Bassersdorf stand am Dienstagabend im Fokus der lokalen Politik. Bei einem öffentlichen Wahlpodium in der Aula des Schulhauses Chrüzacher trafen die Kandidierenden für das Gemeindepräsidium und den Gemeinderat aufeinander. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über die anstehenden Behördenwahlen im März 2026 zu informieren und direkt mit den Politikern in den Austausch zu treten. Die Veranstaltung, organisiert von der Parteienkoordination Bassersdorf, beleuchtete zentrale Zukunftsthemen der Gemeinde.
Wichtige Erkenntnisse
- Zwei Kandidaten kämpfen um das Gemeindepräsidium: Christian Pfaller (SVP) und Sascha Balmer-Bühler.
- Acht Personen bewerben sich um einen Sitz im Gemeinderat.
- Verkehr, Bevölkerungswachstum und Schulkapazitäten waren die Hauptthemen der Diskussion.
- Die Kommunikation im Gemeinderat und das Kollegialitätsprinzip wurden kontrovers diskutiert.
Intensive Debatten um Verkehr und Wachstum
Die Diskussionen während des Podiums konzentrierten sich stark auf den zunehmenden Verkehr in der Region. Die Anwesenden forderten eine Optimierung des öffentlichen Verkehrs und die Einführung intelligenter Verkehrsleitsysteme. Dies spiegelt eine wachsende Besorgnis über die Mobilität in Bassersdorf wider, insbesondere angesichts des stetigen Bevölkerungswachstums.
Ein weiteres zentrales Thema war die rege Bautätigkeit rund um den Bahnhof Bassersdorf. Das Wachstum der Gemeinde erfordert eine klare strategische Planung, um die Infrastruktur an die steigenden Bedürfnisse anzupassen. Die Bürger erwarten hier präzise Konzepte von den künftigen Behördenmitgliedern.
Faktencheck
- Das Wahlpodium dauerte knapp zwei Stunden.
- Die Wahlen für den Gemeinderat und weitere Behördenmitglieder finden am 8. März 2026 statt.
Schulen und Freizeitinfrastruktur im Fokus
Die Zukunft der Schulen in Bassersdorf beschäftigte die Teilnehmenden ebenfalls intensiv. Steigende Schülerzahlen erfordern neue Lösungsansätze, sei es durch den Bau neuer Schulgebäude oder die Anpassung bestehender Strukturen. Die Kandidierenden präsentierten verschiedene Ideen, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann.
Auch die Sport- und Freizeitinfrastrukturen kamen zur Sprache. Engagierte Voten zeigten, dass die Bevölkerung Wert auf adäquate Einrichtungen für alle Altersgruppen legt. Dies unterstreicht die Bedeutung eines umfassenden Angebots für das Gemeindeleben.
„Die Entwicklung unserer Gemeinde erfordert Weitsicht und den Mut, neue Wege zu gehen. Besonders im Bereich Verkehr und Bildung müssen wir jetzt die richtigen Entscheidungen treffen“, betonte eine Podiumsteilnehmerin.
Präsidentschaftskandidaten zeigen klare Unterschiede
Im Wettstreit um das Gemeindepräsidium stellten sich Christian Pfaller (SVP) und Sascha Balmer-Bühler den Fragen der Moderatorin Susanne Gutknecht vom dorfblitz. Das Publikum konnte dabei klare Unterschiede in ihren Ansätzen erkennen. Besonders bei Fragen zum öffentlichen Verkehr, Umweltthemen und den Voraussetzungen für die Ansiedlung von Unternehmen in neuen Gebieten zeigten sich divergierende Meinungen.
Beide Kandidaten betonten ihre Dialogfähigkeit. Während Pfaller das Kollegialitätsprinzip als entscheidendes Instrument für die Zusammenarbeit im Gemeinderat hervorhob, legte Balmer-Bühler Wert darauf, dass man auch nach aussen zu seiner Meinung stehen müsse. Diese unterschiedlichen Auffassungen könnten die zukünftige Arbeitsweise des Gemeinderats prägen.
Hintergrundinformationen
Die Parteienkoordination Bassersdorf ist ein Zusammenschluss aller lokalen Parteien: FDP, GLP, IG Basi, SP, EVP, die Mitte und SVP. Ihr Ziel ist es, die politische Meinungsbildung zu fördern und den Bürgern eine Plattform für den Austausch zu bieten. Solche Podiumsdiskussionen sind ein wichtiger Bestandteil der lokalen Demokratie.
Gemeinderatskandidaten stellen sich vor
Neben den Präsidentschaftskandidaten präsentierten sich auch acht Personen, die für den Gemeinderat kandidieren. Die bereits im Amt befindlichen Gemeinderäte Richard Dunkel (igBasi), Adrian Hediger (SP), Daniel Hofmann (FDP) und Tim Gelmi (parteiunabhängig) bekräftigten, dass ihr Aufwand für das Amt angemessen sei. Ihre gelbe Ja-Tafel schnellte bei dieser Frage einstimmig in die Höhe.
Die neu kandidierenden Alexandra Lukas (FDP), Linda Maduz (SP), Biago Rizzo (SVP) und der parteiunabhängige Michael Walthard nutzten die Gelegenheit, ihre kommunikativen Fähigkeiten und Ansichten zu Themen wie zwischenmenschliche Kommunikation, Tagesstrukturen, Wohneinrichtungen und Verkehrsthemen darzulegen. Die Zuhörer erhielten so einen ersten, wichtigen Einblick in deren Positionen.
- Richard Dunkel (igBasi)
- Adrian Hediger (SP)
- Daniel Hofmann (FDP)
- Tim Gelmi (parteiunabhängig)
- Alexandra Lukas (FDP)
- Linda Maduz (SP)
- Biago Rizzo (SVP)
- Michael Walthard (parteiunabhängig)
Ein Ja-/Nein-Spiel zu vier Fragen der Moderatorin lockerte die Veranstaltung auf. Es zeigte sich, dass alle Kandidierenden Vertrauen in die Arbeit des heutigen Gemeinderats haben. Bei der Frage der Kommunikation gab es jedoch nicht immer Einigkeit, was auf potenzielle Diskussionspunkte in der zukünftigen Amtszeit hindeutet.
Aktiver Austausch beim Apéro
Zwischen den Diskussionsrunden und beim anschliessenden Apéro hatten die Bürger die Möglichkeit, ihre Anliegen direkt an die Kandidierenden heranzutragen. Dieser aktive Austausch im Foyer des Schulhauses Chrüzacher wurde rege genutzt. Die Parteien sorgten mit Getränken und Knabbereien für eine lockere Atmosphäre, die den direkten Dialog förderte.
Die Veranstaltung bot der Bevölkerung von Bassersdorf eine wertvolle Gelegenheit, sich ein umfassendes Bild von den Kandidierenden und ihren Visionen für die Gemeinde zu machen. Die Entscheidungen am 8. März 2026 werden die Zukunft von Bassersdorf massgeblich prägen.





