeit auch zu Konflikten mit menschlichen Interessen führen, besonders in dicht besiedelten Gebieten.
Das Zürcher Oberland erlebt seit einigen Jahren eine Zunahme der Biberpopulation. Dies ist ein Zeichen für die erfolgreiche Wiederansiedlung dieser Tiere in der Schweiz. Die Herausforderung besteht nun darin, ein Gleichgewicht zwischen Naturschutz und dem Schutz von Infrastruktur und Bäumen zu finden.
- Biber sind für die Schaffung von Feuchtgebieten wichtig.
- Sie fördern die Artenvielfalt.
- Ihre Population im Zürcher Oberland wächst.
- Ein Managementplan ist für das Zusammenleben von Mensch und Biber entscheidend.
Zukünftige Massnahmen und Prävention
Die aktuellen Vorfälle zeigen die Notwendigkeit präventiver Massnahmen. Das Tiefbauamt des Kantons Zürich und die Gemeinden prüfen, wie Bäume in gefährdeten Gebieten besser geschützt werden können. Dazu gehören das Anbringen von Gittern oder Zäunen an besonders wertvollen Bäumen.
Auch die Aufklärung der Bevölkerung über das Verhalten von Bibern ist wichtig. Wenn Anwohner frühzeitig Nagespuren melden, können Schäden oft noch verhindert werden. Die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Bevölkerung ist entscheidend, um die Biberpopulation in der Region nachhaltig zu managen.
Langfristig ist ein umfassendes Biber-Managementkonzept erforderlich. Dieses Konzept soll sowohl den Schutz der Tiere als auch die Interessen der Menschen berücksichtigen. Es geht darum, Lösungen zu finden, die ein friedliches Zusammenleben ermöglichen.





