Zehn von elf Rettungshundeteams haben am Wochenende im Wald bei Uster einen anspruchsvollen Eignungstest für Vermisstensuchhunde erfolgreich absolviert. Dieser Erfolg ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einsatzfähigen Rettungsteams, die bei der Suche nach vermissten Personen in der Schweiz unerlässlich sind.
Wichtige Erkenntnisse
- Zehn von elf Teams bestanden den Eignungstest.
- Der Test fand unter realistischen Bedingungen im Wald bei Uster statt.
- Teams mussten zwei Suchreviere à 500x120 Meter absuchen.
- Verschiedene Hunderassen zeigten ihr Können.
- Der Eignungstest ist ein Meilenstein in der mehrjährigen Ausbildung.
Anspruchsvolle Bedingungen forderten Mensch und Tier
Die Regionalgruppe Zürich der Organisation REDOG organisierte diesen Eignungstest. Elf Teams aus der ganzen Schweiz reisten dafür an. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, was die Arbeit der Hunde und ihrer Führer jedoch nicht einfacher machte. Die Bedingungen waren bewusst so gewählt, um den Ernstfall so gut wie möglich zu simulieren.
Jedes Team musste zwei separate Suchreviere durchkämmen. Jedes Revier war etwa 500 Meter lang und 120 Meter breit. Die Zeit war dabei ein kritischer Faktor: Maximal 30 Minuten standen pro Revier zur Verfügung. In dieser Zeit mussten die Hunde selbstständig menschliche Witterung aufspüren.
Faktencheck
- Ort: Wald bei Uster
- Datum: Wochenende vom 7. März 2026
- Anzahl Teams: 11 aus der ganzen Schweiz
- Erfolgsquote: 10 von 11 Teams bestanden (ca. 91%)
- Reviergrösse: ca. 500 m Länge, 120 m Breite
- Maximale Suchzeit: 30 Minuten pro Revier
Die Aufgabe der Rettungshunde
Im ersten Suchgebiet waren zwei Personen und ein Rucksack versteckt. Im zweiten Revier warteten zwei Rucksäcke und eine weitere Person darauf, gefunden zu werden. Die Hunde arbeiteten dabei völlig autonom. Sie durchsuchten das Gelände nach menschlicher Witterung. Ihre Hundeführer blieben auf der Mittellinie des Reviers und dirigierten ihre Tiere von dort aus.
Diese Art der Suche erfordert nicht nur eine ausgezeichnete Nase, sondern auch eine hohe Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer der Tiere. Die Hundeführer müssen ihre Hunde genau kennen und deren Signale richtig deuten können.
«Der Eignungstest ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum einsatzfähigen Rettungsteam.»
Langjährige Ausbildung als Grundlage des Erfolgs
Ein solcher Erfolg ist das Ergebnis einer mehrjährigen und intensiven Ausbildung. Sowohl Hund als auch Hundeführer investieren viel Zeit und Energie. Sie lernen, wie vermisste Personen im Gelände aufgespürt und anschliessend zuverlässig angezeigt werden. Der bestandene Eignungstest ist dabei ein entscheidender Meilenstein.
Er gilt als Voraussetzung für den späteren Einsatztest. Erst nach diesem Test sind die Teams offiziell bereit für reale Vermisstensuchen. Die Ausbildung umfasst neben der reinen Sucharbeit auch Gehorsam, Kondition und das Verhalten in Stresssituationen.
Hintergrund zu REDOG
REDOG ist der Schweizerische Verein für Such- und Rettungshunde. Die Organisation bildet ehrenamtliche Teams für die Suche nach vermissten Personen aus. Sie kommen bei Erdbeben, Lawinenunglücken oder auch bei der Suche nach abgängigen Personen im Wald zum Einsatz. Die Arbeit von REDOG ist ein wichtiger Pfeiler im Schweizer Rettungswesen.
Vielfalt der Rassen im Einsatz
Am Test nahmen verschiedene Hunderassen teil. Dies zeigt, dass nicht nur eine bestimmte Rasse für die Rettungsarbeit geeignet ist. Zu den teilnehmenden Hunden gehörten:
- Border Collies
- Flat Coated Retriever
- Schnauzer
- Labradoodles
- Vizslas
- Labradore
Jede Rasse bringt ihre spezifischen Stärken mit. Wichtiger als die Rasse sind jedoch die individuelle Veranlagung des Hundes und die Qualität der Ausbildung. Drei der erfolgreichen Teams stammten aus der Regionalgruppe Zürich von REDOG, was ein sehr positives Ergebnis für die lokale Gruppe darstellt.
Nächste Schritte für die erfolgreichen Teams
Für die zehn erfolgreichen Teams bedeutet dieser Test einen weiteren wichtigen Schritt. Sie können nun auf den anstehenden Einsatztest hinarbeiten. Dieser ist die letzte Hürde vor der vollen Einsatzfähigkeit. Die Freude über das positive Ergebnis war bei den Verantwortlichen und den Teams gross.
Die Arbeit der Rettungshundeteams ist von unschätzbarem Wert. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung. Ihr Engagement und die intensive Ausbildung verdienen höchste Anerkennung.





