In Bassersdorf haben sich Mitglieder der Reformierten Kirche Breite und der katholischen Kirche erstmals gemeinsam am Fasnachtsumzug beteiligt. Unter dem Motto «Arche Noah – Volle Hoffnung voraus» zogen rund 15 Personen, als Tiere verkleidet, durch die Strassen. Diese Aktion sollte die Nähe der Kirche zur Bevölkerung demonstrieren und besinnliche Themen auf humorvolle Weise präsentieren.
Wichtige Punkte
- Reformierte und katholische Kirche nahmen gemeinsam am Fasnachtsumzug teil.
- Motto der Gruppe war «Arche Noah – Volle Hoffnung voraus».
- Die Aktion soll die Kirche als nahbar, offen und fröhlich zeigen.
- Fasnacht und Fastenzeit sind historisch eng verbunden.
- Die zukünftige regelmässige Teilnahme wird noch geprüft.
Kirche zeigt Präsenz jenseits der Mauern
Die Idee zur Teilnahme am Bassersdorfer Fasnachtsumzug entstand aus dem Wunsch, die Kirche in einem neuen Licht zu zeigen. Evelina Els, Sozialdiakonin der Reformierten Kirche Breite, und Beatrice Zihlmann, Sigristin aus Nürensdorf, initiierten das Projekt. Sie wollten der Bevölkerung vermitteln, dass Kirche auch bunt und lustig sein kann.
Die gemeinsame Gruppe bestand aus etwa 15 Personen. Sie verkleideten sich als verschiedene Tiere und begleiteten eine selbstgebaute Arche. Das Motto «Arche Noah» wurde bewusst gewählt, da es für Vielfalt, Gemeinschaft und Hoffnung steht. Diese Werte sind der Kirche besonders wichtig und sollen auch ausserhalb des Gottesdienstes sichtbar werden.
Fakt am Rande
Die Fasnacht markiert traditionell den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern. Sie dient als eine Art «Gegenzeit», in der noch einmal ausgelassen gefeiert wird, bevor Besinnung und Verzicht im Vordergrund stehen.
Nahbarkeit und Gemeinschaft im Fokus
Evelina Els betonte, dass die Kirche nahbar, offen und fröhlich auftreten möchte. Der Fasnachtsumzug bot eine ideale Gelegenheit, auch ernstere Themen mit einem Augenzwinkern zu präsentieren. «Kirche findet nicht nur im Kirchenraum, sondern mitten unter den Menschen statt», erklärte Els.
Die Teilnahme diente auch dazu, die Verankerung der Kirche in der Dorfgemeinschaft zu stärken. Neue Kontakte konnten geknüpft und bestehende Beziehungen gepflegt werden. Dies fördert den Austausch zwischen der Kirche und den Bewohnern Bassersdorfs.
«Wir möchten als Kirche nahbar, offen und fröhlich auftreten. Der Umzug bietet die Möglichkeit, auch besinnliche Themen auf humorvolle Weise einzubringen und Präsenz jenseits der Kirchenmauern zu zeigen.»
Stärkung des internen Zusammenhalts
Das gemeinsame Engagement am Umzug hatte auch positive Auswirkungen auf den internen Zusammenhalt der beteiligten Kirchgemeinden. Die Zusammenarbeit zwischen der reformierten und der katholischen Kirche wurde durch das Projekt weiter gefestigt. Dies ist ein wichtiges Zeichen für die ökumenische Zusammenarbeit in der Region.
Die Gruppe zeigte sich farbenfroh und mit viel Energie. Die positiven Rückmeldungen der Zuschauer am Strassenrand bestätigten den Erfolg der Aktion. Viele Passanten lächelten und begrüssten die tierisch verkleidete Kirchengruppe.
Historische Verbindung zwischen Fasnacht und Kirche
Auf den ersten Blick mag die Verbindung zwischen Kirche und Fasnacht ungewöhnlich erscheinen. Doch historisch sind beide eng miteinander verbunden. Die Fasnacht ist der letzte festliche Höhepunkt vor der christlichen Fastenzeit, die traditionell 40 Tage vor Ostern beginnt.
Diese «Gegenzeit» ermöglichte es den Menschen, vor der Zeit des Verzichts und der Besinnung noch einmal ausgelassen zu feiern, zu lachen und die Gemeinschaft zu geniessen. Die Kirchengruppe knüpfte mit ihrer Teilnahme an diese alte Tradition an und interpretierte sie neu für die heutige Zeit.
Hintergrund der Fasnacht
Die Fasnacht hat ihre Wurzeln in vorchristlichen Ritualen zur Vertreibung des Winters und später im christlichen Brauchtum als Übergangszeit vor der Fastenzeit. Sie ist geprägt von Verkleidungen, Umzügen und ausgelassenem Feiern.
Ausblick auf zukünftige Teilnahmen
Ob die Kirchen auch in Zukunft regelmässig an der Bassersdorfer Fasnacht teilnehmen werden, ist noch offen. Evelina Els erklärte, dass zunächst Bilanz gezogen werde. Ideen für weitere Beteiligungen seien jedoch bereits vorhanden. Die positive Resonanz könnte eine Wiederholung begünstigen.
Die Aktion hat auf jeden Fall für Aufmerksamkeit gesorgt und gezeigt, dass die Kirche bereit ist, neue Wege zu gehen, um mit den Menschen in Kontakt zu treten. Es war ein farbenfroher und fröhlicher Auftritt, der viele positive Emotionen weckte und die Botschaft von Vielfalt und Hoffnung vermittelte.
- Vielfalt: Die verschiedenen Tierkostüme symbolisierten die bunte Mischung der Gesellschaft.
- Gemeinschaft: Das gemeinsame Mitmachen stärkte den Zusammenhalt.
- Hoffnung: Das Motto «Volle Hoffnung voraus» sendete eine positive Botschaft.
Das Engagement der Kirchen in Bassersdorf hat gezeigt, dass Traditionen neu belebt und auf moderne Weise interpretiert werden können. Die Fasnacht bot eine Plattform, um Werte zu teilen und die Kirche als lebendigen Teil der Gemeinschaft zu präsentieren.




