Uster war vom 5. bis 8. November der Schauplatz des Lehrlingswettbewerbs Züri-Oberland (LWZO) 2025. 35 junge Lernende präsentierten ihre innovativen Projekte und zeigten eindrucksvoll ihr handwerkliches und technisches Können. Die Veranstaltung zog rund 1'000 Besucher an und bot wertvolle Einblicke in die vielfältige Berufswelt der Region.
Wichtige Erkenntnisse
- 35 Lernende präsentierten 15 Projekte am LWZO 2025 in Uster.
- Fünf Projekte wurden von der Jury für ihre Innovation und Qualität ausgezeichnet.
- Rund 1'000 Oberstufenschüler besuchten die Ausstellung und informierten sich über Berufe.
- Das BruefsLAB war zum zweiten Mal ein fester Bestandteil des Wettbewerbs.
- Die Projekte reichten von einem massgefertigten Sideboard bis zu einer mobilen Drehplatte.
Einblicke in die Berufswelt des Züri-Oberlands
Der Lehrlingswettbewerb Züri-Oberland hat sich als wichtige Plattform für Nachwuchstalente etabliert. In diesem Jahr stellten 35 Lernende in 15 unterschiedlichen Projekten ihr Fachwissen und ihre Kreativität unter Beweis. Die Bandbreite der gezeigten Arbeiten spiegelte die Vielfalt der Berufsbildung in der Region wider.
Die Veranstaltung fand in Uster statt und lockte zahlreiche Besucher an. Besonders erfreulich war der Zustrom von rund 1'000 Oberstufenschülerinnen und -schülern. Sie nutzten die Gelegenheit, sich direkt mit den Lernenden auszutauschen, Fragen zu stellen und so erste Kontakte mit potenziellen Berufsfeldern zu knüpfen.
Zahlen und Fakten
- Teilnehmer: 35 Lernende
- Projekte: 15
- Besucher: Rund 1'000 Oberstufenschüler und weitere Gäste
- Auszeichnungen: 5 Projekte prämiert
- Dauer des Wettbewerbs: 5. bis 8. November
BruefsLAB als fester Bestandteil
Ein besonderes Highlight des Wettbewerbs war erneut die Beteiligung des BruefsLAB. Dieses interaktive Bildungsformat, das Jugendlichen praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufe bietet, war bereits zum zweiten Mal dabei. Die Organisatoren betonten, dass das BruefsLAB mittlerweile fest zum Lehrlingswettbewerb gehört und dessen Attraktivität steigert.
Das BruefsLAB ermöglichte den jungen Besuchern, Berufe nicht nur zu sehen, sondern aktiv zu erleben. Diese direkte Interaktion fördert das Verständnis für die Anforderungen und Möglichkeiten unterschiedlicher Lehrberufe und hilft bei der Berufswahl.
"Der Wettbewerb bietet den Lernenden nicht nur eine Bühne für ihre Fähigkeiten, sondern vermittelt auch Besuchern spannende Einblicke in die Berufswelt."
Die prämierten Projekte: Innovation und Handwerkskunst
Die Jury hatte die anspruchsvolle Aufgabe, aus den zahlreichen beeindruckenden Arbeiten die herausragendsten zu küren. Fünf Projekte erhielten eine besondere Auszeichnung für ihre Qualität und Innovationskraft.
Sideboard: Präzision im Schreinerhandwerk
Cédric Kunz, ein Lernender im 3. Lehrjahr als Schreiner EFZ bei Schneider Innenausbau Tann-Rüti AG, überzeugte mit einem massgefertigten Sideboard. Seine Arbeit demonstrierte hohes handwerkliches Können und Präzision. Das Sideboard vereinte Funktionalität mit ästhetischem Design und zeigte, welche Qualität im Schreinerberuf erreicht werden kann.
