In einem Mädchen-WC des Oberstufenschulhauses Hatzenbühl in Nürensdorf ZH ist am Montag ein Teil der Gipsdecke heruntergebrochen. Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt des Vorfalls keine Personen in der Toilette, sodass niemand verletzt wurde. Der Vorfall löste jedoch Besorgnis bei Eltern aus und wirft Fragen zur Gebäudesicherheit auf.
Wichtige Erkenntnisse
- Teil der Gipsdecke stürzt in Mädchen-WC des Schulhauses Hatzenbühl ein.
- Niemand wurde verletzt, da die Toilette zum Zeitpunkt des Vorfalls leer war.
- Ursache war eine undichte Wasserleitung, die die Decke aufweichte.
- Schulpflege Nürensdorf betont regelmässige Kontrollen und geplante Investitionen von 30 Millionen Franken in die Schulinfrastruktur.
- Sanierungsarbeiten laufen, das WC soll am 20. November wieder zugänglich sein.
Details zum Vorfall in Nürensdorf
Der Zwischenfall ereignete sich am Montagmittag im Oberstufenschulhaus Hatzenbühl. Eine besorgte Mutter, deren Töchter die Schule besuchen, berichtete von einem massiven Knall und Erschütterungen. Sie äusserte schwere Vorwürfe gegen die Schulleitung, die den Zustand der Decke angeblich ignoriert und das WC nicht frühzeitig gesperrt haben soll.
Die Schulleitung bestätigt den Vorfall, weist die Vorwürfe jedoch zurück. Gerhard Romanescu, Präsident der Schulpflege Nürensdorf, erklärte, dass eine undichte Wasserleitung die Ursache für den Deckeneinsturz war. Bereits am Samstag seien Risse in der Decke von einer Reinigungskraft entdeckt worden. Die Toilette sei dann am Montagmittag, noch vor dem Einsturz, gesperrt worden.
Faktencheck
- Ort: Oberstufenschulhaus Hatzenbühl, Nürensdorf ZH
- Datum: Montagmittag
- Betroffener Bereich: Mädchen-WC
- Ursache: Undichte Wasserleitung
- Verletzte: Keine
Reaktion der Schulpflege und geplante Massnahmen
Die Schule Nürensdorf bedauert den Vorfall zutiefst, wie Romanescu mitteilte. Er betonte, dass die Sicherheit der Schüler oberste Priorität habe. Trotzdem sei es bei älteren Gebäuden manchmal schwierig, Materialermüdungen vollständig auszuschliessen, selbst bei regelmässigem Unterhalt.
«Alle Liegenschaften der Gemeinde Nürensdorf werden im Rahmen einer umfassenden und vorausschauenden Unterhalts- und Sanierungsstrategie regelmässig überprüft und instandgehalten. Dennoch lassen sich bei älteren Gebäuden trotz ordnungsgemässem Unterhalt gewisse Materialermüdungen nie vollständig ausschliessen.»
Die Gemeinde Nürensdorf investiert aktiv in die Qualität und Sicherheit ihrer Infrastrukturen. Für die kommenden Jahre sind allein im Bereich der Schulrauminfrastrukturen Investitionen von rund 30 Millionen Franken vorgesehen. Dies unterstreicht das Engagement der Gemeinde für moderne und sichere Bildungseinrichtungen.
Untersuchungen und Sanierungsarbeiten
Nach dem Vorfall haben Fachspezialisten umfangreiche Feuchtigkeitsmessungen in der gesamten Schulanlage durchgeführt. Diese Messungen ergaben, dass keine weiteren Gefahren bestehen. Dies ist eine wichtige Information für Eltern und Schüler, die möglicherweise Bedenken hinsichtlich der Sicherheit anderer Bereiche des Schulhauses hatten.
Die Sanierungsarbeiten in der betroffenen Toilette laufen bereits auf Hochtouren. Die Schule rechnet damit, dass das Mädchen-WC am 20. November wieder zugänglich sein wird. Bis dahin müssen alternative Einrichtungen genutzt werden.
Hintergrund zur Gebäudesicherheit
Undichte Wasserleitungen können in Gebäuden erhebliche Schäden verursachen. Wasser weicht Gipsdecken auf und kann zu Abplatzungen oder sogar zum Einsturz führen. Regelmässige Kontrollen und Wartungsarbeiten sind entscheidend, um solche Vorfälle zu verhindern. Besonders in älteren Gebäuden ist eine proaktive Instandhaltung unerlässlich, um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten.
Eltern fordern mehr Transparenz und Massnahmen
Die anfängliche Besorgnis der Mutter und die erhobenen Vorwürfe zeigen, wie wichtig eine transparente Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus in solchen Situationen ist. Eltern erwarten, dass die Schulleitung bei Anzeichen von Mängeln schnell und entschlossen handelt. Der Vorfall hat die Diskussion um die Sicherheit in Schulgebäuden neu entfacht.
Es bleibt abzuwarten, ob die geplanten Investitionen und die laufenden Sanierungen das Vertrauen der Eltern in die Sicherheit der Schulgebäude in Nürensdorf wieder vollständig herstellen können. Die Schulpflege betont jedoch, dass sie alles daransetzt, die Infrastruktur der Schulen auf dem neuesten Stand zu halten und die Sicherheit zu gewährleisten.
Blick in die Zukunft der Nürensdorfer Schulinfrastruktur
Die angekündigten Investitionen von 30 Millionen Franken in die Schulrauminfrastrukturen sind ein klares Signal. Sie zeigen, dass die Gemeinde Nürensdorf langfristig plant und bereit ist, erhebliche Mittel für die Modernisierung und Instandhaltung ihrer Bildungseinrichtungen bereitzustellen. Solche Investitionen sind entscheidend, um den Schülern ein sicheres und förderliches Lernumfeld zu bieten.
Der Vorfall im Schulhaus Hatzenbühl dient als Mahnung, die Bedeutung präventiver Massnahmen und einer kontinuierlichen Überwachung der Gebäudesubstanz nicht zu unterschätzen. Die schnelle Reaktion nach dem Einsturz und die angekündigten Sanierungen sind Schritte in die richtige Richtung, um zukünftige Risiken zu minimieren.





