Der Technologiekonzern ABB wird seinen globalen Hauptsitz in Zürich Oerlikon neu gestalten. Ein bestehendes historisches Gebäude wird umgebaut und durch einen Erweiterungsbau ergänzt. Das Projekt, das rund 80 Millionen Schweizer Franken kosten soll, unterstreicht das Bekenntnis des Unternehmens zum Standort Schweiz.
Wichtige Fakten
- ABB investiert 80 Millionen Franken in den neuen Hauptsitz.
- Der Umzug ist für 2031 geplant.
- Ein historisches Gebäude wird mit einem Neubau kombiniert.
- Der neue Hauptsitz bietet 10'800 Quadratmeter Bruttogeschossfläche.
- Rund 500 Mitarbeitende werden dort arbeiten.
Ein historisches Gebäude trifft auf moderne Architektur
ABB, ein weltweit führendes Technologieunternehmen, hat Pläne für seinen neuen Hauptsitz in Zürich Oerlikon vorgestellt. Das Projekt sieht vor, ein bereits bestehendes historisches Gebäude umfassend umzugestalten und es durch einen modernen Erweiterungsbau zu ergänzen. Diese Kombination soll den Charakter des markanten Bestandsbaus bewahren und gleichzeitig zeitgemässe Arbeitsflächen schaffen.
Das Architekturbüro Christ & Gantenbein zeichnet für das Gestaltungskonzept verantwortlich. Ihre Entwürfe legen Wert darauf, die historische Identität des Gebäudes zu respektieren. Die Integration des Erweiterungsbaus soll harmonisch erfolgen und die Gesamtästhetik des Standorts aufwerten.
Kosten und Fläche
Die geschätzten Kosten für das gesamte Bauvorhaben belaufen sich auf rund 80 Millionen Schweizer Franken. Nach Fertigstellung wird der neue Hauptsitz eine Bruttogeschossfläche von etwa 10'800 Quadratmetern umfassen.
Arbeitswelt der Zukunft für 500 Angestellte
Der neue Hauptsitz ist für die rund 500 Mitarbeitenden vorgesehen, die derzeit am bisherigen Standort arbeiten. Der Umzug ist für das Jahr 2031 geplant. Bis dahin wird ABB weiterhin das Gebäude «Cityport» beim Bahnhof Zürich Oerlikon nutzen, für das ein Mietvertrag bis zum Fertigstellungstermin besteht.
Die Planung umfasst nicht nur Büroräume, sondern auch vielfältige Einrichtungen, die das Arbeitsumfeld verbessern sollen. Dazu gehören eine grosszügige Lounge und Cafeteria, ein Foyer- und Ausstellungsbereich sowie ein Auditorium.
«Dieses Projekt unterstreicht unser starkes Bekenntnis zur Schweiz und zur Stadt Zürich», sagte ABB-CEO Morten Wierod. «Zürich ist seit der Fusion von BBC und Asea im Jahr 1988 der globale Hauptsitz.»
Ausstattung und Infrastruktur
- Lounge und Cafeteria: Eine Fläche von 200 Quadratmetern für Pausen und informelle Treffen.
- Foyer- und Ausstellungsbereich: 280 Quadratmeter, die Besuchern einen Einblick in die Arbeit von ABB bieten.
- Auditorium: Ein 450 Quadratmeter grosser Raum für Präsentationen, Konferenzen und interne Veranstaltungen.
- Erholungsbereich: 80 Quadratmeter inklusive eines Fitnesscenters zur Förderung des Mitarbeiterwohls.
Diese Einrichtungen sollen eine moderne und ansprechende Arbeitsumgebung schaffen, die den Austausch und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden fördert.
ABB in Zürich Oerlikon: Eine lange Geschichte
Die Präsenz von ABB in Zürich Oerlikon reicht weit zurück. Seit der Fusion der in Baden domizilierten Brown, Boveri & Cie (BBC) mit der schwedischen Asea im Jahr 1988 ist Zürich Oerlikon der globale Konzernsitz. Diese lange Geschichte macht den Standort zu einem wichtigen Pfeiler für das Unternehmen.
Die Investition in einen neuen Hauptsitz ist ein klares Signal für die langfristige Verankerung von ABB in der Schweiz. Es zeigt das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Zürich und seine Rolle als internationales Technologiezentrum.
Hintergrund der Fusion
Die Fusion von BBC und Asea im Jahr 1988 schuf einen der grössten Elektrotechnikkonzerne der Welt. Seitdem hat sich ABB zu einem führenden Anbieter in den Bereichen Elektrifizierungsprodukte, Robotik, Industrieautomation und Stromnetze entwickelt. Der Hauptsitz in Zürich spielt dabei eine zentrale Rolle für die globale Strategie und Koordination des Unternehmens.
Bedeutung für den Standort Zürich
Das Bauprojekt von ABB hat auch eine wichtige Bedeutung für die Stadt Zürich. Eine Investition in dieser Grössenordnung schafft Arbeitsplätze und stärkt die lokale Wirtschaft. Zudem trägt die Modernisierung und Neugestaltung des Hauptsitzes zur Attraktivität des Stadtteils Oerlikon bei.
Die Wahl, ein historisches Gebäude zu integrieren, zeigt auch ein Bewusstsein für die städtebauliche Entwicklung und den Erhalt von Kulturgut. Es verbindet Vergangenheit und Zukunft in einem zukunftsweisenden Projekt.
Die Fertigstellung im Jahr 2031 wird ein neues Kapitel in der Geschichte von ABB in Zürich aufschlagen. Es wird ein Zentrum für Innovation und Zusammenarbeit sein und die Position des Unternehmens als globaler Technologieführer weiter festigen.





