Im Spital Bülach sorgt Sozialhündin Oriana für besondere Momente. Gemeinsam mit ihrer Halterin besucht sie Patienten auf der Palliativstation und neuerdings auch auf der Intensivstation. Ihr Einsatz bringt Trost und eine willkommene Abwechslung in den oft schwierigen Klinikalltag.
Wichtige Punkte
- Sozialhündin Oriana ist im Spital Bülach tätig.
- Sie besucht Patienten auf der Palliativ- und Intensivstation.
- Strenge Hygienevorschriften sind für den Einsatz auf der Intensivstation einzuhalten.
- Tiergestützte Therapie kann das Wohlbefinden von Patienten verbessern.
- Der Einsatz von Tieren in Kliniken nimmt zu.
Ein besonderer Besuch auf der Intensivstation
Oriana, eine speziell ausgebildete Sozialhündin, betritt behutsam die Intensivstation des Spitals Bülach. Für die Patienten hier ist ihr Besuch mehr als nur eine nette Geste. Er ist ein Lichtblick in einer Umgebung, die oft von Sorgen und Schmerzen geprägt ist. Die Möglichkeit, ein Tier zu streicheln und seine Nähe zu spüren, kann Wunder wirken.
Die Entscheidung, Oriana auch auf der Intensivstation einzusetzen, war ein wichtiger Schritt. Bisher war sie hauptsächlich auf der Palliativstation tätig, wo sie bereits vielen Menschen Trost spendete. Nun erweitert sich ihr Einsatzbereich, um noch mehr Patienten zu erreichen, die dringend emotionale Unterstützung benötigen.
Faktencheck
- Einsatzort: Spital Bülach, Palliativ- und Intensivstation.
- Funktion: Sozialhündin für tiergestützte Therapie.
- Voraussetzung: Einhaltung strengster Hygienevorschriften.
Strenge Hygiene als oberste Priorität
Der Einsatz eines Tieres in einem sensiblen Bereich wie der Intensivstation erfordert höchste Standards. Hygiene ist dabei das A und O. Bevor Oriana die Station betritt, durchläuft sie und ihre Halterin ein detailliertes Protokoll. Dazu gehören spezielle Reinigungs- und Desinfektionsmassnahmen, um jegliche Risiken für die immungeschwächten Patienten auszuschliessen.
Die Verantwortlichen des Spitals haben gemeinsam mit Experten der Veterinärmedizin Richtlinien entwickelt. Diese stellen sicher, dass Oriana nicht nur eine Bereicherung für die Patienten ist, sondern auch alle medizinischen Anforderungen erfüllt. Jedes Detail, vom Fell des Hundes bis zur Kleidung der Halterin, wird berücksichtigt.
"Der therapeutische Nutzen von Tieren im Spitalumfeld ist unbestreitbar. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass die Sicherheit und Gesundheit unserer Patienten zu jeder Zeit gewährleistet sind."
Die positive Wirkung der tiergestützten Therapie
Studien zeigen immer wieder, wie positiv Tiere auf das menschliche Wohlbefinden wirken können. Gerade im Spital, wo Angst und Isolation oft vorherrschen, kann die Anwesenheit eines Tieres eine grosse Hilfe sein. Das Streicheln von Oriana senkt den Stresspegel, reduziert Ängste und kann sogar Schmerzen lindern.
Patienten berichten von einem Gefühl der Geborgenheit und Ablenkung. Ein kurzer Moment des Lachens oder eine sanfte Berührung können einen grossen Unterschied machen. Oriana bietet eine nonverbale Kommunikation, die besonders für Menschen wichtig ist, die sich sprachlich schwer ausdrücken können oder isoliert fühlen.
Hintergrund der Therapie
Tiergestützte Therapie, auch bekannt als Animal Assisted Therapy (AAT), nutzt die positive Interaktion zwischen Mensch und Tier, um therapeutische Ziele zu erreichen. Sie wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt, darunter in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Schulen, um physische, emotionale und soziale Verbesserungen zu fördern.
Ausbildung und Vorbereitung von Sozialhunden
Der Weg zum Sozialhund ist lang und anspruchsvoll. Oriana hat eine spezielle Ausbildung durchlaufen, die sie auf ihre Aufgaben im Spital vorbereitet hat. Dabei geht es nicht nur um Gehorsam, sondern auch um ihre Fähigkeit, auf menschliche Emotionen zu reagieren und ruhig sowie gelassen in ungewohnten Situationen zu bleiben.
Ihre Halterin wurde ebenfalls umfassend geschult. Sie muss nicht nur Oriana führen können, sondern auch die Bedürfnisse der Patienten erkennen und die Interaktionen sicher und effektiv gestalten. Die Zusammenarbeit zwischen Hund und Halterin ist entscheidend für den Erfolg der Therapie.
Zunehmende Akzeptanz in der Medizin
Der Einsatz von Therapiehunden in Spitälern und Pflegeeinrichtungen gewinnt in der Schweiz und international an Bedeutung. Immer mehr Institutionen erkennen den Wert dieser besonderen Form der Unterstützung. Es ist ein Zeichen dafür, dass das Verständnis für ganzheitliche Heilmethoden wächst und der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet wird.
Die Erfolge von Oriana in Bülach könnten als Vorbild für andere Spitäler dienen. Sie zeigen, dass mit sorgfältiger Planung und strengen Massnahmen tiergestützte Therapie auch in hochsensiblen medizinischen Bereichen möglich und äusserst wertvoll ist.
Vorteile der tiergestützten Therapie
- Reduzierung von Stress und Angst.
- Förderung der Entspannung.
- Ablenkung von Schmerzen und Beschwerden.
- Verbesserung der Stimmung und des allgemeinen Wohlbefindens.
- Anregung zur Kommunikation.
Die Zukunft der tiergestützten Therapie
Mit der Ausweitung von Orianas Einsatz auf die Intensivstation setzt das Spital Bülach ein klares Zeichen. Es zeigt, dass Empathie und innovative Ansätze im Gesundheitswesen Hand in Hand gehen können. Die positive Resonanz der Patienten und des Personals bestärkt den Glauben an die Kraft der Mensch-Tier-Beziehung.
Es bleibt zu hoffen, dass weitere Spitäler diesem Beispiel folgen und die heilende Wirkung von Tieren in ihre Behandlungskonzepte integrieren. Oriana ist dabei ein leuchtendes Beispiel dafür, wie ein Hund den Alltag vieler Menschen erhellen und zur Genesung beitragen kann.





