Das Restaurant Alter Tobelhof in Zürich hat am vergangenen Wochenende gezeigt, wie berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund erfolgreich gelingen kann. Mitarbeitende übernahmen den regulären Restaurantbetrieb. Diese Initiative führte zu reibungslosen Abläufen und sehr zufriedenen Gästen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Mitarbeitende mit Migrationshintergrund führten den gesamten Restaurantbetrieb.
- Die Initiative war ein voller Erfolg mit positiver Resonanz der Gäste.
- Integration wird im Tobelhof als fester Bestandteil der Unternehmenskultur gelebt.
- Das Konzept bietet eine konkrete Lösung für den Fachkräftemangel im Gastgewerbe.
- Eine Broschüre und interaktive Elemente informierten Gäste über die Lebenswege der Mitarbeitenden.
Ein Wochenende voller Begegnungen und Erfolg
Anstatt eines isolierten Projekts wurde im Restaurant Alter Tobelhof ein Modell gelebter Unternehmenskultur demonstriert. Über zwei Tage hinweg leiteten Mitarbeitende mit verschiedenen kulturellen Hintergründen, darunter auch Flüchtlinge, den gesamten Restaurantbetrieb. Die Geschäftsleitung agierte dabei im Hintergrund und unterstützte das Team.
Pascal Käser, Geschäftsführer und Mitinhaber der Tobelhof Gastronomie AG, zieht ein überaus positives Fazit. Er berichtet von reibungslosen Abläufen und vielen persönlichen Begegnungen, die sowohl für die Gäste als auch für die Mitarbeitenden von Bedeutung waren. Dies unterstreicht, dass Integration am besten im realen Arbeitsumfeld stattfindet.
Faktencheck
- Ort: Restaurant Alter Tobelhof, Zürich
- Dauer der Aktion: Zwei Tage
- Beteiligte: Mitarbeitende mit Migrationshintergrund, unterstützt vom Kader
- Ergebnis: Voller Erfolg, zufriedene Gäste, reibungslose Abläufe
Integration als Teil der Unternehmenskultur
Das Thema Integration ist im Restaurant Alter Tobelhof tief in der Unternehmensphilosophie verankert. Es handelt sich nicht um eine einmalige Aktion, sondern um einen kontinuierlichen Ansatz. Eine speziell dafür entwickelte Broschüre mit dem Titel „Ein Haus. Viele Wege.“ dokumentiert die individuellen Lebens- und Berufswege der Mitarbeitenden.
Diese Broschüre wurde während des Aktionswochenendes durch zusätzliche, liebevoll gestaltete Details im gesamten Restaurant ergänzt. Gäste fanden an den Tischen integrierte Kommunikationsmöglichkeiten, Aufsteller und Bilder an den Wänden sowie Einleger in den Speisekarten. Jeder dieser Kontaktpunkte lud die Besucher ein, sich intensiv mit dem Thema Integration auseinanderzusetzen und die Geschichten der Menschen kennenzulernen.
"Wer bereit ist zu lernen und Verantwortung zu übernehmen, erhält eine echte Perspektive im Betrieb. Integration entsteht durch Begegnung. Und Begegnung schafft Zukunft."
Pascal Käser, Geschäftsführer und Mitinhaber der Tobelhof Gastronomie AG
Antwort auf den Fachkräftemangel im Gastgewerbe
Das Konzept des Alter Tobelhofs bietet eine pragmatische Antwort auf die aktuellen Herausforderungen im Gastgewerbe, insbesondere den Fachkräftemangel. Indem Betriebe Menschen mit Migrationshintergrund aktiv integrieren und ihnen echte Chancen bieten, können sie neue Talente gewinnen und langfristig binden.
Die positive Resonanz der Gäste bestätigt diesen Ansatz. Viele schätzten die Authentizität, die Offenheit und die spürbare Ernsthaftigkeit, mit der das Restaurant dieses wichtige Thema angeht. Dies zeigt, dass Gäste nicht nur gutes Essen, sondern auch eine Geschichte und Werte schätzen.
Hintergrund der Initiative
Die Schweizer Gastronomie kämpft seit Jahren mit einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Viele Betriebe suchen händeringend nach Personal. Projekte wie das des Alter Tobelhofs zeigen, dass die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund eine wertvolle Ressource darstellt. Es geht darum, Potenziale zu erkennen und zu fördern, anstatt nur auf traditionelle Rekrutierungswege zu setzen.
Solche Initiativen tragen nicht nur zur Lösung des Fachkräftemangels bei, sondern fördern auch die soziale Kohäsion und das Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen innerhalb der Gesellschaft.
Gäste schätzen Authentizität und Offenheit
Die Rückmeldungen der Besucher waren durchweg positiv. Viele Gäste lobten die besondere Atmosphäre, die durch die persönliche Note der Mitarbeitenden entstand. Die Möglichkeit, mehr über die Hintergründe der Menschen zu erfahren, die sie bedienten, schuf eine tiefere Verbindung und ein Gefühl der Gemeinschaft.
Es wurde deutlich, dass Integration dann am besten funktioniert, wenn sie nicht als Pflichtübung, sondern als Chance für alle Beteiligten verstanden wird. Klare Erwartungen, echte Verantwortung und der Wille zur Weiterentwicklung sind dabei entscheidende Faktoren. Das Restaurant Alter Tobelhof setzt hier einen wichtigen Massstab für die gesamte Branche.
Die Bedeutung von Weiterentwicklung
Die Mitarbeitenden erhielten nicht nur die Chance, ihre Fähigkeiten im praktischen Betrieb zu zeigen, sondern auch, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln. Diese Förderung ist ein zentraler Bestandteil des Integrationskonzepts. Sie stärkt das Selbstvertrauen und die Motivation der Einzelnen und trägt gleichzeitig zum Erfolg des gesamten Teams bei.
- Förderung von Eigenverantwortung: Mitarbeitende übernahmen Schlüsselrollen.
- Stärkung des Teams: Gemeinsamer Erfolg fördert den Zusammenhalt.
- Positive Aussenwirkung: Das Restaurant positioniert sich als weltoffen und sozial engagiert.
Dieses Beispiel zeigt, dass Unternehmen durch eine proaktive Integrationspolitik nicht nur gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, sondern auch wirtschaftlich profitieren können. Zufriedene Mitarbeitende und begeisterte Gäste sind das Ergebnis einer solchen Kultur.