Wasserdampfdestillation: Glaskunst für die Chemie
Emma Bodo, Apparateglasbläserin EFZ im 3. Lehrjahr bei Büchiglas, Bruker Switzerland AG, präsentierte eine funktionale Wasserdampfdestillationsanlage aus Glas. Ihr Projekt zeigte eindrucksvoll, wie Materialien präzise bearbeitet und für komplexe chemische Prozesse eingesetzt werden können. Die filigrane Arbeit beeindruckte die Jury.
Hintergrund des Wettbewerbs
Der Lehrlingswettbewerb Züri-Oberland dient als Schaufenster für die Berufsbildung in der Region. Er motiviert Lernende, ihr Bestes zu geben, und bietet Unternehmen eine Plattform, um die Qualität ihrer Ausbildung zu zeigen. Gleichzeitig sollen junge Menschen für eine Berufslehre begeistert werden.
Thoughts: Eine App für schnelle Ideen
Im Bereich der Informatik glänzten Viggo Hansen (1. Lehrjahr) und Nico Marra (3. Lehrjahr), beide Informatiker EFZ bei OPTEN AG, mit ihrer App namens "Thoughts". Diese minimalistische Anwendung wandelt Sprachnotizen in Text um und sendet sie direkt an die eigene E-Mail-Adresse. Die App wurde für ihre Benutzerfreundlichkeit und die effektive Lösung des Problems, Ideen unterwegs schnell festzuhalten, gelobt.
Kaffeemaschine: Mechanik, Konstruktion und Design
Ein Team von Lernenden von libs lehrlingsausbildung – Jordi Furrer (2. Lehrjahr Polymechaniker EFZ), Félix Thalmann (2. Lehrjahr Polymechaniker EFZ), Finn Endeward (2. Lehrjahr Konstrukteur EFZ) und Loriano Lipari (2. Lehrjahr Konstrukteur EFZ) – entwickelte eine manuell bedienbare Kaffeemaschine. Dieses Projekt kombinierte Mechanik, Konstruktion und Bedienerfreundlichkeit in einem praxisnahen Design. Es zeigte die Fähigkeit des Teams, komplexe technische Herausforderungen zu meistern.
- Cédric Kunz: Sideboard (Schreiner EFZ)
- Emma Bodo: Wasserdampfdestillation (Apparateglasbläserin EFZ)
- Viggo Hansen & Nico Marra: App "Thoughts" (Informatiker EFZ)
- Jordi Furrer, Félix Thalmann, Finn Endeward, Loriano Lipari: Kaffeemaschine (Polymechaniker EFZ, Konstrukteur EFZ)
- Androniki Fragkotsinou: Mobile Drehplatte (Konstrukteurin EFZ)
Mobile Drehplatte: Innovation für Tänzer
Androniki Fragkotsinou, Konstrukteurin EFZ im 2. Lehrjahr bei Bruker Switzerland AG, entwickelte eine transportable Drehplatte. Diese Platte wurde speziell für das Üben von Pirouetten konzipiert. Ihre Konstruktion ermöglicht eine gleichmässige Rotation und lässt sich leicht zerlegen und wieder zusammenbauen. Dies macht sie flexibel einsetzbar an verschiedenen Orten und unterstützt Tänzer bei ihrem Training.
Blick in die Zukunft der Berufsbildung
Die Organisatoren des Lehrlingswettbewerbs Züri-Oberland zeigten sich sehr zufrieden mit der diesjährigen Ausgabe. Sie betonten, dass der Wettbewerb nicht nur den Lernenden eine Plattform biete, sondern auch den Besuchern wertvolle Einblicke in die Berufswelt ermögliche. Das gesammelte Feedback wird nun genutzt, um die Veranstaltung in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln und noch attraktiver zu gestalten.
Solche Wettbewerbe sind entscheidend, um junge Menschen für eine Berufslehre zu begeistern und ihnen die vielfältigen Karrierewege aufzuzeigen, die ihnen offenstehen. Die Qualität und Innovationskraft der präsentierten Projekte unterstreichen das hohe Niveau der Berufsbildung im Zürcher Oberland.





